Von jung und angejahrt in Wort und Bild

Schlagwort: Gitarre (Seite 1 von 2)

Kleiner Weihnachtsgruß … oder so ähnlich …

Zugegeben – ich selbst bin nicht gerade Weihnachtens größter Fan.

„Christi Geburt“ zu feiern erscheint mir – als Agnostikerin mit Hang zum Atheismus – inzwischen als reichlich heuchlerisch. Ich hadere nicht erst seit gestern massiv mit der Kirche und ihren „Machenschaften“.

Und einmal im Jahr das „Fest der Liebe“ zu zelebrieren, halte ich für ebenso hirnrissig wie die Existenz des Valentinstags. Beides ist vor allem eines: Eine exorbitante Konsumschlacht.

Glücklicherweise haben wir die Schenkerei unter uns Erwachsenen schon seit Ewigkeiten abgeschafft.

Betrachtet man die Adventszeit und Heiligabend allerdings durch Kinderaugen und blendet sämtliches Drumherum aus, vermag man den Zauber der Weihnacht kurzzeitig doch wieder zum Leben zu erwecken und sich der schönen Illusion hinzugeben.

Echt ist auf jeden Fall die Freude der Kinder.

Echt ist der warme Kerzenschein.

Echt ist der Duft von Zündhölzern, Lebkuchen, Plätzchen und Tannenzweigen.

Und echt ist die Musik …

Wenngleich ich auch den meisten Weihnachtsliedern nicht mehr viel abgewinnen kann. Vom Inhalt einmal abgesehen, hat man die meisten gängigen Stücke binnen 45 Lebensjahre einfach schon zu oft gehört.

„Was soll das bedeuten?“ bildet eine angenehme Ausnahme hiervon. Zumindest meinem persönlichen Empfinden nach.

Meine Erstgeborene ist letzte Woche neun geworden. Vor gut einem Jahr hat sie ebenfalls mit dem Gitarrespielen begonnen.

Ich hatte ihr bereits vor längerer Zeit versprochen, dass wir bei Gelegenheit zusammen etwas aufnehmen. É voilà!

Ist schon interessant, wie sehr Kinder von solch einem Ziel beflügelt werden und plötzlich das Üben anfangen. Ich hoffe, die Motivation bleibt bestehen.

Euch allen frohe und friedliche Feiertage! 🌟🎄🌟

Gitarre und Schreiben … und ein neuer Thrillerschnipsel

Ja, Gitarre spiele ich auch noch. Und es gibt mir unendlich viel. Die Gitarre und alles, was ich mit ihr verknüpfe, vermag mich tief zu berühren und meine Seele zum Schwingen und Klingen zu bringen.

Sie lässt mich – ähnlich wie der Hund – das Hier und Jetzt sehr intensiv und sinnlich erleben und ermöglicht es mir, mich ganz dem Moment hinzugeben. Zumindest dann, wenn ich in meinem Kämmerlein vor mich hinklampfe und meine Aufmerksamkeit sich ausschließlich auf mich und das Instrument richtet.

Allerdings regt mich das Gitarrenspiel auch zum Träumen an. So ich mich denn nicht gerade mit schweren Griffen wie etwa all den Barrés in „Windy and Warm“ – ein wundervolles Stück, das ich gerade übe –  abmühe, zapft das Spielen und Singen mein Unterbewusstsein und meine kreativen Quellen an und bringt sie zum Sprudeln und Fließen. Insofern ist die Gitarre die perfekte Ergänzung zum Schreiben.

Anders als beim Schreiben stehe ich bei der Gitarre auch nach 3 Jahren noch am Anfang. Es wird lange dauern, bis ich hier das „Handwerk“ soweit beherrsche, dass sich die Kunst entfalten kann. Wenn überhaupt …

Ist es so, wie es scheint – oder doch ganz anders?

Und falls der Schein nicht trügen sollte,  so hieße das nicht zwingend, dass er jedem Leser dasselbe erzählte. ; )

Gestern habe ich mehr recherchiert als geschrieben und mich zunächst sehr darüber geärgert, dass ich mich in Fachliteratur verbissen habe statt die rare, kostbare Schreibzeit auch wirklich ausschließlich fürs Schreiben zu nutzen.

Recherche betreibe ich normalerweise eher Abends, vorm Zubettgehen.

Aber so sehr mein Roman auch mit den Grenzen zwischen Wahn und Realität und mit verschiedenen subjektiven Wahrheiten spielt: Er soll auf einem starken, glaubwürdigen Fundament aufbauen.

Und bei der Szene gestern wäre ich ohne zusätzliche Recherche nicht weitergekommen.

Als ich heute morgen aufwachte, quoll mein Hirn über vor Ideen. Mein Kopfkino zeigte gleich mehrere Filme parallel und ich wusste gar nicht, in welchen Saal ich zuerst hüpfen sollte.

Offensichtlich hat mein Unterbewusstsein über Nacht das Futter von gestern sehr effektiv verwertet und Puzzlestückchen, die mein Verstand als unvereinbar erachtet hatte, mühelos zusammengesetzt.

Dass ich diese Nacht auch wirklich mal geschlafen habe, war natürlich auch sehr hilfreich.

„I follow rivers“ (Cover)

Im Nachgang zu meinem letzten Blogpost folgt nun mein neuer Versuch, „I follow rivers“ halbwegs sauber zu performen.

Perfekt geht anders, ist aber ist auf jeden Fall besser als die letzte Version – das müsst ihr mir jetzt einfach glauben – und da ich nun erstmal keine Lust mehr habe, seht und hört ihr hier den Status Quo.

Vielleicht mag ich es ja in 10 Jahren oder so nochmal anpacken und dann werde ich mich sicher kringelig lachen über mein Katzengejammer.

Wie bereits erwähnt hasse ich mein Gesicht in Videoaufnahmen. Heute fand ich es besonders unerträglich. Daher hab ich kurzerhand reingezoomt. Nun ist der Fokus auf meinem Dekolleté, aber das finde ich weniger irritierend als meinen verkniffenen Gesichtsausdruck. 😄

Übrigens hatte ich gestern Abend mal ausnahmsweise keine Scheu, lautstark zu üben: Gewitter plus hackedichte Fußballfans vor der Glotze. Und schlimmer als Tröten und Endlosgehupe sind mein Geschrammel und mein Gesang auch nicht.

Die Aufnahme hab ich allerdings heute Vormittag gemacht. Die Nachbarn gegenüber haben gleich demonstrativ (?) das Fenster geschlossen. Meins war ja eh zu. Tja, und ich verschließe meine Augen gnädig angesichts der XXL-Deutschlandfahne, die bei denen vom Balkon hängt. Ein Geben und Nehmen sozusagen.

Juni 2021

Keine Sorge: Die Pflanzen ziehen um, bevor unser sehnsüchtig erwarteter Familienzuwachs einzieht. Kommendes Wochenende ist es soweit und die Vorfreude ist riesig. Das Hundebett hier wurde von uns ausgiebig probegelegen und -gesessen und als äußert kuschelig und bequem befunden.

Dass ich im Wenigschlafen trainiert und zerrissene Nächte gewohnt bin, wird sich in der nächsten Zeit wahrscheinlich als recht hilfreich erweisen.

Wobei ich in den vergangenen Wochen schlaftechnisch neben den üblichen Komplettabstürzen auch einige Highlights zu verzeichnen hatte.

Zudem bin ich nicht mehr so häufig grundlos schlaflos. Es ist eher wieder so wie damals, bevor Insomnia chronisch wurde: Ich hab immer schon sensibel nicht nur auf negativen Stress, sondern auch auf positiven Input reagiert. Gerade inspirierende und berührende Erlebnisse habe ich, seit ich denken kann, mit vorübergehender Schlaflosigkeit bezahlt.

Will ich deshalb auf diese bereichernden Erfahrungen verzichten? Nein, ich beiße lieber früher ins Gras, als ein Dasein in monotoner Abgestumpftheit zu fristen und auf diese Weise vielleicht 100 zu werden.

Jedenfalls empfinde ich es als sehr beruhigend, wenn ich zuordnen kann, woran es liegt. Es lässt mich nicht so hilf- und machtlos fühlen. Wie oft habe ich mir in den letzten Jahren gedacht:

„Ich war doch so brav und hab mich an alle (Schlaf-)Regeln eingehalten. Warum hab ich trotzdem nicht geschlafen?“

Keine aufwühlenden Tätigkeiten und Gespräche abends, feste Zubettgeh- und Aufstehzeiten und -rituale, kein PC und kein Handy ab einer gewissen Uhrzeit, Entspannungsübungen …pipapo … Das alles hat mir eher Druck gemacht als dass es hilfreich war.

Aktuell bin ich mit den Mädels wieder viel im Wasser. Das bringt tatsächlich etwas. Ebenso wie ausgedehnte Spaziergänge.

Gitarrespielen beruhigt mich auch. Zumindest dann, wenn ich mir nicht gerade ein bestimmtes Ziel setze, das ich dann verfehle. Siehe unten.

Und ich lerne zu akzeptieren, dass Insomnia einfach ein Handicap ist, mit dem ich leben muss. Inzwischen habe ich zumindest wieder die Gewissheit, dass auf ein paar durchgemachte Nächte auch bessere folgen. Vergleichen darf ich mich diesbezüglich ohnehin nicht. Für andere wären 5h Schlaf mit halbstündlichem Aufwachen eine Katastrophe. Für mich ist das super. Sofern ich wieder einschlafe.

Das Gewitter letzte Nacht hat mich übrigens sehr rasch ins Reich der Träume geschickt. Ich liebe Gewitter! Das dunkle Grollen, die zuckenden Blitze, der Regen, der vom Wind gegen die Fenster gepeitscht wird.

Mich lässt das sehr geborgen und sicher fühlen. Warum, das kann ich nicht so genau sagen. Vielleicht ist es die eigene Unbedeutendheit in Anbetracht dieser rohen, unverfälschten Naturgewalten und ein Zugehörigkeitsgefühl, das ich bei Menschen selten verspüre, aber hier durchaus.

Doch ich will das nicht zu sehr romantisieren. Vom Blitz getroffen zu werden, fände ich wohl auch nicht so toll. Wobei mir in dem Moment wahrscheinlich eh keine Zeit mehr bliebe, meine Empfindungen zu analysieren.

Derzeit träume ich auch sehr intensiv. Selbst dann, wenn ich nur mal 30 Minuten penne.

So habe ich vorletzte Nacht von einem wunderschönen Falken geträumt, der über mir majestätisch seine Kreise zog. Ich war so in  andächtiger Bewunderung ob seiner  prächtigen Schwingen und deren Zeichnung versunken, dass ich nicht checkte, dass ich seine Beute war. Erst als er sich im Sturzflug und auf direktem Weg zu mir befand.

Ich weiß noch, dass ich regelrecht schockiert über seine wahren Größe war. Tja, Träume scheren sich nicht um reale Gesetzmäßigkeiten. Im Vergleich zu ihm war ich so klein wie eine Maus. Aber keine kleine Feld-, sondern schon eine stattliche Wühlmaus. Vielleicht habe ich es deshalb auch geschafft, ihm den Schnabel zuzuhalten, bevor er mich packen konnte. In dem Moment bin ich aufgewacht. Aber es war ein schöner, kein Alb-Traum. Hat mir gefallen.

Was die Zuckersucht angeht, mache ich auch nach wie vor zwei Schritte vor und einen zurück, aber unterm Strich geht es voran.

Ich merke zunehmend, wie übel mir der Zucker zusetzt und wie gut es mir sowohl körperlich als auch seelisch geht, wenn ich so wenig wie möglich von dem weißen Gift konsumiere.

Und für den süßen Zahn gibt unzählige Alternativen. Ich bin diesbezüglich wild am Experimentieren.

Diese Kuchenbowl mag vielleicht neumodischer Kram sein, aber nichtsdestotrotz ist sie sehr lecker und auch gesund: Die Kombi aus Mandelmehl, Orange und dunkler Schokolade ist köstlich. Wer Softcakes mag, kommt damit total auf seine Kosten. Ich versuche, hier mal das Instagramprofil zu verlinken, auf dem ihr das Rezept findet:

https://www.instagram.com/p/CNadkljF3H6/?utm_medium=copy_link

Oft wandele ich auch althergebrachte Rezepte einfach entsprechend ab. Gestern etwa habe ich Erdbeerenakkordpflücken praktiziert und in 45 Minuten 5,5kg zusammengebracht. Und die wollen verputzt und verarbeitet werden.

Zwar verspeisen wir die meisten der Beeren pur, aber spätstens nach ein paar Pfund : D verlangt der Gaumen doch nach Abwechslung.

Daher habe ich folgenden Erdbbeerkuchen gebacken und das Weizenmehl wie immer durch Dinkelmehl und sämtlichen Zucker im Rezept durch Stevia-Erythrit ersetzt. Das funktioniert sehr gut, wenn im Rezept selbst schon wenig Zucker enthalten ist. Größere Mengen Zucker lassen sich auf diese Weise nicht ganz so gut austauschen. Aber hier hat es wunderbar geklappt.

Natürlich ist das Puddingpulver quasi Stärke pur. Insofern ist der Kuchen nicht komplett zuckerfrei. Aber meinen Ansprüchen genügt er.

Leicht und bekömmlich ist er obendrein.

Hier findet ihr das Originalrezept:

https://www.einfachbacken.de/rezepte/erdbeerkuchen-mit-vanillecreme-und-biskuitboden

Dazu, wie ich der Zuckersucht und dem emotionalem Essen auch auf anderen Wegen begegnen kann, weiß ich zumindest in der Theorie ja schon viel. Die Recherchen zu meinem aktuellen Roman – ich bin nach wie vor dran, obwohl ich die Sinnhaftigkeit immer wieder massiv in Frage stelle – bestätigen und verfestigen größtenteils das bereits Gelernte, aber hin und wieder ist auch etwas Neues dabei.

So war mir zum Beispiel nicht bekannt, dass Singen den Vagusnerv stimuliert und dies wiederum stressreduzierend, entspannend und entzündungshemmend wirkt. (Quelle: „Das Hungertier in Dir“ von Dr. Caroline Böttiger)

Also habe ich gute Gründe, meine Nachbarn weiterhin mit meinem Gejaule und Gestrumme zu quälen. Die Fenster und Türen schließe ich während meiner Proben ohnehin, aber die sind halt nicht richtig dicht.

Vor einigen Tagen habe ich wortwörtlich im Schweiße meines Angesichts – es hatte schätzungsweise 40 Grad plus in meinem Mansardenkämmerchen – „I follow Rivers“ einstudiert und das auch gleich ganz mutig aufgenommen und bei Insta eingestellt.

Leider ist die Audioaufnahme aus unerfindlichen Gründen abgebrochen, just, bevor ich endlich die hohen Töne am Anfang des Refrains sauber traf. Ich hab dann dank kurzfristigen „LMAA“-Gefühls die schlechtere Version auf Insta eingestellt, aber das Video nach wenigen Stunden wieder gelöscht, weil ich mein Kieksen selbst nicht ertragen konnte.

Ich werde die Tage einfach nochmal einen neuen Versuch wagen.

Ursprünglicher Anlass für das exzessive Strummen war meine neue D-Saite, die ich ordentlich einspielen wollte.

Zum ersten Mal ist mir eine Saite gerissen und zum ersten Mal habe ich sie selbst gewechselt. Weil ich zu ungeduldig war, um auf die professionelle Unterstützung Tags bzw. Abends darauf zu warten. Außerdem will ich das einfach selbst können.

Zuerst habe ich die Saite verkehrt herum aufgekurbelt, was nach Rückversicherung beim Experten : ) nicht viel ausmacht, aber beim Stimmen irritierend ist.

Ich habe sie dann nochmal richtig herum aufgezogen, aber es wäre ratsam gewesen, der Saite noch ein paar Umwindungen mehr an der Mechanik zu gönnen. Naja, nächstes Mal.

Zupftechnisch mache ich auch gemächliche Fortschritte. Bisher habe ich ja ausschließlich nach Tabulatur gespielt, aber nun taste ich mich langsam wieder an die Noten heran. Flöte und auch ein bisschen Klavier habe ich früher schon nach Noten gespielt, aber das ist ewig her und selbst wenn man Noten lesen kann, weiß man deshalb noch lange nicht, wo sie sich auf dem Griffbrett der Gitarre befinden.

Das Video hier ist auch nicht so der Knaller, aber es lässt mich wenigstens nicht vor Scham im Boden versinken.

„Chanson du Montmartre“ von Maria Linnemann:

Das Ämmale hat inzwischen auch mit dem Gitarrespielen begonnen. Sie teilt sich ihre Stunde mit dem Eiliensche.

Dieses Foto veranschaulicht plakativ, wie die Zeit rennt. Auch unser süßes Nesthäkchen ist schon lange kein Kleinkind mehr:

🌸 Where have all the flowers gone 🌸

Eine Dokumentation über Joan Baez, die ich kürzlich auf Empfehlung hin angesehen angesehen habe (https://m.youtube.com/watch?v=ViK55tYGBfI), rief mir ins Gedächtnis, dass ich „Where have all the flowers gone“ vor Jahrzehnten auch gerne gehört und gesungen habe.

Also fix eine schöne Begleitung herausgesucht (https://m.youtube.com/watch?v=1-F5xPS3jH8&t=7s) und losgelegt.

Bei dieser Version mit dem Kapodaster im dritten Bund hatte ich die Wahl, entweder relativ hoch oder noch tiefer als gewöhnlich zu singen. Ich hab auch versucht, unsachgemäß zu transponieren, aber dann hat mir die Gitarre nicht mehr gefallen.

Mein Eiliensche beschied, ich solle in der tieferen Stimmlage singen.

Daher brumme ich an manchen Stellen ein wenig. Aber besser als Gefiepe und Gekreische auf der Jagd nach den hohen Tönen.

Mir gefällt übrigens das Outro am besten. : D

Und wundert euch nicht: Das ist zwar eine einzige Aufnahme, innerhalb derer ich die erste Strophe ein paar Mal wiederholt habe, doch immer wenn mir der Gesang halbwegs taugte, war Intro und/oder Outro – gerade Letzteres mag ich aber besonders – nix. Daher hab ich hier, untypisch für mich, zwei Schnitte drin und ich hab mir auch gar nicht groß Mühe gegeben, sie zu vertuschen.

Euch einen schönen Sonntag!

Meine vergangenen beiden Nächte waren übrigens leider wieder katastrophal. Diese Nacht habe ich mich gefreut, als ich zwischen 2 und 3 Uhr scheinbar doch ein Stündlein geschlafen habe – bis ich kapierte, dass ja Zeitumstellung war.

(Heil-)Fasten Update und Wicked Game

Das Fasten und die anschließenden Aufbautage haben mir sehr dabei geholfen, mich endlich wieder aus der Zucker-schlaflos-noch-mehr-Zucker-noch-weniger-Schlaf usw. zu befreien. Zumindest interimsmäßig. Ohne diesen radikalen Break hätte ich den erneuten Absprung sicherlich nicht geschafft.

Gut, letzte Nacht habe ich durchgemacht, aber in dem Fall weiß ich ausnahmsweise, warum. Und eine einzelne schlaflose Nacht bringt mich nicht gleich um. Es sind eher mehrere schlechte Nächte in Folge, die mir an die Substanz gehen.

Und ich spüre bereits jetzt, dass ich kommende Nacht schlafen werde.

Von Stunde zu Stunde merke ich, wie ich innerlich ruhiger werde, los- und mich treibenlasse.

Diese entspannte Grundstimmung ist meist der Schlüssel. Doch oft ist er so gut versteckt, dass ich ihn ums Verrecken nicht finden kann.

Zudem ist es nunmal Fakt, dass mich auch positiver Input sehr pusht. Das ist mir sehr wohl bewusst, aber ich renne dann trotzdem oft sehenden Auges ins Verderben.

Und ganz werde ich dem süßen Gift wohl nie abschwören und auch mein höchst emotionales und alles andere als stoisches Naturell nicht ablegen können. Diesbezüglich gebe ich mich keinen Illusionen hin.

Den Montag habe ich nun als fixen Flüssigfastentag etabliert. Mir tut das auch unabhängig von meinen chronischen Leiden einfach gut. Und es ist ja nichts Neues, dass regelmäßiges Fasten mit zahlreichen gesundheitlichen Benefits verbunden ist. Ich bin aber gerade zu müde, um die alle aufzählen.

Bevor mir das Handy aus der Hand fällt, stelle ich hier nun auch endlich eine Stimm-/Gesangsprobe ein, die ich gestern mit dem neuen Mikro aufgenommen habe.

Ich beherrsche den Song ad dato nicht wirklich. Weder gesanglich noch auf der Gitarre. Die schönen Zupfpassagen werde ich auch erst dann aufnehmen, wenn sie nicht mehr ganz so holprig klingen. („Meine Version“ orientiert sich an dem Tutorial von Georg Norberg auf YouTube.)

Für M. zählt „Wicked Game“ zu den TOP 10 der schrecklichsten Lieder aller Zeiten. : D Ich bin jetzt auch nicht unbedingt ein Fan von Chris Isaak und das offizielle Musikvideo finde ich furchtbar … schmalzig und ob der aufgesetzten Sinnlichlkeit sogar alles andere als erotisch. Aber den Song an sich – den mag ich schon.

Da M. aber meine Stimme gut leiden kann, erträgt er meine Exerzitien ohne zu murren.

(Heil-/Zucker-)Fasten: Tag 6 und 7

Ja, ich bin noch dabei ….
Allerdings gibt es inzwischen neben Obst, Gemüse und Smoothies auch mein selbstgemachtes Dinkelbrot, Nüsse sowie gestern und heute etwas Hähnchen.

Nach den kargen, aber nicht wirklich hungerreichen Tagen taste ich mich nun allmählich wieder zu einer vollwertigen Ernährung zurück, wobei mir bewusst ist, dass „vollwertige Ernährung“ – ebenso wie Fasten – für jeden etwas anderes bedeutet.

Am wichtigsten ist mir, dass ich auch heute, an Tag 7, noch keinen Zucker konsumiert habe. 

Und die letzten zwei Nächte waren zwar jetzt auch nicht der absolute Knaller, aber immerhin habe ich jeweils mehr als drei Stunden geschlafen. Sprich – seit „Fasten“beginn habe ich keine einzige Nacht mehr durchgemacht!! Das für sich genommen ist schon ein Riesenerfolg.

Heute verschone ich euch aber mit entsprechenden Screenshots meiner Schlafauswertung.

Stattdessen gibt es mal wieder etwas auf die Ohren. An dieser Begleitung („Do kanns zaubere“ von BAP) versuche ich mich nun schon eine ganze Weile.

Ist aber immer noch unfreiwillige Slowmo und Work in Progress.

Außerdem hatte ich bei den Fingersätzen in ein paar Takten geschlampt. Da wurde ich gestern freundlich korrigiert ; ) und nun muss ich mich diesbzgl, erst wieder umkonditionieren. 

Das habe ich jetzt übrigens mit dem neuen Mikro aufgenommen, aber die Tonspur null bearbeitet. So richtig bemerkt man den Qualitätsunterschied wahrscheinlich nur, wenn man das Ganze über Kopfhörer oder anständige Lautsprecher hört. 

Seine eigentliche Stärke zeigt das Mikro in den Vocalaufnahmen. Habe ich aber momentan (noch) keine.


Gehabt euch wohl!

Aquarell auf Leinwand und Buch in Ton

Gestern war der erste (kind)freie Vormittag seit Monaten und die Zeit habe ich auch dazu genutzt, meine Gitarre auf Leinwand zu verewigen.

Ich wollte unbedingt ein Gitarrenbild in diesem Zimmer, das u.a. zum Musizieren dient, hängen haben.
É voilà – dies ist das Ergebnis meiner gestrigen Malaktion:

Das erste Foto von meinem aktuellen Machwerk habe ich heute bei Tageslicht geschossen, das zweite gestern Nacht bei Kunstlicht. 

Schon interessant, wie die Farben jeweils variieren. In Natura ist die Diskrepanz nicht so stark. Die tatsächliche Farbgebung liegt irgendwo zwischen den beiden Fotos. 
Vielleicht macht es auch etwas aus, dass das Bild an einer Schrägwand (Mansarde) hängt.

Hier noch ein paar Schnappschüsse vom Entstehungsprozess:

Nein, ich habe den Pinsel nicht in den Kaffee statt ins Wasserglas getaucht. Ist mir aber durchaus auch schon passiert. : )

Mein Ämmale hat sich auch gleich ganz inspiriert ans Werk gemacht.

Das Gitarrenbild ist mein zweiter Versuch, mit Aquarellfarben auf Leinwand statt auf Aquarellpapier zu malen. Den ersten habe ich vor einigen Tagen zusammen mit meinen Mädels unternommen:


Mit einer speziellen Grundierung für Aquarellfarben, die vor dem Malen auf die Leinwand aufgetragen wird – sie trocknet schnell und weiß aus – funktioniert das echt gut. Die Farben leuchten wunderschön und die Verläufe und Lasuren sind auch „authentisch“. 

Und wo wir gerade dabei sind, bin ich so frei und ergänze diese kleine Galerie noch um eine Zeichnung, die auch kürzlich entstanden ist und die ich bisher nur in einer Instagramstory gezeigt habe:

Mit dieser bunten Bilderflut mache ich zumindestens meinem Blognamen alle Ehre. ; )

Übrigens verfüge ich –  dank professioneller Unterstützung – inzwischen über eine ordentliches Aufnahmeequipment, insbesondere über ein richtig gutes Mikrofon.


Damit hat sich auch das Problem „Gitarre übertönt Stimme“ endlich erledigt. Ich hoffe, euch bald mit einer Kostprobe „beglücken“ (?) zu können.

Die Einrichtung eines Mini-Tonstudios hat aber auch noch andere Gründe: Zum Beispiel die Schaffung optimaler Voraussetzungen für den Distanzunterricht, der uns sicher noch länger begleiten wird, auch wenn hier gerade zaghaft der Wechselunterricht (ein Tag Homeschooling, ein Tag Präsenzunterricht) wieder anläuft.

Des Weiteren denke ich darüber nach, meinen aktuellen Roman noch während des Entstehungsprozesses kapitelweise zu vertonen und jeweils als Onlinelesung hier und in dem ein oder anderem sozialen Medium einzustellen.

Wie meine Stammleser wissen, hatte ich mein Debüt, die „Zartherbe Liebe“, vor der eigentlichen Veröffentlichung über Jahre hinweg auf der Schreibplattform Wattpad als Fortsetzungsgeschichte hochgeladen.

Der Austausch mit den Lesern hat mir viel Freude gemacht und war auch eine wunderbare Motivation.

Mittlerweile fühle ich mich auf Wattpad nicht mehr ganz so heimisch und außerdem möchte ich mal etwas Neues ausprobieren.

Da mir von verschiedenen Seiten zugetragen wurde, dass man/frau meine Stimme als leidlich angenehm empfindet, könnte das mit den Onlinelesungen eine interessante Sache werden.

Vielleicht habt ihr beizeiten ja auch Lust, mal reinzuhören. 

Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Lichter im Dunkeln …

Es ist nichts Neues, aber immer wieder interessant und irgendwie auch magisch, dass Flammen in tiefster Dunkelheit am stärksten strahlen. Licht ist nichts ohne Schatten. Und (Kerzen)Schein ist manchmal nicht weniger als Sein.

„Jetzt kann er sich nicht einmal im Grabe umdrehen“, meinte M. nach der Beerdigung. G.s Asche befindet sich nun unter dem gleichen Baum, den auch seine Frau vor zweieinhalb Jahren mit ihrer Asche nährte.

Das war in G.s Sinne und auch wir finden das schön.

Dass es jedoch vorab eine Urnenpräsentation, eine kleine Trauerrede sowie Blumen gab, das hätte G. nicht gewollt. Damit konnte er nichts anfangen. Darauf war M.s Spruch bezogen.

Aber wir wussten, dass es den meisten Hinterbliebenen ein starkes Bedürfnis war, Abschied nehmen zu können und deshalb haben wir uns in diesem Falle über G.s Wunsch hinweggesetzt. Wie sagte die Dame vom Beerdigungsinstitut so passend: Eine Beerdigung ist ohnehin in erster Linie etwas für die Angehörigen, nicht für die Verstorbenen.

Gut, ich muss zugeben, dass ich zu Friedhöfen kaum Bezug habe. Ich gehe da auch nie hin. Der geliebte Mensch ist dort eh nicht mehr. Und leider glaube ich auch nicht wirklich an ein Leben nach dem Tod, obwohl ich mir wünschte, ich könnte es.

Mit der Institution Kirche habe ich ebenfalls massive Probleme, aber da ich auf meinem Blog nicht über Religion und Politik diskutieren will – ich muss ohnedies schon mehr als genug Minenfelder überqueren – touchiere ich solche Themen höchstens.

Doch gerade beim Singen der Weihnachtslieder merke ich zunehmend, wie es in mir drin ganz heftig protestiert und rebelliert.

Deshalb singe ich vielleicht aktuell vornehmlich englische Christmas Carols. Obwohl gerade die deutschen Melodien oft besonders schön sind und zudem sehr viele heimelige Erinnerungen wecken.

Aber im Englischen ist aufgrund der Sprache – trotz Verständnis – einfach mehr Distanz gegeben.

Anders etwa, als wenn ich im deutschen „Still, still“ singen muss, dass Maria dem Jesus Kindlein ihre keusche Brust darbietet. Da dreht sich bei mir, ebenso wie bei der unbefleckten Empfängnis, der Magen um.

An irgendwas glaube ich schon. Aber nicht an das.

„Hark! The Herold Angels sing!“ hat außerdem den Vorteil, dass ich die Begleitung zupfen kann. Sobald ich schlage, wird meine Stimme fast komplett von der Gitarre verschluckt, obwohl ich gar nicht soooo leise singe.

Tatsächlich hätte ich die Möglichkeit, bei S., der über ein Profiequipment verfügt, Aufnahmen in Studioqualität zu machen (- tausend Dank nochmal! -), aber zum einen wäre das wie Perlen vor die Säue werfen (also, ich bin die Sau ; D) und zum anderen will ich meine 100.000 Wiederholungen, bis ich halbwegs mit meinem Gequäke und Geklampfe zufrieden bin, auch niemand anderem als mir selbst zumuten.

Inorbits Idee, die Tonspur meiner Stimme mit einem separaten Mikro abzunehmen, das ich mit Hilfe einer Spinne vor meinem Kopf befestige, hat auch was. Mal sehen, ob es sich lohnt, da in Zukunft ein wenig zu investieren.

Im Grunde habe ich aber mit meinem Tascam DR-05X (Schleichwerbung) schon ein sehr gutes Aufnahmegerät, das für meine Ansprüche und für mein Laienkönnen völlig ausreicht. Und wenn ich zupfe, harmoniert die Lautstärke der Gitarre auch super mit der meiner Stimme:

Nachdem ich halt einfach lieber Gitarre als Gesellschaftsspiele spiele, lehrt M. jetzt dem Eiliensche das Schachspiel. ;D

Nein, es war schon ihr ausdrücklicher Wunsch, Schach zu erlernen. Und sie schlägt sich gut.

Auch ich möchte weiterhin die ein oder andere Partie spielen. Ich finde Schach wie gesagt sehr klug, faszinierend und ästhetisch, aber ich hege keine echte Passion dafür. Daher fehlt mir auch die Energie, um richtig gut darin zu werden oder es gar als regelrechten Sport zu betreiben. Obgleich ich jenen, die das tun, meinen höchsten Respekt zolle.

Wahrhaft Begehrens- und Erstrebenswertes ist meist auch mit viel Anstrengung verbunden – und ob man diese Anstrengung als lohnenswert erachtet und sie dauerhaft aufzubringen vermag, hängt davon ab, wie groß die eigene Motivation und Leidenschaft jeweils ist.

Außerdem hat der Tag einfach zu wenig Stunden und oft bleibt nur Zeit für „entweder oder“ statt für „sowohl als auch“.

Die Beziehung zwischen dem Eiliensche und ihrer Gitarre hat ad dato eher etwas von unvermittelt hochzuckenden Stichflammen. Aber ich kann mir schon gut vorstellen, dass mit der Zeit ein kontinuierlich brennendes Feuer daraus wird.

Es gäbe noch mehr Themen, aber für die ist hier kein Platz.

Und wenn ich mir ansehe, wie in Venedig die Menschen durch hüfthohe Wassermassen waten und im Libanon die syrischen Flüchtlinge ums nackte Überleben kämpfen, erscheint mir mein eigenes Gewäsch ohnehin als noch irrelevanter als sonst.

Immerhin bin ich in der Lage, große Dankbarkeit zu fühlen – für all das Großartige in meinem Leben!

Scarborough Fair

Mit „Moon River“ werde ich noch ein wenig länger beschäftigt sein, bevor mir jene spezielle Instrumental Version, die ich mir da einbilde, flüssig von der Hand geht.

Einstweilen habe ich ein vergleichsweise simples Stück einstudiert: „Scarborough Fair“. Da es einfach zu spielen ist, bekomme ich hier auch parallel den Gesang gehandelt. Sobald die Zupferei komplizierter wird, bin ich sofort überfordert, was das Multistasking angeht. Ich muss die Liedbegleitung normalerweise echt erst im Schlaf (… höhö, davon hab ich schließlich reichlich ; – / …) beherrschen, bevor ich den Song auch parallel singen kann.

Mit „Scarborough Fair“ hatte ich jetzt allerdings ein wesentlich schnelleres Erfolgserlebnis. Vorgestern habe ich damit angefangen und nun läuft es schon ganz ordentlich. Aber natürlich bin ich weder eine große Gitarristin, noch eine herausragende Sängerin. Das ist mir durchaus bewusst. Ich mache das aus reinem Spaß an der Freude und das Musizieren hilft mir gerade in solch schlaflosen Zeiten wie diesen sehr über emotionale Tiefs hinweg.

Da ich trotzdem stimmungsstechnisch nicht gerade auf der Höhe bin – stimmlich wahrscheinlich auch nicht : D – kann ich momentan allerdings noch schlechter als sonst mit irgendwelchen gehässigen Bemerkungen umgehen.

Daher bitte ich darum, auf etwaige Klugscheißerkommentare zu verzichten. Ich habe einen sehr guten Gitarrenlehrer. Der sagt mir schon, was ich falsch mache.

Ich stelle die Videos nicht ein, um Techniktipps von Laien oder meinethalben auch Semiprofis zu erhalten, sondern weil die Gitarre zu einem wichtigen Bestandteil in meinem Leben geworden ist und sich dieser Blog nun mal um mein Leben dreht. Wer darauf oder auf mein Spiel und meinen Gesang nicht klar kommt, muss sich das nicht antun.

In diesem Sinne: Alles klar? ; )

Dann wünsche ich jenen, die sich von diesem Vorwort nicht haben abschrecken lassen, mit meinem Video ein, zwei besinnliche Minuten.

Dies ist übrigens nicht die „Simon & Garfunkel“- Version. Aber mir gefällt der mittelalterliche Touch hier sehr.

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