Federfarbenfee

Von jung und angejahrt in Wort und Bild

Tag: zuckerfrei

Lieber Wellenlandschaft hüftabwärts als Gesichtsbaracke /Sport- und Zuckerupdate

Aktuell bin ich viel am Radeln, Schwimmen und tatsächlich auch am Schreiben.

Zum ersten Mal seit der Geburt meiner Töchter haben wir komplett kindfrei. Die beiden Mädels sind gerade für ein paar Tage bei meinen Eltern zu Besuch. Nachdem wir uns alle sieben Monate lang nicht gesehen haben, war die Sehnsucht groß und die Wiedersehensfreude natürlich auch. 

Trotzdem war und ist es für mich ein eigenartiges Gefühl, ohne meine Kinder zu sein und ich habe mich anfangs auch gar nicht so leicht damit getan, loszulassen. Zudem hatte ich etwas Sorge, dass sich meine Eltern mit dem mehrtägigen Kindersitting übernehmen. Zumal die Woche zuvor bereits meine Schwester mit meiner kleinen Nichte zu Besuch war.

Unsere beiden Wirbelwinde spenden viel Lebensfreude und Herzenswärme, aber sie können auch ganz schön fordernd sein.

Doch unseren allabendlichen Telefonaten nach zu urteilen, genießen die Kinder und meine Eltern die gemeinsame Zeit in vollen Zügen. So soll es sein.

Und auch M. und ich kosten sowohl die zweisamen als auch jene Momente, die wir alleine verbringen, zugegebenermaßen bis zur Neige aus. Es tut schon sehr gut, sich hin und wieder ganz auf sich konzentrieren zu dürfen und nicht ständig alle Antennen ausfahren zu müssen. Ich kann einfach mal tun und lassen, was ich will. 

Dementsprechend oft bin ich im Wasser anzutreffen. : ) Und ich habe “meinen” See jetzt endlich auch wieder “durchschwommen”. Das war mein erster offizieller Akt am ersten offiziellen kindfreien Tag. ; )

Nachdem die Sonne bei dem Foto am See rücksichtsvoller Weise mein Gesicht zensiert hat, wurde anschließend noch dieses Indoor-Folgefoto geschossen:

Und tatsächlich mag ich meine Visage auch. Viel mehr als meine Oberschenkel etwa. Deshalb zeige ich letzere – eiskalt – nicht. Ich bearbeite meine Bilder überhaupt nicht, aber ich kann mich auch nicht dazu überwinden, Fotos von mir einzustellen, auf denen ich aussehe wie zwei übereinander geklebte Teigklumpen mit zwei Armen und Beinen.

Und Fotos vermögen so oder so zu lügen. Sie können einen hässlicher, hübscher, jünger, älter, dicker, dünner machen – und dazu braucht es nicht einmal Photoshop. Es reicht ein mehr oder weniger günstiger Aufnahmewinkel und ein mehr oder weniger schmeichelhaftes Licht. Und die eigene Ausstrahlung, die m.E. das Wichtigste ist, variiert ohnehin je nach Tagesform und Stimmung … und Fotograf. ; )

Sei’s drum. Ich bin dafür, dass ein jeder das an sich betont, was er mag. Das vermittelt einem ein wesentlich besseres Gefühl, als wenn man sich auf seine Schwachstellen fokussiert.

Und ich lasse mich sicherlich nicht von irgendwelchen Menschen mit Idealmaßen davon abhalten, einer meiner mir liebsten Beschäftigungen, dem Schwimmen, nachzugehen. Würde mich da auch nur ein Einziger/ eine Einzige blöd anmachen, erhielte er folgende Antwort: “Lieber eine Wellenlandschaft hüftabwärts als eine Gesichtsbaracke.”

Aber ad dato ist zum Glück bei meinem Anblick noch keiner tot umgefallen und wenn ihr euch mal am See, am Meer oder im Freibad umguckt, werdet ihr erkennen, dass gerade die vermeintlichen Makel einen Menschen aus der Masse herausstechen lassen und ihn interessant machen.

Je älter ich werde, desto mehr merke ich generell, dass ich schlanke Menschen per se nicht zwingend attraktiv finde. Eine Barbie mit verkniffenen Gesichtszügen, die angewidert ihren kleinen Zeh ins Wasser tunkt, ist in meinen Augen z.B. viel weniger schön als eine üppige Frau, die sich jauchzend in die Fluten wirft.

Tatsächlich hat Attraktivität für mich wenig mit einer bestimmten Körperform, aber sehr viel mit Ausstrahlung und einer lebensbejahenden Einstellung zu tun.

Wie ich ja bereits mehrfach erwähnte, fahre ich seit einigen Wochen ein ziemlich intensives Sportprogramm und ich muss sagen, dass Sport für mich neben der Ernährung immer noch die beste Medizin für so vieles ist.

Vor allem wirkt er stimmungsaufhellend, er gibt einem ein gutes Körpergefühl, er hilft enorm beim Stressabbau, er stärkt die Immunabwehr und das Herz-Kreislaufsystem und er lässt zumindest mich automatisch zu gesünderen Nahrungsmitteln greifen. 

Mein Ruhepuls liegt seit einer Weile wieder zwischen 50 und 60, was für mich hibbeliges Nerverl echt famos ist und seit 2 Wochen bin ich (daheim) komplett haushaltszuckerfrei. Bin ich irgendwo eingeladen, verweigere ich mich einem Stück Kuchen jetzt nicht prinzipiell. Das esse ich nicht im stillen Kämmerchen, um mich zu beruhigen oder zu entspannen. Das ist in Ordnung. Da habe ich nicht das Bedürfnis nach mehr.

Die letzten Nächte habe ich auch endlich wieder besser geschlafen, was aber eher daran liegt, dass ich momentan grundsätzlich etwas relaxter bin. Dieser Zustand kann sich aber auch wieder schlagartig ändern. Spätestens dann, wenn ich mich nicht mehr regelmäßig im Wasser aufhalten kann. Wasser entspannt mich. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben.

Apropos Bewegung: Die HIIT-Trainings von Lucy Wyndham-Read zeigen allmählich nicht nur innerlich, sondern auch optisch Wirkung. Bei mir zunächst vor allem am Bauch, weil ich da am wenigsten Fett habe – im Vergleich zu meinem restlichen Körper. ; )

Status Quo in Sachen Zuckerreduktion / Rezepttest “Zitronenkuchen ohne Zucker und Mehl”

Auf meinem Weg zur zuckerfreien Ernährung mache ich ja bekanntlich meist zwei Schritte vor und einen zurück. Hin und wieder kugele ich auch versehentlich einen Abhang hinunter, der sich urplötzlich und in gar tückischer Manier vor mir auftut. Der Wiederaufstieg gestaltet sich ein jedes Mal mühsam, aber grundsätzlich komme ich schon irgendwie vorwärts.

In den letzten Wochen wurden die Fortschritte jedoch sukzessive größer und die Rückschritte kleiner. Ich glaube, der entscheidende Faktor war da mein intensives Sportprogramm, an dem ich trotz Schlaflosigkeit weiterhin festhalte. Der Sport lässt mich nicht immer mehr, aber dafür effizienter schlafen. D.h., auch wenn ich nur 2-3 Stunden schlafe, ist mein Tiefschlafanteil mit Sport höher. Es sei denn, ich mache die Nächte durch, was momentan auch wieder viel zu oft vorkommt.

Leider werden mich also weder die zuckerreduzierte Kost noch der viele Sport von Insomnia kurieren. Auch wenn ich so sehr darauf gehofft habe.

Trotzdem profitieren meine Gesundheit und mein Wohlbefinden enorm von beidem und vor allem auch vom (Haushalts)zuckerentzug.

Viele belächeln mich dafür, dass ich um das süße Gift solch ein Trara mache, aber ein trockener Alkoholiker wird ja auch nicht belächelt, wenn er zu Wasser statt zu Prosecco greift.

Ich liebe guten Rotwein und genieße ihn sehr, aber nach spätestens 2 Gläsern hab ich genug. Da ist kein Drang in mir, die ganze Flasche zu leeren. Bei Schokolade sieht es ganz anders aus. Da reicht meist nicht einmal die 300g-Tafel. Und mit kompletter Abstinenz fahre ich echt am besten.

Noch bin ich zwar nicht auf und über dem Berg, aber ich merke nun doch endlich, wie mein Verlangen nach Zucker allmählich schwindet.

Trotzdem habe ich schon hin und wieder Lust auf süße Köstlichkeiten wie z.B. einen saftigen Zitronenkuchen. Und mein Mann ist da auch ein großer Fan von.

Also habe ich heute doch mal wieder einen Versuch in Sachen “zuckerfrei backen” unternommen. Obwohl ich mich schon als recht versierte Bäckerin bezeichnen würde, sind meine Experimente mit Erythrit, Xylit und Co. doch meist in die Hose gegangen. Auch wenn ich etwa Stevia schon gerne und oft zum Süßen von heißem Pfefferminztee u.ä. nutze.

Erytrith mag ich aber von der Konsistenz her nicht so und irgendwie hinterlässt es so ein seltsames Gefühl auf der Zunge und im Magen. Obwohl es geschmacklich gut ist.

Diesen Kuchen hier habe ich nach einem Rezept von Staupitopia Zuckerfrei (Link siehe unten) gebacken. Auch sie verwendet Erythrit, aber der Trick ist der, dass das Zeug vorher via Smoothiemaker oder Mixer in Pseudo-Puderzucker verwandelt wird. Stauben tut der wie ein echter. : D Und er sieht auch so aus.

Die Konsistenz wird dadurch tatsächlich enorm verbessert. Und der Kuchen, der abgesehen vom Zuckeraustauschstoff auf rein natürliche Zutaten setzt, schmeckt auch wirklich
vorzüglich. Mein bestes “Zuckerfrei-Backen”-Experiment ad dato.

Die gemahlenen Mandeln, die hier statt Mehl zum Einsatz kommen, harmonieren auch hervorragend mit den Zitronen.

Also, alles top. Bis auf das komische Gefühl, welches das Erythrit nach wie vor bei mir hinterlässt. Aber wenigstens hält mich das davon ab, den ganzen Kuchen auf einmal zu verputzen. 😉

Hier der Link zum Rezept:

Zitronenkuchen ohne Zucker und Mehl

Projekt Zuckerfrei: Woche 5 – 7 und Fastenzeit / Selbstwahrnehmung

Auch an dieser Front ist es nun wieder an der Zeit für ein Update.

Wie geht es mir mit meiner Zuckerentwöhnung?

Nun, ich will ehrlich mit euch sein. Es ist immer noch ein ständiges Auf und Ab.

Wie ich bereits in einem meiner kürzlichen Beiträge habe anklingen lassen, hatte ich letzte Woche drei katastrophale Nächte am Stück und der Schock darüber, dass Insomnia im Gegensatz zu mir – ich hatte da wirkliche eine sehr “brave” Woche im Rücken – nicht nach den Regeln spielt und immer noch so verdammt viel Macht über micht hat, war heftig. Zudem wird im schlaflosen Zustand in meinem Hirn ein Schalter umgelegt und die Zuckergier übermächtig.

Daher bin ich diesmal nicht nur gestrauchelt, sondern auch ziemlich hart auf den Boden der Tatsachen geknallt. Aber ich bin wieder aufgestanden und die vergangenen Nächte waren auch wieder wesentlich besser – und kein Vergleich zu den schlimmen Monaten vor meiner Zuckeraskese.

Dass ich nun sogar mehrmals pro Woche auf 6 Stunden Schlaf pro Nacht komme, wäre noch Weihnachten völlig undenkbar gewesen.

Auch mein Immunsystem hat sich nicht nur gefühlt massiv verbessert. Seit 2015, das Jahr von Ämmales Geburt und zugleich jenes, in dem ich so schwer krank war, habe ich quasi non stop mit irgendwelchen Infekten gekämpft. Nun bin ich zum ersten Mal die Einzige in der Famille, welche die Erkältungs- und Grippewelle ad dato halbwegs unbeschadet überstanden hat. Toi, toi, toi. Ich hoffe, das bleibt so.

Da ich in diesen 7 Wochen weder weniger noch kalorienärmer gegessen habe, hat sich bisher lediglich ein Kilo verabschiedet. Ist nicht weiter tragisch, da mein Fokus wie gesagt eh nicht auf Gewichtsreduktion liegt oder lag.

Aber ich möchte den heutigen Beginn der Fastenzeit auch zugleich als kleinen Kick-Start in dieser Hinsicht betrachten: Ein anderes Profil auf Instagram hat zu einer 30-Tage-ohne-Süßigkeiten-Challenge aufgerufen.

Ich mache da gerne mit und werde in der Zeit auch versuchen, meine zuckerfreie Nahrungszusammensetzung etwas bewusster anzugehen, sprich, nicht einfach mal so nebenbei 1.000kcals in Form von Haferflockenmatsche zu inhalieren und mich auch wieder auf weniger kaloriendichte Lebensmittel zu konzentrieren.

Ich denke, nun bin ich bereit für diesen Schritt. Zu Beginn meines Zuckerfreiprojekts wäre das zu viel gewesen. Da ging es erstmal nur darum, Abstand zu dem weißen Gift zu gewinnen, auch wenn das bedeutete, dass ich die Unmengen an Schokolade, die ich zuvor verputzt habe, mit ebensolchen Unmengen an Porridge und Co. kompensiert habe. Letzteres steht natürlich noch weiterhin auf meinem Speiseplan, aber hoffentlich ab sofort in “normalen” Portionsgrößen.

Erdnüsse sind auch so ein Thema. Die knabbere ich fast allabendlich. Und obwohl ich zu Nüssen in der Schale greife, bin ich inzwischen eine Art Nussknackerprofi geworden. : D Deshalb wandern da nunmehr auch immer beeindruckendere Mengen in meinen gierigen Schlund. Kein Wunder also, dass mein Hüftgold so anhänglich ist. Aber nun packen wir es sanft, aber bestimmt bei den Love Handles!  

In diesem Zusammenhang ist es vielleicht auch angebracht, noch einmal auf meine Selbstwahrnehmung als “neurotisches, verpeiltes und pummeliges Wrack einzugehen. Eventuell muss ich die doch ein wenig näher erläutern bzw. relativieren. So übel, wie man es angesichts dieser radikalen Äußerung annehmen möchte, ist mein eigenes Bild von mir nämlich gar nicht und ich weiß durchaus nicht nur um meine Schwächen, sondern auch um meine Stärken.

Pummelig ist für mich auch nicht gleichbedeutend mit hässlich. Ich halte mich trotz und evtl. sogar auch wegen meiner Kurven schon für ansehnlich und ich denke, die meiste Zeit strahle ich das auch aus.

Nein, ich bin nicht der verunsicherte, schüchterne und sich im worst case selbst bedauernde Mauerblümchentyp und das wollte ich auch nicht vermitteln. Vielmehr halte ich meine Durchsetzungsfähigkeit für eine meiner größten Stärken. Ich gehe grundsätzlich keiner Konfrontation und keinem Konflikt aus dem Weg, bin aber auch bereit dazu, meine Fehler zu erkennen und daran zu arbeiten. Ja, ich würde sagen, ich bin eine Kämpfernatur.

Außerdem bin ich ehrlich, direkt, leidenschaftlich und temperamentvoll. Letzteres halte ich nicht für eine Schwäche.

Gerechtigkeit ist mir wichtig.

Ich bin das Gegenteil von “abgestumpft”. Ich bin sehr emotional, fühle viel Liebe in mir und kann auch viel Liebe geben. Der Preis dafür sind extreme Sensibilität und hohe Verletzlichkeit.

Ich lasse mich gerne begeistern und inspirieren und begeistere und inspiriere auch selbst gerne.

Wenn der Schlafmangel meine Gehirnzellen gerade nicht im Akkord killt, liegt mein IQ definitiv über Zimmertemperatur. Tatsächlich würde es mich viel mehr treffen, hielte man mich für dumm statt für verfressen.

So, liebe Phoebe, das war jetzt wohl Selbstbeweihräucherung genug. : )

Hier noch die Beiträge von Tag 3 bis 5 meiner Bücherchallenge:

Projekt Zuckerfrei: Resümee Woche 4 und Coverrelease

Sowohl was mein Buch- als auch was mein Zuckerfreiprojekt angeht, sollte ich meinem Sternzeichen alle Ehre machen. Dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Tatsächlich sind in der letzten Woche süße, oder besser gesagt zuckrige Fehltritte ausgeblieben. Und es ist mir diesmal erstaunlich leicht gefallen.
Allerdings esse ich insgesamt deshalb nicht weniger oder niederkalorischer, muss ich zugeben. Auch schüsselweise zuckerfreies Bircher Müsli haut ganz schön rein, aber es ist halt wesentlich gesünder als die Berge an Süßigkeiten, durch die ich mich zuvor gegessen haben. Und vor allem lässt mich dieses Tryptophanbömbchen besser schlafen.

Dennoch habe ich vorgestern mal wieder eine Nacht komplett durchgemacht. Ich weiß aber, woran es liegt: Die Sorge um meinen Mann, der gerade mit einer Lungenentzündung kämpft und um einen weiteren Menschen, der ihm und mir nahesteht, haben mich wachgehalten – und wohl auch die Aufregung ob meiner Buchcoverenthüllung (siehe unten): Auch positive Erlebnisse, Eindrücke und soziale Interaktionen pushen mich enorm und dagegen kann dann selbst die Zuckeraskese nichts mehr ausrichten. Und es ist auch nicht so, dass sich positive und negative Emotionen gegenseitig neutralisieren. 😀

Dafür habe ich die übrigen Nächte immer jeweils zwischen vier und sechs Stunden geschlafen. Vergangene Nacht waren es auch wieder gute sechs Stunden. Ihr seht also: Es geht in dieser Hinsicht mit Siebenmeilenstiefeln voran und es gibt Tage, da fühle ich mich tatsächlich wie neugeboren.

Abnehmen steht bei mir momentan eh nicht so im Fokus, auch wenn ich es vielleicht nötig hätte. In dem einen Monat “Zuckerentzug” habe ich gerade mal ein Kilogramm verloren. Aber gut, das würde sich auch irgendwann läppern. 😀

Andernorts habe ich mein fertiges Buchcover für Band 1 meiner Trilogie bereits vorgestern präsentiert. Aber ihr hier bleibt natürlich auch nicht davon verschont. 😀

Leider hatte ich gerade im Hinblick auf Instagram einen desaströsen Fehler begangen. Dort ist es bekanntlich nicht möglich, Bilder noch im Nachhinein auszutauschen. Tja, und nun bleibt mein Faux-Pas im Klappentext dort für “alle Zeit” und jedermann sichtbar. Ich möchte den Post als Ganzes nicht löschen, weil ich sehr dankbar bin für all das schöne Feedback, das mir dort zuteil wurde. Und ehrlich gesagt bin ich auch jemand, der sich ärgert, wenn er irgendwo ausführlich kommentiert und der zugehörige Beitrag kurz darauf im Nirwana verschwindet.

Trotzdem könnte ich mir immer noch dafür in den Hintern beißen, dass ich ein “zu” zu viel im Klappen- bzw. Buchrückseitentext hatte. Ein Fehler auf dem Buchdeckel ist für mich ein unverzeihliches No-Go und ich hatte mir geschworen, dass mir so etwas niemals passieren würde, auch wenn ich leider prädestiniert bin für Flüchtigkeitsfehler. In dem Fall lautete der Text zuvor “… bis die ungünstigen Umstände drohen, ihr zum Verhängnis zu werden”. Das habe ich allerdings geändert in “bis die ungünstigen Umstände ihr zum Verhängnis werden.” Aber das kleine Wörtchen “zu” war so penetrant und ist einfach stehengeblieben. Tja, dumm gelaufen.

Zumindest ist das Buch noch nicht in Druck gegangen. Und inzwischen ist der Fehler, der von einer aufmerksamen Freundin entdeckt wurde, nachdem ihn zig Leute vorher übersehen haben – ich sag ja, meine Betriebsblindheit steckt an – auch längst ausgemerzt worden.

Obwohl mein Bauch und auch diejenigen Leser, die bereits einen Blick auf das (neue) Mäntelchen werfen durften, mir mitgeteilt haben, dass das Cover ansprechend und auch mit dem Inhalt stimmig ist, sind die Geschmäcker halt doch verschieden und allen kann man es eh nie recht machen.
So oder so steckt nicht nur in der Trilogie selbst, sondern auch im Buchdeckel mein ganzes Herzblut.

Meine persönliche Deadline für die Veröffentlichung des ersten Bandes ist nach wie vor der 28.02., aber ich schätze, das wird eng. Denn ich bin mit dem Buchsatz noch lange nicht fertig und mir nach wie vor unschlüssig, ob ich nicht im Print-Buch als kleines Schmankerl ein paar Zentangle-Illustrationen einfügen soll.

Wie gesagt habe ich das Cover, abgesehen von der Schrift, komplett selbst gezeichnet. Es mag daher nicht perfekt sein, aber auf jeden Fall ist es einzigartig.

Ich hatte versprochen, anhand des fertigen Covers zu erläutern, welche Erkenntnisse ich aus dem hier kürzlich vorgestellten Designratgeber mit eingebaut habe:

Vor allem habe ich diesmal bei der Anordnung von Schrift und Grafikelementen wirklich auf den “goldenen Schnitt” (die “5-zu-3-Regel”) geachtet.

Weiterhin habe ich nur wenige Farben verwendet, was vor allem dann wichtig ist, wenn man keine Farben aus der gleichen Farbfamilie verwendet.

Auch bei den Schriften habe ich nur zwei verschiedene verwendet. Eine Serifenschrift und eine serifenlose. Von großer Relevanz ist auch, dass diese zueinander und zur Geschichte passen.

So und nun nochmal ein kleiner, zugegebenermaßen nicht sonderlich eleganter Schlenker zurück zum Zuckerfreiprojekt: Ich werde meine diesbezüglichen Resümees ab sofort im vierwöchigen Turnus kundgeben. Ich denke, das reicht. Nun, da sich das Ganze schon soweit etabliert hat. Ich möchte euch ja nicht mehr langweilen als unbedingt notwendig. 😀

Durchhalten heißt die Devise!

Gestern war ich drauf und dran, mein “Zuckerfrei-Experiment” abzubrechen: Die Nacht zuvor hatte ich mal wieder kaum geschlafen, mein Kreislauf war im Keller und meine Laune sogar noch unterirdischer.

Vormittags ist mir dann meine Coverdatei abgeschmiert und all meine verzweifelten Versuche, sie wiederherzustellen, scheiterten.
Zwar konnte ich auf ein Backup vom Tag zuvor zurückgreifen, aber das, was ich gestern gezeichnet hatte, war komplett futsch. Dabei war ich endlich mal halbwegs zufrieden mit dem Weinblatt, das im ersten Band mit auf’s Cover soll. (Naja, jetzt bin ich zumindest wieder auf dem Stand von vor dem Komplettabsturz.)

Mein alter Laptop ist hinsichtlich Prozessor, Arbeitsspeicher und Grafikkarte eigentlich viel zu schwach auf der Brust, um damit komplexere, grafische Arbeiten erledigen zu können. Beim digitalen Zeichnen ist der kleine Rechner mit den vielen Ebenen, dem ständigen Radieren und häufigem Wechseln der Pinseleinstellungen völlig überfordert. Und davon ab sind er und mein Grafiktablett sich auch nicht so wirklich grün.

Mittags hab ich dann die Nudeln auf dem Herd vergessen. Die haben sich richtig schön und nachhaltig in den Topfboden gebrannt. Und während ich beim Schrubben einen Fluch nach dem anderen ausstieß, habe ich mir auch noch so heftig in die Zunge gebissen, dass ich kurzzeitig den Mund voller Blut hatte und damit zumindest meine Kiddies vom Zanken ablenken konnte.

Ich bin aber froh, dass ich nicht schwach geworden bin, denn heute geht es mir wesentlich besser. Ich habe tatsächlich ziemlich gut geschlafen – für meine Verhältnisse – und bis jetzt halten sich die Alltagskatastrophen auch noch in Grenzen. Aber der Tag ist ja noch jung.

Nachdem die vorhergehenden Coverentwürfe allesamt für die Tonne waren, ist mein Bauchgefühl bei meinem aktuellen Versuch eigentlich anhaltend gut. Und darauf vertraue ich jetzt einfach. Ich weiß, dass mein Buchdeckel markant von dem abweicht, was aktuell so in ist und auch, dass er wohl nicht gegen das Cover eines professionellen Designers anstinken kann, aber dafür ist da meine persönliche Note drauf. Und ich kann mit Fug und Recht behaupten, nicht irgendwelche Bilder “germergt”, sondern alles selbst gezeichnet zu haben.

Was gerade im Liebesromangenre an Einbänden so alles im Umlauf ist, spricht mich ohnehin Null, ja sogar minus Zehn, an.

Hinsichtlich des Hauptmotivs habe ich mich übrigens an diesem Bild orientiert, das ich vor vielen Jahren gemalt habe. Der ein oder andere Ex-MyTB-Leser wird es noch kennen:

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