Von jung und angejahrt in Wort und Bild

Schlagwort: Insomnie (Seite 1 von 3)

Medizin gegen diffuse Traurigkeit und sinnlose Sinnfragen

Angesichts der schlimmen Geschehnisse dort draußen und des chronischen Durcheinanders in mir ertappe ich mich häufig dabei, wie ich mich wieder heillos in Sinnfragen verstricke. 

Trotz all des Glücks, das ich erfahre, erfasst mich dann eine diffuse Traurigkeit.

Hund und Gitarre sind aktuell die beste Medizin dagegen. 

Und die Menschen, die ich liebe.

Doch Menschen hegen Erwartungen. Erwartungen, die ich mich oft nicht zu erfüllen imstande sehe.

Immer ist da die Angst zu enttäuschen und zu verletzen. Weil ich eben so bin, wie ich bin. Und Menschen so sind, wie sie sind.

Gut möglich, dass gewisse Erwartungshaltungen nur in meinem durch den wenigen Schlaf und die unendlichen, nutzlosen Grübeleien völlig überhitzten Kopf existieren. Ein Wunder, dass die Festplatte noch nicht völlig durchgeschmort ist und ihren Dienst quittiert hat.

Aber im Grunde spielt es keine Rolle, was Einbildung ist und was Realität. Fakt ist, dass bereichernde soziale Momente nicht selten von meiner an Masochismus grenzenden Unsicherheit überschattet werden.

Darin, mir selbst im Wege zu stehen, bin ich Profi.

Und dann bin ich nicht bei mir und meinem Wohlbefinden, sondern bei dem des jeweils anderen. Die Konsequenz ist regelmäßig hausgemachte Überforderung.

Dies klingt nach selbstlosem Verhalten. Ist es aber nicht.

Viel wahrscheinlicher ist es sogar ziemlich egoistisch.

Wer sich selbst nicht so wichtig nimmt, der muss auch nicht unsicher sein. Dem kann egal sein, was die anderen (von einem) denken und erwarten und trägt auch nicht schwer an der imaginären Bürde, Mitmenschen den Tag zu versauen oder sie nachhaltig negativ zu beeinflussen. Denn man ist ja gar nicht wichtig genug, als dass man das könnte. Die Welt dreht sich trotzdem weiter.

Gitarre und Hund be- und verurteilen nicht.

Die Gitarre ist frei von Erwartungen und Bedürfnissen und der Hund liebt nahezu bedingungslos. Ganz gleich, ob man aus gesellschaftlicher Sicht der letzte Heuler oder der ultimative Bringer ist.

Ich denke, das sind maßgebliche Gründe, warum diese “Medikamente” bei mir rasch und nebenwirkungsfrei funktionieren.

Und dass ich zwar gemächliche, aber nichtsdestotrotz Fortschritte im Gitarrenspiel mache, setzt schon auch das ein oder andere Endorphin frei.

Ich fahre diesbezüglich nach wie vor zweigleisig – klassische Gitarre und Liedbegleitung – und ich habe auch nicht vor, das zu ändern.

Folgendes Video habe ich gestern aufgenommen. Obgleich ich die ein oder andere Note auf dem Weg verloren habe, ist die Entwicklung für mich deutlich erkennbar.

Zum Vergleich meine ersten Versuche vor gut einem Jahr:

Mein kleines “Videotagebuch” motiviert mich und vielleicht ermutigt es auch andere Amateure, die ihre Gitarre zwar lieben, aber bisweilen dennoch an ihr verzweifeln.

Dies ist einer der Hauptgründe, warum ich viele meiner Aufnahmen auf Instagram online stelle, auch wenn ich mir des Dilettantismus sehr bewusst bin.

Natur und viel Bewegung sind weitere potente Entschleuniger für das Gedankenkarussell. Ein alter Hut, ich weiß. Dennoch bin ich immer wieder erstaunt darüber, wie so etwas Simples so viel helfen kann.

Damit mich Bewegung aber auch besser schlafen lässt, müsste ich richtig, richtig viel laufen. Neulich waren es knapp 14km. Das bringt was. Unter 10km ist der Effekt zu vernachlässigen.

Ich kann es kaum erwarten, dass Chinook längere Strecken am Stück zurücklegen darf. Vielleicht fange ich ja doch noch mit dem Joggen an …

Zuckertechnisch läuft es die meiste Zeit über sehr gut. Zu behaupten, ich hätte die Zuckersucht im Griff, wage ich jedoch nicht. Insomnia zeigt sich davon leider so oder so gänzlich unbeeindruckt. Obwohl ich ja lange Zeit darauf hoffte, dass die Zuckerreduktion eine wesentliche Stellschraube sei.

Nichtsdestotrotz tut es mir gut, dass ich derzeit nicht mehr gezwungen bin, ein Pfund Schokolade pro Tag zu verdrücken. Das fühlt sich schon befreiend an und die gesundheitlichen Benefits stehen eh außer Frage.

Zum Abschluss noch eine kleine Bildergeschichte und ein Zitat aus meinem aktuellen Romanprojekt:

Ja, mein Psychothriller hat noch Puls. Ruhepuls zumindest.

Dieses Zitat habe ich nicht nur des Inhalts wegen, sondern auch aufgrund der heiklen Adjektivkonstruktion im Dativ nach dem Gedankenstrich gewählt. Mein Gefühl sagte mir, ich solle das erste Adjektiv schwach und das zweite stark beugen, aber sicher war ich mir dessen keinewegs.

Anscheinend ist das auch eine reichlich diffizile Angelegenheit.

Sehr interessant und hilfreich finde ich diesbezüglich folgenden Zwiebelfisch-Beitrag:


https://bastiansick.de/kolumnen/fragen-an-den-zwiebelfisch/nach-gutem-alten-brauch-oder-nach-gutem-altem-brauch/

Juni 2021

Keine Sorge: Die Pflanzen ziehen um, bevor unser sehnsüchtig erwarteter Familienzuwachs einzieht. Kommendes Wochenende ist es soweit und die Vorfreude ist riesig. Das Hundebett hier wurde von uns ausgiebig probegelegen und -gesessen und als äußert kuschelig und bequem befunden.

Dass ich im Wenigschlafen trainiert und zerrissene Nächte gewohnt bin, wird sich in der nächsten Zeit wahrscheinlich als recht hilfreich erweisen.

Wobei ich in den vergangenen Wochen schlaftechnisch neben den üblichen Komplettabstürzen auch einige Highlights zu verzeichnen hatte.

Zudem bin ich nicht mehr so häufig grundlos schlaflos. Es ist eher wieder so wie damals, bevor Insomnia chronisch wurde: Ich hab immer schon sensibel nicht nur auf negativen Stress, sondern auch auf positiven Input reagiert. Gerade inspirierende und berührende Erlebnisse habe ich, seit ich denken kann, mit vorübergehender Schlaflosigkeit bezahlt.

Will ich deshalb auf diese bereichernden Erfahrungen verzichten? Nein, ich beiße lieber früher ins Gras, als ein Dasein in monotoner Abgestumpftheit zu fristen und auf diese Weise vielleicht 100 zu werden.

Jedenfalls empfinde ich es als sehr beruhigend, wenn ich zuordnen kann, woran es liegt. Es lässt mich nicht so hilf- und machtlos fühlen. Wie oft habe ich mir in den letzten Jahren gedacht:

“Ich war doch so brav und hab mich an alle (Schlaf-)Regeln eingehalten. Warum hab ich trotzdem nicht geschlafen?”

Keine aufwühlenden Tätigkeiten und Gespräche abends, feste Zubettgeh- und Aufstehzeiten und -rituale, kein PC und kein Handy ab einer gewissen Uhrzeit, Entspannungsübungen …pipapo … Das alles hat mir eher Druck gemacht als dass es hilfreich war.

Aktuell bin ich mit den Mädels wieder viel im Wasser. Das bringt tatsächlich etwas. Ebenso wie ausgedehnte Spaziergänge.

Gitarrespielen beruhigt mich auch. Zumindest dann, wenn ich mir nicht gerade ein bestimmtes Ziel setze, das ich dann verfehle. Siehe unten.

Und ich lerne zu akzeptieren, dass Insomnia einfach ein Handicap ist, mit dem ich leben muss. Inzwischen habe ich zumindest wieder die Gewissheit, dass auf ein paar durchgemachte Nächte auch bessere folgen. Vergleichen darf ich mich diesbezüglich ohnehin nicht. Für andere wären 5h Schlaf mit halbstündlichem Aufwachen eine Katastrophe. Für mich ist das super. Sofern ich wieder einschlafe.

Das Gewitter letzte Nacht hat mich übrigens sehr rasch ins Reich der Träume geschickt. Ich liebe Gewitter! Das dunkle Grollen, die zuckenden Blitze, der Regen, der vom Wind gegen die Fenster gepeitscht wird.

Mich lässt das sehr geborgen und sicher fühlen. Warum, das kann ich nicht so genau sagen. Vielleicht ist es die eigene Unbedeutendheit in Anbetracht dieser rohen, unverfälschten Naturgewalten und ein Zugehörigkeitsgefühl, das ich bei Menschen selten verspüre, aber hier durchaus.

Doch ich will das nicht zu sehr romantisieren. Vom Blitz getroffen zu werden, fände ich wohl auch nicht so toll. Wobei mir in dem Moment wahrscheinlich eh keine Zeit mehr bliebe, meine Empfindungen zu analysieren.

Derzeit träume ich auch sehr intensiv. Selbst dann, wenn ich nur mal 30 Minuten penne.

So habe ich vorletzte Nacht von einem wunderschönen Falken geträumt, der über mir majestätisch seine Kreise zog. Ich war so in  andächtiger Bewunderung ob seiner  prächtigen Schwingen und deren Zeichnung versunken, dass ich nicht checkte, dass ich seine Beute war. Erst als er sich im Sturzflug und auf direktem Weg zu mir befand.

Ich weiß noch, dass ich regelrecht schockiert über seine wahren Größe war. Tja, Träume scheren sich nicht um reale Gesetzmäßigkeiten. Im Vergleich zu ihm war ich so klein wie eine Maus. Aber keine kleine Feld-, sondern schon eine stattliche Wühlmaus. Vielleicht habe ich es deshalb auch geschafft, ihm den Schnabel zuzuhalten, bevor er mich packen konnte. In dem Moment bin ich aufgewacht. Aber es war ein schöner, kein Alb-Traum. Hat mir gefallen.

Was die Zuckersucht angeht, mache ich auch nach wie vor zwei Schritte vor und einen zurück, aber unterm Strich geht es voran.

Ich merke zunehmend, wie übel mir der Zucker zusetzt und wie gut es mir sowohl körperlich als auch seelisch geht, wenn ich so wenig wie möglich von dem weißen Gift konsumiere.

Und für den süßen Zahn gibt unzählige Alternativen. Ich bin diesbezüglich wild am Experimentieren.

Diese Kuchenbowl mag vielleicht neumodischer Kram sein, aber nichtsdestotrotz ist sie sehr lecker und auch gesund: Die Kombi aus Mandelmehl, Orange und dunkler Schokolade ist köstlich. Wer Softcakes mag, kommt damit total auf seine Kosten. Ich versuche, hier mal das Instagramprofil zu verlinken, auf dem ihr das Rezept findet:

https://www.instagram.com/p/CNadkljF3H6/?utm_medium=copy_link

Oft wandele ich auch althergebrachte Rezepte einfach entsprechend ab. Gestern etwa habe ich Erdbeerenakkordpflücken praktiziert und in 45 Minuten 5,5kg zusammengebracht. Und die wollen verputzt und verarbeitet werden.

Zwar verspeisen wir die meisten der Beeren pur, aber spätstens nach ein paar Pfund : D verlangt der Gaumen doch nach Abwechslung.

Daher habe ich folgenden Erdbbeerkuchen gebacken und das Weizenmehl wie immer durch Dinkelmehl und sämtlichen Zucker im Rezept durch Stevia-Erythrit ersetzt. Das funktioniert sehr gut, wenn im Rezept selbst schon wenig Zucker enthalten ist. Größere Mengen Zucker lassen sich auf diese Weise nicht ganz so gut austauschen. Aber hier hat es wunderbar geklappt.

Natürlich ist das Puddingpulver quasi Stärke pur. Insofern ist der Kuchen nicht komplett zuckerfrei. Aber meinen Ansprüchen genügt er.

Leicht und bekömmlich ist er obendrein.

Hier findet ihr das Originalrezept:

https://www.einfachbacken.de/rezepte/erdbeerkuchen-mit-vanillecreme-und-biskuitboden

Dazu, wie ich der Zuckersucht und dem emotionalem Essen auch auf anderen Wegen begegnen kann, weiß ich zumindest in der Theorie ja schon viel. Die Recherchen zu meinem aktuellen Roman – ich bin nach wie vor dran, obwohl ich die Sinnhaftigkeit immer wieder massiv in Frage stelle – bestätigen und verfestigen größtenteils das bereits Gelernte, aber hin und wieder ist auch etwas Neues dabei.

So war mir zum Beispiel nicht bekannt, dass Singen den Vagusnerv stimuliert und dies wiederum stressreduzierend, entspannend und entzündungshemmend wirkt. (Quelle: “Das Hungertier in Dir” von Dr. Caroline Böttiger)

Also habe ich gute Gründe, meine Nachbarn weiterhin mit meinem Gejaule und Gestrumme zu quälen. Die Fenster und Türen schließe ich während meiner Proben ohnehin, aber die sind halt nicht richtig dicht.

Vor einigen Tagen habe ich wortwörtlich im Schweiße meines Angesichts – es hatte schätzungsweise 40 Grad plus in meinem Mansardenkämmerchen – “I follow Rivers” einstudiert und das auch gleich ganz mutig aufgenommen und bei Insta eingestellt.

Leider ist die Audioaufnahme aus unerfindlichen Gründen abgebrochen, just, bevor ich endlich die hohen Töne am Anfang des Refrains sauber traf. Ich hab dann dank kurzfristigen “LMAA”-Gefühls die schlechtere Version auf Insta eingestellt, aber das Video nach wenigen Stunden wieder gelöscht, weil ich mein Kieksen selbst nicht ertragen konnte.

Ich werde die Tage einfach nochmal einen neuen Versuch wagen.

Ursprünglicher Anlass für das exzessive Strummen war meine neue D-Saite, die ich ordentlich einspielen wollte.

Zum ersten Mal ist mir eine Saite gerissen und zum ersten Mal habe ich sie selbst gewechselt. Weil ich zu ungeduldig war, um auf die professionelle Unterstützung Tags bzw. Abends darauf zu warten. Außerdem will ich das einfach selbst können.

Zuerst habe ich die Saite verkehrt herum aufgekurbelt, was nach Rückversicherung beim Experten : ) nicht viel ausmacht, aber beim Stimmen irritierend ist.

Ich habe sie dann nochmal richtig herum aufgezogen, aber es wäre ratsam gewesen, der Saite noch ein paar Umwindungen mehr an der Mechanik zu gönnen. Naja, nächstes Mal.

Zupftechnisch mache ich auch gemächliche Fortschritte. Bisher habe ich ja ausschließlich nach Tabulatur gespielt, aber nun taste ich mich langsam wieder an die Noten heran. Flöte und auch ein bisschen Klavier habe ich früher schon nach Noten gespielt, aber das ist ewig her und selbst wenn man Noten lesen kann, weiß man deshalb noch lange nicht, wo sie sich auf dem Griffbrett der Gitarre befinden.

Das Video hier ist auch nicht so der Knaller, aber es lässt mich wenigstens nicht vor Scham im Boden versinken.

“Chanson du Montmartre” von Maria Linnemann:

Das Ämmale hat inzwischen auch mit dem Gitarrespielen begonnen. Sie teilt sich ihre Stunde mit dem Eiliensche.

Dieses Foto veranschaulicht plakativ, wie die Zeit rennt. Auch unser süßes Nesthäkchen ist schon lange kein Kleinkind mehr:

Urviech

Oben rechts seht ihr mein heutiges Mittagessen: Schnell, simpel, sättigend, nährstoffreich und sogar vegetarisch, wie mir erst im Nachhinein aufgefallen ist. Es besteht aus folgenden Zutaten:

➡️ Pellkartoffeln vom WE

➡️ Eier

➡️ Ziegenkäse

➡️ Zwiebeln

➡️ Pfeffer, Salz, ein wenig Butter und Basilikum (Schnittlauch oder Petersilie passt noch besser. Hab ich aber gerade nicht da.)

Montag habe ich ja wie geplant wieder flüssiggefastet und ich muss sagen, dass mir diese kleine Essensauszeit nach wie vor sehr gut tut. Just an diesem Tag habe ich auch meine HIIT-Trainings absolviert, weil es sich zeitlich gerade angeboten hat und ich hab da kreislauf- und krafttechnisch echt keinerlei Einbußen.

Nach dem Sport habe ich mir aber einen Smoothie aus gefrorenen Beeren (natürlich ohne Zuckerzusatz), Wasser und einem Schluck Milch gegönnt (siehe links oben). Oftmals pimpe ich dieses sorbetartige Gesöff noch mit ein wenig Proteinpulver. Und wenn die Beeren zu sauer sind, kippe ich noch etwas Stevia mit rein.

Bei mir bedeutet Flüssigfasten also nicht “Null-Kalorien”-Fasten.

Unabhängig davon ist die Fasterei trotz der ganzen gesundheitlichen Benefits sicher nicht der heilige Grat und zudem eine sehr individuelle Angelegenheit.

Ich bin halt so ein Urviech, sprich, ich komme problemlos auch mehrere Tage ganz ohne Essen aus. Wenn aber Nahrung da ist, dann wird sie bis auf den letzten Krümel vertilgt. Und ich kann wirklich sehr viel auf einmal essen.

Früher wäre das fürs Überleben von Vorteil gewesen. Heute ist man mit solchen Veranlagungen eher prädestiniert für Essstörungen. Weiß ich ja auch zur Genüge aus eigener Erfahrung.

Aber der eine Fastentag hilft mir, auch diesbezüglich nicht aus dem Ruder zu laufen. Ich werde wieder sensibler für Hunger und Sättigung. Und mir gelüstet eben nicht so schnell nach Zucker, sondern nach ordentlichem Futter, sobald ich wieder essen darf.

Und weniger Zucker wiederum lässt mich auch besser schlafen.

Bis auf die eine Nacht von Samstag auf Sonntag, die ich durchgemacht habe, waren die vergangenen drei Nächte recht passabel.

Beispiel gefällig?


Den Süßkram komplett und für immer und ewig von meinem Speiseplan zu streichen, halte ich jedoch für utopisch und allein die Vorstellung dauerhaften Verzichts löst bei mir spontane Zuckungen Richtung Süßigkeitenschublade aus – und ja, unerhörterweise habe ich Kinder und einen Mann, die Schokolade auch sehr mögen.

Ich kann nicht meine komplette Familie dazu verdonnern, zuckerfrei zu leben.

Zumal ich überzeugt davon bin, dass ich meine Kinder erst recht zu einem unentspannten und unnatürlichen Essverhalten treibe, wenn ich ihnen bestimmte Lebensmittel total verbiete.

Ach ja: Heute bin ich auch endlich mal wieder ein Stückchen mit meinem neuen Roman vorangekommen.

Und nachdem der Beitrag hier ohnehin schon sehr rezeptlastig ist, gibt es noch eines gratis oben drauf:

Pizzateig für einen Pizzaboden ohne Zucker und mit Dinkelmehl:

➡️ 150g Dinkelmehl mit

➡️ 1,5 TL Trockenhefe vermischen und sieben,

➡️ 1 knappen TL Salz und

➡️125ml lauwarmes Wasser hinzugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Gegebenenfalls noch etwas mehr Mehl verwenden. Pappen sollte die Masse nämlich nicht.

Anschließend eine Stunde gehen lassen, dann nochmal durchkneten und Ofen auf 220 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Auf einem Backblech (Backpapier ist von Vorteil) eine runde Pizza formen. Ich mach das mit den bloßen Händen. Ausrollen geht aber auch.

Den Teig mit etwas Olivenöl beträufeln und Passata nach Belieben draufkippen.

Knappe zehn Minuten in den Ofen damit.

Nun mit den übrigen Zutaten nach Gusto belegen: Salami, Mozzarella, Zwiebeln, Knoblauch, Parmesan, Oliven, Kräuter … um mal ein paar zu nennen.

Dann nochmal für ungefähr 10 Minuten in den Ofen. Aber orientiert euch hierbei lieber an euren Augen als an der Zeit.

Fertig.

Am Montag sah das dann folgendermaßen aus.

Ich:

Mein Mann:

; D

Und gestern Abend gab es Folgendes für uns beide: Selbstgemachte Dinkelsemmeln (400g Dinkelmehl, 1 Päckchen Trockenhefe, 1 EL Salz, 270ml Wasser, viel Geduld, lange Gehenlassen, häufig Durchkneten, Ofen auf 225 Grad Ober- Unterhitze ) mit Frischkäse und dazu Tomate-Mozzarella.

(Heil-/Zucker-)Fasten: Tag 6 und 7

Ja, ich bin noch dabei ….
Allerdings gibt es inzwischen neben Obst, Gemüse und Smoothies auch mein selbstgemachtes Dinkelbrot, Nüsse sowie gestern und heute etwas Hähnchen.

Nach den kargen, aber nicht wirklich hungerreichen Tagen taste ich mich nun allmählich wieder zu einer vollwertigen Ernährung zurück, wobei mir bewusst ist, dass “vollwertige Ernährung” – ebenso wie Fasten – für jeden etwas anderes bedeutet.

Am wichtigsten ist mir, dass ich auch heute, an Tag 7, noch keinen Zucker konsumiert habe. 

Und die letzten zwei Nächte waren zwar jetzt auch nicht der absolute Knaller, aber immerhin habe ich jeweils mehr als drei Stunden geschlafen. Sprich – seit “Fasten”beginn habe ich keine einzige Nacht mehr durchgemacht!! Das für sich genommen ist schon ein Riesenerfolg.

Heute verschone ich euch aber mit entsprechenden Screenshots meiner Schlafauswertung.

Stattdessen gibt es mal wieder etwas auf die Ohren. An dieser Begleitung (“Do kanns zaubere” von BAP) versuche ich mich nun schon eine ganze Weile.

Ist aber immer noch unfreiwillige Slowmo und Work in Progress.

Außerdem hatte ich bei den Fingersätzen in ein paar Takten geschlampt. Da wurde ich gestern freundlich korrigiert ; ) und nun muss ich mich diesbzgl, erst wieder umkonditionieren. 

Das habe ich jetzt übrigens mit dem neuen Mikro aufgenommen, aber die Tonspur null bearbeitet. So richtig bemerkt man den Qualitätsunterschied wahrscheinlich nur, wenn man das Ganze über Kopfhörer oder anständige Lautsprecher hört. 

Seine eigentliche Stärke zeigt das Mikro in den Vocalaufnahmen. Habe ich aber momentan (noch) keine.


Gehabt euch wohl!

(Heil-)Fasten für besseren Schlaf und gegen die Zuckersucht: Tag 5

Tja, so schnell gebe ich mich nicht geschlagen. : D

Und mein Kampfgeist wurde erneut mit einer für meine Verhältnisse exorbitant guten Nacht belohnt:

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich im letzten Jahr auch nur ein einziges Mal zwei solch gute Nächte kurz hintereinander hatte. Vielleicht ist also doch etwas dran am Fasten. Jedenfalls bin nach dem mentalen Einbruch gestern wieder hochmotiviert.

Ich will nichts beschönigen: Gestern war ich an einem Tiefpunkt. Es ging mir mehr als beschissen. Allerdings waren solch schlechte Nächte und darauffolgende Tage in der letzten Zeit eher die Regel als die Ausnahme. Deshalb greife ich ja überhaupt erst zu solch “radikalen” Maßnahmen.

Und es wäre wohl utopisch anzunehmen, dass ich nicht zwischen drin immer wieder Rückschritte in Kauf nehmen müsste.

Gestern war ich allerdings aufgrund des Schlafdefizits so energielos und unkonzentriert, dass ich Mittags das in der Fastenbrühe gekochte Gemüse in fester Form und später noch einige Beerensmoothies, die ich mit Proteinpulver anreicherte, zu mir genommen habe.

Nachmittags fand eine Videokonferenz mit der Schule bezüglich der Einschulung meines Ämmales statt und da war ich schon auf ein funktionsfähiges Hirn angewiesen. Nicht schlafen plus nichts essen ist einfach Gift fürs Nervenkostüm.

Mir war aber bewusst, dass das Gemüse und die Beeren meinen Darm wieder aktivieren und damit der Hunger zurückkehren würde.

Demzufolge schob ich nach der Konferenz extrem Kohldampf. Nichts essen ist wirklich wesentlich einfacher als ein bisschen etwas zu essen.

Abends habe ich dann noch eine ordentliche Portion hausgemachten Frischkäse mit Brot vertilgt. Danach war ich satt und zufrieden. Zuckergelüste hatte und habe ich nach wie vor nicht.

Und heute halte ich mich bis jetzt wieder an Wasser, Tee und etwas Kaffee.

Achtung – unbezahlte Schleichwerbung:

In diesem Teeladen haben wir vor Corona des Öfteren vor Ort eingekauft. Nun haben wir online bestellt und die Tees waren schon am nächsten Tag bei uns. Die Mischungen sind sehr liebevoll zusammengestellt und bisher allesamt von köstlichem Aroma. Ich kann sie nur empfehlen!

Normalerweise trinke ich ausschließlich Kräutertees, aber hier munden mir auch die Früchtetees.

Übrigens habe ich seit gestern unglaublich Lust auf grüne Äpfel. ich liebe Grannies ja sowieso, aber momentan verfolgen sie mich regelrecht.

Daher werde ich mir später wohl ein paar gönnen.

Ich hatte ja von Anfang an vor, nach einigen Tagen kompletten Flüssigfastens zu einer modifizierten Fastenform überzugehen.

Um Heilfasten im engeren Sinne handelt es sich hierbei wohl nicht mehr, aber ich betitele meine Fastenzeit weiterhin so, denn für mich ist es genau das: Fasten als Heilung.

Bitte entschuldigt, dass ich es gestern nicht geschafft habe, eure Kommentare zu beantworten. Ich war einfach zu platt.

(Heil-)Fasten für besseren Schlaf: Tag 4

Tja, die letzte Nacht war ein Satz mit x, nämlich nix.

Im Grunde bin ich schon seit 01.00Uhr komplett wach. Das bisschen Gedöse bis 02.00Uhr kann ich nicht wirklich zählen.

Zudem misst die Uhr bei niedrigem Ruhepuls teils auch Leichtschlaf. Und wenn ich nicht gerade Panik schiebe und nicht durch die Gegend torkle, ist mein Ruhepuls einfach verdammt niedrig, worüber ich aber froh bin, denn zumindest habe ich ein gutes Herz … ; )

Immerhin konnte ich heute Nacht Panikattacken verhindern und mich mit Atemübungen soweit runterregeln. Funktioniert auch nicht immer.

Aber nun geht nix mehr und ich hab einen anstrengenden Tag vor mir.

Ob ich es schaffe, das Fasten mit der schlechten Nacht im Rücken weiterhin zu meistern, weiß ich nicht.

Der Zuckerjieper ist fürs Erste verschwunden – das allein ist es schon wert, aber meine Motivation ist im Keller.

Auch das Fasten kann Insomnia offensichtlich nicht bezwingen.

Das ist bei mir auch so ein Muster. Sobald ich etwas anders mache und aus meinem üblichen Prozedere ausschere, läuft es ein paar Tage besser mit dem Schlafen und dann ist wieder alles beim Alten.

Ich weiß mir allmählich keinen Rat mehr. Bitte gebt ihr mir auch keinen. Wenn ich wieder etwas Kraft gesammelt habe, werde ich mich wohl doch nochmal um professionelle Unterstützung bemühen. Aber viel Hoffnung habe ich nicht. Schließlich liegt da auch schon eine wahre Ärzteodyssee hinter mir.

So, nun werden die Kinder wach …

Meine Seifenblasen frieren nicht

Feuerhimmel oder Höllenfeuer? Aber was hat dann der Kirchturm da verloren?

Bevor es einen mit Haut und Haar verschlingt, sollte man das Feuer in sich vielleicht eine Weile auf Sparflamme halten und es nicht noch zusätzlich anfachen. 

Wobei gerade kreative Kräfte sich oft im Rausch entfesseln.

Hinzu kommt, dass ich schon immer ein Mensch war, der sehr intensiv wahrnimmt. Intensiv schön oder intensiv schrecklich. Je nachdem. 

Allerdings ist mein Bedürfnis nach Ruhe, Gelassenheit und SCHLAF nun, da ich schon wieder geraume Zeit am Rande der Erschöpfung entlangtaumele, exorbitant.

Passion und innere Ruhe.

Für mich geht das leider nicht zusammen.

Zumindest nicht gleichzeitig. 

Höchstens abwechselnd. 

Rhythmisch.

Phasen der Anspannung werden von solchen der Entspannung abgelöst. 

So soll das sein.

Sympathikus und Parasympathikus als gleichwertige Gegenspieler. 

Lehrbuchmäßig.

Aber in mir ist inzwischen nur noch Aufruhr. Und gar keine Entspannung mehr.

Rastloses Getriebensein.

Sich Treibenlassen nur in einer dekadenten Form. 

Ich neige dazu, mich von dunklen Strudeln betören und mitreißen zu lassen. 

Wenn ich alltagstauglich und handlungsfähig bleiben will, sollte ich um diese Strudel tunlichst einen großen Bogen machen. Wenn ich jedoch in meine eigenen Abgründe schauen will … dann nicht. Und ich bin durchaus dankbar für diese Offenbarungen und tiefen Empfindungen.

Auch die Sinnfrage treibt mich an und um … aber wenn ich zu lange auf ihr herumkaue, zerfasere ich die potentielle Antwort bis hin zur Unkenntlichkeit und zum totalen Geschmacksverlust.

Ich hatte das als Jugendliche ganz extrem:  Dass ich alles und jedes nach seinem tieferen Sinn hinterfragt habe. Mit der Folge, dass alsbald meine Lebensfreude komplett auf der Strecke blieb.

Denn die Krux bei der ganzen Sinnsuche ist die, dass ausgerechnet jene Dinge und Aktivitäten, die rational betrachtet am wenigsten Sinn machen, einem zumindest kurzfristig oft die größte Freude und Erfüllung bescheren.

Womit wir auch beim Schreiben und beim Lesen wären. Die ständige Frage, ob das Lesen und Schreiben von Romanen Sinn macht, hat mich gerade seit Coronabeginn regelrecht blockiert. 

Zerstreuung und Unterhaltung erschienen mir nicht mehr als sinnvolle Motive. Ja, ja, ich weiß … gerade in solchen Zeiten giere der Mensch nach Ablenkung … nach Popcornkino … und Geschichten, in denen die Welt noch in Ordnung sei … blablablub.

Ich nicht.

Im Gegenteil. 

Friede, Freude, Eierkuchen, stereotype 0815-Illusionen, verklärte und verkitschte Kochrezeptgeschichten, Gut und Böse, schwarz und weiß, sowie moralinsaure, genormte Happy Ends – all das finde ich inzwischen unerträglich. 

Als jemand, der selbst schreibt, fällt es mir schwer, unvoreingenommen an Texte und Geschichten heranzugehen. 

Immer sehe ich den Autor dahinter, die Konstruktion statt des fertigen Gebäudes. 
Was nach Schema F errichtet wurde, fällt binnen kürzester Zeit in sich zusammen. In Plotholes plumpse ich sofort und ward dort auch auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Logikschwächen und leere Phrasen kicken mich im Nullkommanichts in eine andere Umlaufbahn.

Ja, ich weiß. Ich bin furchtbar. Und ich behaupte keineswegs, dass meine eigenen Geschichten nicht ebenfalls gespickt sind mit solchen unschönen Stolperfallen.

Aber wisst ihr was?

Mittlerweile gelingt es mir wieder immer öfter, mich von Geschichten gefangennehmen zu lassen. Und das wiederum motiviert mich auch selbst vermehrt zum Schreiben.

Theoretisch.

Praktisch fehlt mir die Muse.

Ihr Kinderlosen, bitte unterschätzt nicht die Anstrengungen, die Homeschooling und parallele Betreuung eines Nochkindergartenkindes mit sich bringen. 

Bei aller Liebe – und ihr wisst, die Liebe ist für mich etwas, das immer Sinn macht – auf Dauer ist das schon echt eine Herausforderung.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass unser gemeinsames Mutter-Kind-Gemeinschaftsprojekt, Seifenblasen zu Eis werden zu lassen – eine Anregung seitens des Kindergartens – leider zum Scheitern verurteilt war. Dennoch hat es Spaß gemacht, Seifenblasen in den Schnee zu pusten. Und es ist so herrlich sinnbefreit. 

Wobei das daraus resultierende herzliche Kinderlachen wiederum unendlich sinnvoll ist.

Auch Stricken mag dem ein oder anderen als stupide und spießig erscheinen. Aber gerade diejenigen, welche das Spießertum aufs Schärfste verurteilen, sind oft selbst die größten Spießer.

Ich jedenfalls liebe das Klappern der Nadeln, die Haptik der Wolle, die schönen Farben, die meditative Monotonie und das Wissen, dass daraus etwas Eigenes entsteht, an dem ich mich hoffentlich lang (er)wärmen kann. Im Gegensatz zum Schreiben, reichen hier aber schon wenige Minuten aus, um voranzukommen.

Trotzdem ist für mich das Stricken weder das alte Schreiben noch das Schreiben das neue Stricken.

Nachtrag: Letzte Nacht habe ich trotz all des Feuers – im Moment wird es noch durch einen grippalen Infekt angeheizt, sehr gut geschlafen. Endlich mal wieder. Die Zeilen oben habe ich im Fieberdelirium verfasst. ; )

Inzwischen ist es aber abgeklungen.

Das Fieber.

Das Feuer ist noch da.

Projekt Zuckerfrei: Woche 5 – 7 und Fastenzeit / Selbstwahrnehmung

Auch an dieser Front ist es nun wieder an der Zeit für ein Update.

Wie geht es mir mit meiner Zuckerentwöhnung?

Nun, ich will ehrlich mit euch sein. Es ist immer noch ein ständiges Auf und Ab.

Wie ich bereits in einem meiner kürzlichen Beiträge habe anklingen lassen, hatte ich letzte Woche drei katastrophale Nächte am Stück und der Schock darüber, dass Insomnia im Gegensatz zu mir – ich hatte da wirkliche eine sehr “brave” Woche im Rücken – nicht nach den Regeln spielt und immer noch so verdammt viel Macht über micht hat, war heftig. Zudem wird im schlaflosen Zustand in meinem Hirn ein Schalter umgelegt und die Zuckergier übermächtig.

Daher bin ich diesmal nicht nur gestrauchelt, sondern auch ziemlich hart auf den Boden der Tatsachen geknallt. Aber ich bin wieder aufgestanden und die vergangenen Nächte waren auch wieder wesentlich besser – und kein Vergleich zu den schlimmen Monaten vor meiner Zuckeraskese.

Dass ich nun sogar mehrmals pro Woche auf 6 Stunden Schlaf pro Nacht komme, wäre noch Weihnachten völlig undenkbar gewesen.

Auch mein Immunsystem hat sich nicht nur gefühlt massiv verbessert. Seit 2015, das Jahr von Ämmales Geburt und zugleich jenes, in dem ich so schwer krank war, habe ich quasi non stop mit irgendwelchen Infekten gekämpft. Nun bin ich zum ersten Mal die Einzige in der Famille, welche die Erkältungs- und Grippewelle ad dato halbwegs unbeschadet überstanden hat. Toi, toi, toi. Ich hoffe, das bleibt so.

Da ich in diesen 7 Wochen weder weniger noch kalorienärmer gegessen habe, hat sich bisher lediglich ein Kilo verabschiedet. Ist nicht weiter tragisch, da mein Fokus wie gesagt eh nicht auf Gewichtsreduktion liegt oder lag.

Aber ich möchte den heutigen Beginn der Fastenzeit auch zugleich als kleinen Kick-Start in dieser Hinsicht betrachten: Ein anderes Profil auf Instagram hat zu einer 30-Tage-ohne-Süßigkeiten-Challenge aufgerufen.

Ich mache da gerne mit und werde in der Zeit auch versuchen, meine zuckerfreie Nahrungszusammensetzung etwas bewusster anzugehen, sprich, nicht einfach mal so nebenbei 1.000kcals in Form von Haferflockenmatsche zu inhalieren und mich auch wieder auf weniger kaloriendichte Lebensmittel zu konzentrieren.

Ich denke, nun bin ich bereit für diesen Schritt. Zu Beginn meines Zuckerfreiprojekts wäre das zu viel gewesen. Da ging es erstmal nur darum, Abstand zu dem weißen Gift zu gewinnen, auch wenn das bedeutete, dass ich die Unmengen an Schokolade, die ich zuvor verputzt habe, mit ebensolchen Unmengen an Porridge und Co. kompensiert habe. Letzteres steht natürlich noch weiterhin auf meinem Speiseplan, aber hoffentlich ab sofort in “normalen” Portionsgrößen.

Erdnüsse sind auch so ein Thema. Die knabbere ich fast allabendlich. Und obwohl ich zu Nüssen in der Schale greife, bin ich inzwischen eine Art Nussknackerprofi geworden. : D Deshalb wandern da nunmehr auch immer beeindruckendere Mengen in meinen gierigen Schlund. Kein Wunder also, dass mein Hüftgold so anhänglich ist. Aber nun packen wir es sanft, aber bestimmt bei den Love Handles!  

In diesem Zusammenhang ist es vielleicht auch angebracht, noch einmal auf meine Selbstwahrnehmung als “neurotisches, verpeiltes und pummeliges Wrack einzugehen. Eventuell muss ich die doch ein wenig näher erläutern bzw. relativieren. So übel, wie man es angesichts dieser radikalen Äußerung annehmen möchte, ist mein eigenes Bild von mir nämlich gar nicht und ich weiß durchaus nicht nur um meine Schwächen, sondern auch um meine Stärken.

Pummelig ist für mich auch nicht gleichbedeutend mit hässlich. Ich halte mich trotz und evtl. sogar auch wegen meiner Kurven schon für ansehnlich und ich denke, die meiste Zeit strahle ich das auch aus.

Nein, ich bin nicht der verunsicherte, schüchterne und sich im worst case selbst bedauernde Mauerblümchentyp und das wollte ich auch nicht vermitteln. Vielmehr halte ich meine Durchsetzungsfähigkeit für eine meiner größten Stärken. Ich gehe grundsätzlich keiner Konfrontation und keinem Konflikt aus dem Weg, bin aber auch bereit dazu, meine Fehler zu erkennen und daran zu arbeiten. Ja, ich würde sagen, ich bin eine Kämpfernatur.

Außerdem bin ich ehrlich, direkt, leidenschaftlich und temperamentvoll. Letzteres halte ich nicht für eine Schwäche.

Gerechtigkeit ist mir wichtig.

Ich bin das Gegenteil von “abgestumpft”. Ich bin sehr emotional, fühle viel Liebe in mir und kann auch viel Liebe geben. Der Preis dafür sind extreme Sensibilität und hohe Verletzlichkeit.

Ich lasse mich gerne begeistern und inspirieren und begeistere und inspiriere auch selbst gerne.

Wenn der Schlafmangel meine Gehirnzellen gerade nicht im Akkord killt, liegt mein IQ definitiv über Zimmertemperatur. Tatsächlich würde es mich viel mehr treffen, hielte man mich für dumm statt für verfressen.

So, liebe Phoebe, das war jetzt wohl Selbstbeweihräucherung genug. : )

Hier noch die Beiträge von Tag 3 bis 5 meiner Bücherchallenge:

Projekt Zuckerfrei: Resümee Woche 2

Die zweite Woche meines “Zuckerfrei”-Experiments ist geschafft – Zeit für eine weitere Zwischenbilanz. Nach wie vor bin ich der Überzeugung, dass die Reduktion von raffiniertem Zucker eine wichtige Stellschraube in Sachen Insomnia ist, auch wenn mich die schlechten Nächte, die natürlich binnen dieses kurzen Zeitraums noch nicht ausgemerzt sind, regelmäßig daran zweifeln lassen. Glücklicherweise habe ich heute ein Schlafpolster von knapp fünf Stunden im Rücken, was für meine Verhältnisse doch recht ordentlich ist. Gestern, nach einer fast schlaflosen Nacht, wäre mein Wochenresümee wahrscheinlich weniger euphorisch ausgefallen. Da bin ich ganz ehrlich.

Wenn ich nicht oder kaum schlafe, ist die Zuckergier nach wie vor riesig und ich muss dann wirklich kämpfen, um nicht wie eine Heuschrecke über sämtliche Süßigkeitenvorräte herzufallen, die es vor allem dank M. noch immer en masse in unserem Haushalt gibt.

Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, finde ich es wirklich äußerst zuvorkommend von ihm, dass er gerade dann, wenn ich dem Süßkram mal wieder abgeschworen habe, Tonnen davon herankarrt. Trotzdem darf ich meinen Anfall von geistiger Umnachtung, in dem ich am Samstag die Schlacht gegen das Zuckermonster verloren und M. eine halbe Packung Choco Crossies weggefressen habe, nicht ihm in die Schuhe schieben. Schließlich zwingt er mich nicht, sein süßes Schlaraffenland zu plündern.

Ebensowenig wie ich ihn zwinge, dass er sich meinem Selbstversuch anschließt. Ich hab ihn noch nicht mal gefragt, ob er mitmachen möchte. Denn M. ist jemand, der schon aus Prinzip immer das Gegenteil von dem macht, was man ihm vorschlägt. Wie gesagt liebe ich seine rebellische Ader – ist mir tausendmal lieber als so ein weichgespülter Ja-Sager, aber in dem Fall würde er sich damit ins eigene Fleisch schneiden und deshalb verfahre ich hier nach der bekannten Autorenweisheit für Arme: “Show, don`t tell!” Eventuell mag er ja doch irgendwann mitziehen, wenn er sieht, dass es mir mit weniger Zucker besser geht.

Für`s Erste bin ich schon mal froh, dass seine Boykottierungsversuche sich in Grenzen halten. Letztes Mal, als ich einen Zuckerentzug startete, überreichte er mir nach wenigen Tagen mit einem halb feierlichen, halb perfiden Lächeln eine 300g-Tafel Milka (böse Schleichwerbung) Noisette: “Schau mal, Schatz – ich habe dir deine Lieblingsschokolade mitgebracht.”

Tja, irgendwie hat das schon System, dass er meine diesbezüglichen Vorhaben regelmäßig unterwandert. ; ) Aber ich will mal nicht so sein: Er redet mir nicht drein und vertilgt auch meine zuckerfreien Mahlzeiten ohne zu meckern. Zumindest, solange Fleisch mit am Start ist. Wenn nicht, schwingt er eben selbst den Kochlöffel. Er kocht vorzüglich, womöglich sogar noch besser als ich. Was für meine Wenigkeit Freud und Leid zugleich bedeutet. Denn bei ihm rangiert ganz klar Genuss vor Gesundheit. Und wenn dann die köstlichen Düfte seiner kulinarischen Meisterwerke durch`s Haus strömen, muss ich mich schon arg zusammenreißen, um zu widerstehen. Das weiß er auch. Also sehe ich zu, dass es gar nicht erst soweit kommt. ; )

Latent genervt ist er aber schon davon, dass ich mich dem dolce Vita (,zumindest, was die essbare Seite davon anbelangt,) momentan so penetrant verweigere.

Dies demonstrieren mir so kleine Szenarien wie gestern Abend, als er an meiner Statt unser Eiliensche aufzieht, da ich mich seinen Trietzversuchen nicht mehr zugänglich zeige. Sie übt sich gerade in Silbentrennung. Außerdem hat sie uns in der vergangenen halben Stunde mindestens 100 Ja-oder-Nein-Fragen gestellt.

M.: “Ja-ah-ha!! Siehst du, das hat sogar drei Silben.”

Das Eiliensche erwidert: “Und Papa hat wie Kacka zwei Silben.”

(High Five, Tochter. ;.))

Zurück zu meinem Zuckerfrei-Projekt. Die Choco-Crossies-Vernichtungsaktion war zum Glück mein einziger Aussetzer. Und darauf bin ich sogar ein wenig stolz. Denn normalerweise agiere ich in solchen Fällen nach dem Motto: “Jetzt ist es eh schon wurscht.”

Aber ich will nicht lügen. Es ist schon hart. Für mich. Mein Verlangen nach Zucker kommt und geht. Bei mir ist es nicht so wie bei anderen, die nach ein paar Tagen kalten Entzugs mit dem Thema durch sind. Was sicher auch daran liegt, dass ich Zucker in erster Linie aus emotionalen Beweggründen heraus konsumiere. Insbesondere dann, wenn ich mich beruhigen möchte. Wobei das strenggenommen ein Widerspruch in sich ist, da ich dadurch ja gleichzeitig negativ aktiviert werde.

Teilweise kann ich dieses Bedürfnis mit dem Gitarrespielen auffangen. Unseren Nachbarn bluten wahrscheinlich schon die Ohren, so oft wie sie in den vergangenen Tagen mein Geschrammel haben anhören müssen. Manchmal frage ich mich echt, warum sich das mein “Insta-Umfeld” freiwillig antut.

Zumindest spiele ich inzwischen nicht mehr so oft Nachts, weil ich da ja jetzt tatsächlich ab und zu schlafe. Immerhin habe ich seit zwei Wochen keine Benzos (Schlaftabletten) angerührt und es gab in diesen 14 Tagen keine einzige Nacht, die ich komplett durchgemacht habe. Wenigstens ein bis zwei Stunden habe ich immer gepennt. Das ist schon wirklich ein enormer Fortschritt. Und an dieser Erkenntnis klammere ich mich fest, wenn mich mein zuckriger Schweinehund zu überwältigen droht.

Kampfansage

Wenn Schlafes Bruder der Tod ist, dann ist Insomnia wohl die fiese, kleine Schwester der beiden? Jedenfalls sage ich dem blöden Miststück jetzt endgültig den Kampf an.

In den letzten Monaten hat die Schlaflosigkeit wieder ähnliche Ausmaße angenommen wie seinerzeit direkt vor dem Burnout. Sprich, ich schlafe alle 3 Nächte mal 3 Stunden und dazwischen so gut wie gar nicht. Mein Leidensdruck und meine Verzweiflung sind inzwischen enorm, auch wenn Außenstehende mir das selten ansehen. Es sei denn, ich breche auf offener Straße in Tränen aus. Ist auch schon passiert, aber prinzipiell bin ich geübt im Überspielen und ich neige nicht einmal dann zu Augenringen, wenn ich kurz davor bin, den Löffel abzugeben. Und glaubt mir: Auch damit habe ich mehr Erfahrung, als mir lieb ist.
Letzte Nacht habe ich selbst mit Schlaftablette kein Auge zubekommen. Und auch die Zeit zwischen den Jahren habe ich – von kurzen Unterbrechungen einmal abgesehen – quasi durchgemacht.

Dass die Problematik nun wieder derart eskaliert ist, schreibe ich insbesondere den aktuellen privaten Herausforderungen, meinem massiven Zuckerkonsum und dem Trainingsmangel zu. Leider fahre ich gerade wieder auf der emotionalen Essschiene und das mit mindestens 400 Sachen.

Nicht nur einmal habe ich festgestellt, dass Zucker dem Schlaf nicht gerade förderlich ist (- all die anderen Malaisen, die er im Schlepptau hat, mal außen vor). Und auch dass Bewegung im Sinne von ordentlich Auspowern es leichter macht, in einen Entspannungszustand zu finden und, so Gott will, ins Reich der Träume hinübrzudriften, ist für mich zur unumstößlichen Wahrheit geworden.

Eigentlich bin ich mittlerweile ein Gegner von guten Vorsätzen, da ich die meist eh nicht einhalte, aber so geht es echt nicht mehr weiter. Hier brennt gerade die Luft und bevor meine letzten paar verbliebenen Gehirnzellen auch noch im von Insomnia entfachten Inferno dahinschmelzen, sollte ich lieber Wasser holen, statt nur daneben – also neben mir – zu stehen und dumm zu glotzen.

Also:

Sport ⬆️

Zucker ⬇️

Figurtechnisch wird mir dieses Vorhaben sicher auch nicht schaden.

Ich wiege mich ja inzwischen äußerst selten und Kalorien zähle ich auch nicht mehr, obwohl mich diverse Posts auf Instagram in den letzten Tagen schon ziemlich getriggert haben, da bin ich ehrlich, aber nachdem ich nun in Sachen intuitivem Essen, abgesehen von den Zuckerschocks der letzten Wochen, doch schon recht weit gediehen bin, möchte ich auf diesem Weg bleiben und nicht wieder in alte Hamsterräder und Verhaltensmuster zurückfallen.

Wie ich nun aktuell auf der Waage feststellen konnte, habe ich meine größere Abnahme, die nun auch schon wieder drei Jahre zurückliegt, bis auf ca. 3kg halten können. Und damals habe ich mit Kalorienzählen abgespeckt. Ist an sich also schon eine gute Sache. Es sei denn, man ist essgestört. So wie meine Wenig- bzw. Fülligkeit. Da mir damals die Dokumentation meiner Fortschritte sehr geholfen hat, am Ball zu bleiben, möchte ich das wieder ähnlich handhaben. Wobei diesmal der Fokus nicht auf der Gewichtsabnahme, sondern auf einer Verbesserung des Schlafverhaltens liegt.

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Hier habt ihr auf jeden Fall schon mal ein Vorherbild. Dieses Foto ist vor wenigen Stunden entstanden. Und falls sich jemand wundert: Ich hab`s nicht so mit schicken, pinken Frauenhanteln. Ich trainiere mit den verstellbaren Hanteln meines Mannes. Die zwei Oschis hier wiegen zusammen 20,8 kg. Regelmäßiges Hanteltraining hilft mir zuverlässig gegen Rückenschmerzen. Mehr als spezielle Gymnastikübungen. An Cardio müssen meine 15.000 Schritte, die ich eh schon täglich reiße sowie mein Freestyle-Rumgetanze reichen.

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