Federfarbenfee

Von jung und angejahrt in Wort und Bild

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Taschenbuch “Zartherbe Liebe” Band 3

Nun ist es endlich da – das Taschenbuch zu Band 3! 💚🌷💚

Wie auch bei den beiden vorhergehenden Bänden bin ich von der Umsetzung seitens BoD sehr angetan. Das Grün auf dem Cover kommt genauso brillant rüber wie zuvor das Blau und das Gold. Das ist wirklich eine Kunst für sich, da ich mit einem srgb-Farbprofil und nicht mit den cmyk-Farben, die für den Druck verwendet werden, gearbeitet habe. Die Druckerei musste das also zunächst möglichst originalgetreu aufbereiten und das ist wieder einmal sehr gut gelungen.

Auch die geringere Deckkraft bei den Zeichnungen im Inneren, die ich in diesem Band besonders filigran erscheinen lassen wollte, wurde 1 zu 1 übernommen. Wunderbar. Auch wenn ich weiß, dass Eigenlob stinkt, ist Band 3 im Hinblick auf die Illustrationen mein Lieblingsteil.

Wenn ihr einen Blick in das Video hier werft, könnt ihr euch selbst ein Bild von dem machen, was sich zwischen den zwei Buchdeckeln verbirgt:

Dabei werdet ihr aber auch auf die beiden fehlerhaften Punkte stoßen. Aus unerfindlichen Gründen wurde bei Band 3 oben ein klitzekleines Stückchen zu viel abgeschnitten. Er ist auch tatsächlich ein Millimeterchen kürzer als die anderen beiden Bücher.

Weiterhin ist das “Frühjahr 2003” nebst Zeichnung auf eine linke Seite gerutscht. Das war mein Fehler. Aber irgendwie wirkt das auch so recht charmant (siehe Video). Daher lasse ich das jetzt einfach wie es ist und initiiere nicht deshalb allein eine Neuauflage.

💚🌷💚 Hier nochmal der Klappentext zum dritten Band 💚🌷💚:

Sylt, Herbst 2002: Der gemeinsamen Nacht mit Jon folgt eine nicht weniger stürmische mit Ralf. Doch zu Avas Entscheidungsfindung tragen die beiden leidenschaftlichen Intermezzi wenig bei.

Empört darüber, dass Ava noch immer nicht weiß, wen sie mehr liebt, folgt Ralf seiner Ex-Freundin Claudia zu den “Ärzten ohne Grenzen” nach Afghanistan.

Kurze später Zeit später macht Ava daheim in München eine überraschende Feststellung, die ihre Welt endgültig aus den Angeln hebt.

Währenddessen spitzt sich die Lage in Afghanistan zu …

Neues Romanprojekt und Taschenbuch “Zartherbe Liebe” Band 3

Weitere Recherchearbeiten für meinen neuen Roman, der wohl am ehesten als Psychothriller mit romantischem Touch zu klassifizieren ist …

Auch vor einschlägigen Fachpublikationen mache ich nicht Halt. : D Denn wie immer stehen für mich neben fesselnder Unterhaltung Authentizität und psychologische Tiefe an erster Stelle.

Heute beginne ich mit dem Schreiben und mir ist schon richtig feierlich zumute. 🙂

Auch mit “Am Anfang war Lila” wird es wohl demnächst weitergehen, aber ich bin mir noch unschlüssig, in welcher Form ich diese Geschichte zukünftig veröffentlichen werde. Ad dato stehen da ja bereits an die 200 Seiten kostenlos als Blogroman auf meiner Webseite und auf Wattpad zur Verfügung. Wobei das Format “Blogroman” viel weniger gut funktioniert als das eBook auf Wattpad. Kann ich aber total verstehen. Ich finde Blogromane auch nicht gerade komfortabel zu lesen. Da dieser Dark Fantasy Roman zudem noch recht unausgegoren ist und weiterhin eine Dreiecksgeschichte als Nebenstrang beinhaltet, ein Thema, das ich in der “Zartherben Liebe” ja gesondert und für mich eigentlich auch abschließend behandelt habe, bin ich mir nicht sicher, ob ich “Lila” überhaupt irgendwann monetarisieren werde.

***

Noch eine kleine Info für alle, die auf das Taschenbuch zum dritten Teil meiner “Zartherben Liebe” warten: Gestern habe ich eine Email von BoD erhalten, die mir den derzeitigen Kapazitätsengpass dort bestätigt hat.

Ich selbst warte auch noch auf die von mir georderten Exemplare. Meine Bestellung ging direkt nach der Freigabe am 26.06. raus, aber noch ist kein Paketbote in Sicht.

Sobald die Bücher da sind, gebe ich nochmal Laut. Und ich werde es natürlich auch diesmal nicht versäumen, euch mit einem semiprofessionellen Buchfoto und einem Video über das grafische Innenleben zu beglücken. : D

Einen guten Wochenstart euch!

Cover: “Your Call” / Secondhand Serenade

Dieser Song ist recht einfach zu zupfen, aber ganz und gar nicht einfach zu singen. Zumindest nicht für mich. : D

Aber nun, nach ungefähr zwei Wochen Üben, hab ich den Dreh allmählich raus.

Dieses Stück ist kein sehr bekanntes, denke ich, aber ich liebe die melancholischen Klänge.

Hummeln und Bienen

“Aber ich kann doch nichts dafür, dass ich so früh aufstehe”, rechtfertigt sich das Ämmale. “Meine Augen wecken mich immer. Die gehen einfach auf und dann bin ich auch wach.”

Schlafen ist hier ja grundsätzlich ein sensibles Thema und ich hoffe inständig, dass meine Kinder sich in dieser Hinsicht niemals an ihrer gestörten Mutter orientieren werden.

Obwohl die Zuckerexzesse nur noch sporadisch auftreten und ich mich auch ansonsten vernünftig ernähre und sogar sporttechnisch wieder in der Spur bin, bin ich so schlaflos wie in meinen schlechtesten Zeiten. In mir ist eine extreme Unruhe, die ich selbst nicht richtig greifen kann. Und ich schaffe es einfach nicht, sie abzubauen.

Die letzten Nächte habe ich, obwohl eigentlich todmüde, gelesen, geschrieben, Gitarre gespielt, wie eine Besessene getanzt und ein HiiT-Training nach dem anderen absolviert – in der Hoffnung, einfach irgendwann erschöpft umzufallen, aber nada.

Trotzdem halte ich mich weiterhin an den schönen Momenten fest. Soeben haben diese kleinen Geschöpfe hier mein Herz erfreut. Die Fotos hat übrigens mein Mann gemacht. Ich möchte mich keinesfalls mit fremden Federn schmücken. Auch wenn er sich selbst für keinen kreativen und musischen Menschen hält: Ich sehe das anders. Vor allem hat er einen Blick für echte Schönheit:

Hier bin ich vorhin drüber gestolpert:

©isfies / Quelle: https://de-de.facebook.com/isfies/

Drachenschwanz und Spitzkohl

Was ist das? (Es geht um die Zeichnung oben links):

Mein Mann: “Ein Drachenschwanz über einem Spitzkohl.”

Meine Emma: “Eine Rose mit Dornen drumherum.”

Gutes Kind. ; )

M. kann sich heute, im Gegensatz zu mir, vor Inspiration eh kaum retten.

“Ich geh jetzt raus. Rasenmähen”, erklärt er, während er in seine Treter schlüpft.

“Ok.” Ich gebe ihm im Vorbeigehen einen Kuss.

“Also, in dieser Hose ist dein Hintern echt unwiderstehlich”, ergänzt er unvermittelt.

Nach ein paar Minuten liebevollem Gerangel – mehr ist nicht drin, mittem im Hausflur, mit den Kindern in und den Gummis außer Reichweite, fragt er:

“Kann ich jetzt so raus?”

Ich werfe einen Blick unter seine Gürtelinie und grinse: “Eher nicht.”

“Ja, ihr Frauen habt gut lachen”, schnaubt er. “Ihr gleitet unauffällig auf eurer Schleimspur dahin und wenn doch jemand was bemerkt, könnt ihr immer noch sagen: Das war gar nicht ich, sondern die Schnecke neben mir.”

Heute habe ich die Illustrationen für das Printexemplar von Band 3 endlich fertiggestellt. Jetzt muss ich sie nur noch in die Buchdatei einarbeiten. Hier ein paar Vorab-Impressionen:

Die Entstehung einer Zeichnung im Zeitraffer:

Bei den Kindern geht es die Tage bunter zu.

Das Eiliensche hat derzeit zwei- bis dreimal die Woche Schule und mein Ämmale hat sich für diese Woche noch “kindergartenfrei” auserbeten. Ist ja nicht so, als ob sie nicht die vergangenen 3 Monaten auch schon zu Hause gewesen wäre. ; )

Aber ich konnte ihr diesen Wunsch nicht abschlagen. Und es ist ja auch irgendwie schön, dass sie uns auch nach dieser langen Zeit noch immer nicht über hat.

Neues Bewertungssystem auf Amazon: “One Tap Review” öffnet Hatern Tür und Tor

Dass es Personen gibt, die im Amazonuniversum gezielt auf Selfpublisher losgehen, indem sie ihnen fadenscheinige 1-Sterne-Rezensionen verpassen, um den Bewertungsdurchschnitt massiv zu drücken, ist mir schon seit einer ganzen Weile bekannt. Oft zeichnen sich die “Rezensenten” dadurch aus, dass sie fast ausschließlich Selbstverleger konsequent mit nur ein bis zwei Sternen bewerten, und dass sie nicht einmal die Grundregeln in Sachen Orthographie beherrschen.

Durch das neu eingeführte Bewertungssystem “One Tap Review” wird es diesen Hatern noch leichter gemacht, die Autoren zu denunzieren und ihnen empfindlich zu schaden. Es braucht keinerlei Begründung und null Zeitaufwand. Ein Click und ein verifizierter Kauf genügen. Ob darunter auch Bücher fallen, die im Rahmen von Unlimited ausgeliehen oder innerhalb einer “Kostenlos-Aktion” erworben wurden, bleibt noch zu eruieren.

Doch da die Bücher der meisten Selfpublisher ohnehin wenig kosten, ist der verifizierte Kauf hier nur eine kleine Hürde. Einem hasserfüllten Menschen ist eine solche Attacke schon mal 2-3 EUR wert. Falls mein Buch ad dato nur über eine Handvoll Rezensionen verfügt und dann von irgendeinem dahergelaufenen Hater mit einem Stern abgestraft wird, ohne dass dieser auch nur einen einzigen Grund für diesen scheinbaren “Buch-Totalausfall” liefert, bietet dies den potentiellen Käufern null Mehrwert. Doch dem Autor tut das richtig weh. Psychisch und finanziell.

Mein erster Gedanke war gestern Abend: “Wer hasst mich so, dass er mein Buch kauft, nur um es mit einem Stern bewerten zu können?”

Zumal ich selbst ein absoluter Gegner von Fake-Rezensionen bin. Bei den Bewertungen unter meinem Buch handelte es sich bisher ausschließlich um echte Lesermeinungen und das ist mir auch sehr wichtig.

Ich gebe zu, dass mich diese Aktion getroffen, verunsichert und demotiviert hat. Ja, ja, ich weiß: Don`t feed the troll. Aber ich sehe auch nicht ein, dass man solch ein missgünstiges Gebaren einfach unter den Tisch kehrt.

Wenn eine 1-Sterne-Bewertung gerechtfertigt ist, muss ich sie schlucken. Sofern es sich hierbei um eine konstruktive Rezension handelt, die genau aufzeigt, wo die Schwachstellen liegen, bietet sie potentiellen Lesern eine echte Entscheidungsgrundlage und kann sogar für mich als Autor eine Chance sein, mich zu verbessern.

Da ich nun mal ich bin, habe ich Amazon angeschrieben. Auch wenn mir bereits vorher klar war, dass ich da wohl keine große Hilfestellung zu erwarten habe.

Trotzdem wollte ich auf diese Missstände hinweisen. Und ich bin ja nicht die einzige Betroffene. Interessanterweise prüft Amazon die 5-Sterne-Rezensionen ja schon recht gewissenhaft auf ihre Authentizität, aber ein Stern wird einfach so nebenbei durchgewunken, oder wie?

Hier meine erste Email an den Support:

ASIN: B085MJ2SZ2Betreff: 1-Sterne-Bewertung ohne Rezension / Begründung

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute habe ich für o.g. Band eine 1-Sterne-Bewertung ohne Rezension erhalten. Da die Rückmeldungen bisher ausschließlich positiv waren, liegt für mich der Verdacht nahe, dass es sich hierbei um einen Hater handelt, der nicht wirklich die Qualität des Produkts beurteilt, sondern lediglich daran interessiert ist, mir als Person bzw. Selfpublisherin zu schaden.

Bitte entschuldigen Sie die Umstände, aber für eine Überprüfung wäre ich dankbar. Schließlich bietet diese Bewertung den Lesern keinerlei Nutzen/Mehrwert.

Beste Grüße
Mary W. Luca

Daraufhin erhielt ich folgende Antwort:

Sehr hilfreich, wirklich. Obwohl ich den Support ad dato immer sehr positiv bewertet habe, gab es diesmal ein “Schlecht”. Immerhin kein “Schrecklich” und dafür mit Begründung:

“Sehr geehrte Frau …

es geht mir nicht darum, dass Sie mir die Daten des Bewerters preisgeben, sondern darum, dass Sie überprüfen, ob derjenige des Öfteren ohne Begründung und aus reiner Willkür einen Stern via One Tap hinterlässt.

Ich finde dieses Instrument nicht sehr hilfreich – weder als Barometer für die Kundenzufriedenheit noch als Entscheidungsgrundlage für die Leser, wenn es dazu missbraucht wird, Personen gezielt zu schaden. Mir ist bekannt, dass Rezensionen grundsätzlich sehr kritisch von Ihnen auf ihre Authentizität hin kontrolliert werden. Daher sollte auch bei One Tap eine adäquate Kontrolle erfolgen.

Wenn, wie bei besagtem Buch 21 Fünf-Sterne-Rezensionen”vorliegen, liegt es m.E. nahe, dass dem einen Stern in der 22. Berwertung keine echte Beurteilung des Inhalts zugrunde liegt.

Mit freundlichen Grüßen
Mary W. Luca”

Eben erhielt ich eine Email, dass mein Hinweis geprüft wird. Davon verspreche ich mir allerdings nichts.

Besagter Hater soll trotzdem wissen, dass ich derlei nicht auf mir sitzen lassen und auch zukünftige, aus der Luft gegriffene ein-Sterne-Bewertungen melden/monieren werde.

Who is who?

“Ich will aber, dass die Ayleen mit mir spielt! Jetzt!”, brüllt meine Zweitgeborene, während sie wie ein Irrwisch im Kreis herumrennt und zwischendurch wütend mit dem Fuß aufstampft.

“Das kannst du nicht erzwingen”. Ich fange meine Emma ein und versuche, sie mit einer Knuddelattacke von ihrem Trip herunterzuholen. Manchmal hilft das. “Wenn sie gerade nicht mag, mag sie nicht. Du hast auch nicht immer Lust auf alles, was wir dir vorschlagen. Soll ich dir ein Buch vorlesen?”

“NEIN!!!” Sie ist inzwischen hochrot im Gesicht. “Ich will mit Ayleen spielen!”

“Spiel doch einfach mal Einzelkind”, mischt sich mein Mann ein.

“Ja, wie der Papa. Der ist ja auch ein Einzelkind”, fängt Ayleen den Ball auf. “Und die Mama war bis sechs auch eine Art Einzelkind. Sie haben es doch auch geschafft.”

Emma ist ganz und gar nicht überzeugt und mein Schmunzler, der mir angesichts Ayleens Ausdrucksweise entwischt ist, macht sie erst recht rasend. Binnen einer Millisekunde mutiert sie zum Kampfzwerg und tritt wild um sich. Wenn sie so in ihrem Film ist, hilft gar nichts mehr. Außer sie in Ruhe (toben) zu lassen.

“Ich mach mal die Küche”, erkläre ich. Mein Code für: “Ich brauche eine Pause.” Zwar gehe ich zum Musikhören und Tanzen am liebsten in den Keller, aber in der Not räumt der Teufel auch die Spülmaschine aus. Ich stöpsele meine Kopfhörer ein, werfe die Musik an und schließe die Küchentür von innen. Mit Nachdruck.

Keine fünf Minuten später wird sie jedoch schon wieder geöffnet. Von meinen Töchtern.

“Die Emma liegt auf der Couch und will was Süßes”, informiert mich meine Erstgeborene.

“Hä?”, erwidere ich irritiert. “Die Emma steht doch neben dir?”

“Nein, das ist der Papa. Und der Papa ist die Emma. Und ich bin die Mama.”

“Aha”, mache ich, hole die schokoummantelten Erdnüsse aus der Schublade und begebe mich damit ins Wohnzimmer. M. liegt tatsächlich auf dem Sofa.

“Bitteschön, Emma!” Ich werfe ihm die Tüte zu, doch er macht keinen begeisterten Eindruck.

“Ich dachte, du wolltest etwas Süßes?”, frage ich. Immer noch latent genervt, weil meine persönliche Wellness-Time schon beendet war, kaum dass sie angefangen hatte.

“Ja, aber keine Schokolade”, lächelt mein Mann und erhebt sich.

Dann nimmt er Ayleen bei den Schultern und schiebt sie Richtung Kellertreppe.

“Du, Mama gehst jetzt in den Keller. Tanzen”, sagt er zu ihr.

“Und du Papa …” Er zieht Emma neben ihre Schwester. “Du schleichst hinterher und schaust durchs Schlüsselloch.”

“Und wir Kinder …” Er nimmt meine Hand und grinst mich an. “Wir gehen nach oben. Spielen.”

Buchrezension: “Der Augenblick der Liebe” von Martin Walser

Das Beste vorneweg: Ich liebe, nein, ich vergöttere Walsers Art, sich auszudrücken.

Neben seinem großen Interesse und Verständnis für die menschliche Natur, mit all ihren Stärken und Schwächen, ist es seine einzigartige Sprache, in der ich ein jedes Mal regelrecht schwelge, die mich dazu treibt, wieder ein weiteres seiner Werke in Angriff zu nehmen. 

Vermag die Handlung per se, sofern überhaupt vorhanden, auch nicht immer zu fesseln: Walsers ureigene und daher so herrlich unverbrauchten Wortkompositionen, seine Kunst, auch einfache Begriffe so zu arrangieren und zu nutzen, dass die daraus geformten Aussagen weitaus mehr Bedeutung(en) haben als die jeweiligen Sätze Buchstaben und natürlich der leise, oft in Selbstironie mündende Humor – all das packt einen dafür direkt an der Wurzel. Mich zumindest.

Und seien die Brocken, die er einem zum Fraß vorwirft, auch noch so schwer verdaulich: Man wird sie andächtig und mit Genuss verspeisen. Schon allein deshalb, weil sie so appetitlich angerichtet sind.

Viele seiner Aussagen, wie etwa jene über das “Gefangensein” sind universell bzw. steht es einem jeden frei, sie so für sich zu interpretieren, dass sie Erkenntnis und persönlichen Nutzen stiften, obwohl sie vom Initiator dieser Gedankenanstöße womöglich ganz anders gemeint waren. Das ist für mich auch ein sehr reizvolles “Walser-Charakteristikum”.

Die ausufernden Passagen über La Mettrie hingegen fand ich irgendwann recht ermüdend. Sie wirkten auf mich wie eine Rechtfertigungsorgie. L’ organisation. Les remords … Vielleicht bin ich aber auch einfach nicht gebildet genug, um die Tragweite dieser Diskurse über unnötige Schuldgefühle vollumfänglich zu begreifen. Jedenfalls brummte mir nach dem Lesen der Schädel. Und ich bin nun auch nicht wirklich motiviert, mich mit La Mettrie eingehender zu beschäftigen. 

(Kurz streift Walser bzw. sein Alter Ego in diesem Zusammenhang auch den Holocaust. Für seinen Umgang mit dieser Thematik steht er ja nicht erst seit gestern im Kreuzfeuer der Kritik. Ich möchte mich dazu nicht näher äußern.)

Am Ende scheinen all diese präventiven Verteidigungsstrategien ohnehin obsolet. Weil das Herz sich nicht darum schert, was das Hirn für es austüftelt. 

Dieses ewige Bestreben, mit dem Verstand die Bedürfnisse des Herzens und die sogenannten niederen Triebe zu (er)fassen, ist mir dennoch wohlvertraut. Ebenso wie das zermürbende Hin und Her und die damit verbundene Zerrissenheit. Die vermeintliche Klarheit ist immer nur von kurzer Dauer. Was einem zunächst richtig erscheint, ist plötzlich von Grund auf falsch. Und wenig später verhält es sich wieder genau umgekehrt.

Anstrengend ist auch der in der Mitte des Buches vorherrschende Sprachmix aus  englischen, deutschen und französischen Versatzstücken. Zwar leuchtet mir durchaus ein, dass manches “unübersetzbar” ist und bleibt, aber dieses Kauderwelsch ist für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten.

Hin und wieder stellt sich der plötzliche Wechsel vom Deutschen ins Englische aber auch als sehr passend heraus. Etwa, als Zürn nach einem Händedruck des “Quetschers” konstatiert: “Nothing broken, so far.” 

Sympathisch wiederum finde ich, dass Walser … äh … Gottlieb Zürn dem weiblichen Geschlecht so zugetan ist. Doch trotz all der Wärme schimmert manchmal auch der Chauvi durch. Dadurch, dass er Frauen z.B. abspricht, etwas in SEINEN Augen Herabwürdigendes um ihretwillen zu tun, setzt er sie selbst herab. Das hat was von Entmündigung. “Fellatio” lautet hier auch das Stichwort.

Überhaupt haben die Darstellungen von Erotik in diesem Buch allesamt etwas von einem verkrampften Eiertanz, der mit echter Sinnlichkeit wenig gemein hat. Was eigentlich tragisch ist für jemanden, der sich doch so danach verzehrt – nach eben jener Sinnlichkeit.

Aber ebenso wie die Liebe selbst in jede ihrer schillernden Facetten niemals langweilig wird, werden mir auch Walsers Bücher niemals fad. 

Über das Schreiben und das Werben / eBook-Release “Zartherbe Liebe: Ende einer Odyssee”

Ja, ja, schon wieder Werbung. Ich weiß. Auf WordPress hat bereits ein Bloggerkollege meine Buch-PR moniert und auch auf Instagram sind mir vereinzelte Autoren entfolgt. Interessanterweise in erster Linie solche, die selbst am laufenden Band ihre Schreibprojekte dezidiert darstellen und alle Naselang irgendwelche Zitate aus ihren eigenen Werken posten. So ganz nachvollziehen kann ich dieses Gebaren daher nicht. Zumal ich niemand bin, der einen jeden seiner Sätze feiert, als würde es sich dabei um das nächste Stück Weltliteratur handeln.

Gerade Autoren müssten wissen, wie schwierig es ist, als Schreiberling Fuß zu fassen, wenn man nicht zufällig einen großen Verlag mit einem fetten Marketingbudget im Rücken hat. Und selbst bei Publikumsverlagen bleiben Debütautoren oft nahezu unsichtbar, weil sie, anders als die alteingesessenen Zugpferde, keine sichere Bank sind und daher kaum in sie investiert wird. Ich freue mich für jeden Autor, der “es schafft”, dessen Passion in irgendeiner Form gewürdigt wird. Und besonders laut schlägt mein Herz für die Selbstverleger, die ihre Kunststücke ohne Netz und doppelten Boden vollführen und die, auch ohne gepampert und gepudert zu werden, ihren Weg unbeirrt weitergehen. Oft entstehen dabei echte Perlen, die gerade durch ihre Unregelmäßigkeiten und ihre Andersartigkeit bestechen.

Keine Frage: Es gibt unglaublich viel Schrott in der Selfpublisherszene, weil sich aufgrund der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten auch solche Leute plötzlich zum Schreiben berufen fühlen, die selbst noch nie ein Buch zu Ende gelesen haben und/oder die den großen Reibach wittern. Letzteres ist eine Fehlannahme. Sofern man nicht zu den gefeierten Bestsellerautoren gehört, ist das Schreiben ein Pfenniggeschäft und den Stundenlohn darf man sich gar nicht erst ausrechnen. Man muss die Schriftstellerei schon wirklich lieben, um trotzdem weiterzumachen.

Mich nervt Buchwerbung auch. Wenn sie zu offensiv, lieblos und unkreativ gestaltet ist. Und wenn einem hundertmal am Tag der gleiche Post mit dem gleichen Text um die Ohren gehauen wird. Das versuche ich zu vermeiden und meine Ankündigungen auch wohl zu dosieren. Aber verbieten lasse ich sie mir nicht.

Ich habe dreieinhalb Jahre an dem Roman geschrieben.

Die Schriftstellerei ist keine flüchtige Laune, keine vorübergehende Marotte für mich. Sie ist eine Passion. Immer schon. Bereits im Kindergarten habe ich meine Spielkameraden mit selbsterfundenen Geschichten unterhalten und ein jedes Mal, wenn ich gefragt wurde, was ich werden wollte, antwortete ich: “Schriftstellerin”. Und auch wenn ich in den letzten Jahrzehnten nicht den Mut, die Möglichkeiten und die Kraft hatte, endlich mal eine Veröffentlichung zu wagen: Geschrieben habe ich immer. Ob für mich oder für andere oder beides.

So, nun aber genug mit dem Rechtfertigungs-Gesülze und zum eigentlichen Thema:

Das eBook zum letzten Teil meiner “Zartherbe-Liebe”-Trilogie ist jetzt bei Amazon erhältlich. Das Taschenbuch wird in ungefähr vier Wochen folgen.

Klappentext:

Sylt, Herbst 2002: Der gemeinsamen Nacht mit Jon folgt eine nicht weniger stürmische mit Ralf. Doch zu Avas Entscheidungsfindung tragen die beiden leidenschaftlichen Intermezzi wenig bei.

Empört darüber, dass Ava noch immer nicht weiß, wen sie mehr liebt, folgt Ralf seiner Ex-Freundin Claudia zu den “Ärzten ohne Grenzen” nach Afghanistan.

Kurze später Zeit später macht Ava daheim in München eine überraschende Feststellung, die ihre Welt endgültig aus den Angeln hebt.

Währenddessen spitzt sich die Lage in Afghanistan zu …

Auszüge:

“Jenes Zwitterwesen, welches sich lange Zeit nicht entscheiden konnte, ob es freundschaftlicher oder partnerschaftlicher Natur sein sollte, zeigte nun endlich sein wahres Ich: eine tiefe Liebe, die sogar in ihrem innersten Kern alles andere als platonisch war. Und das bedeutete auch, dass sie niemals mehr so weitermachen konnten wie bisher.
Ralf schon allein aus Gründen des Selbsterhalts nicht.

So souverän er auch jahrzehntelang über den Dingen, Avas ersten amourösen Gehversuchen, ihrer Liebe zu Jon und auch über der Beziehung mit Christoph gestanden haben mochte: Damit war nun Schluss und die augenscheinliche Distanz dahin. Spätestens seit gestern Abend konnte er nicht mehr so tun, als wäre er außen vor.

Er war nun endgültig Teil des Systems. Ob er wollte oder nicht. Und er würde dieses instabile, nicht wirklich lauffähige Gebilde eher zum Kollabieren bringen, als es weiter vor sich hin ruckeln zu lassen. Ava kannte Ralf gut genug, um zu wissen, dass er demnächst auf eine Entscheidung drängen würde. Und dieses ‘demnächst’ bemaß sich eher in Stunden als in Tagen.”

***

»… Hier ist wie immer die Hölle los. So oft habe ich mir noch nie gewünscht, mich klonen zu können. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen. Aber es gibt auch viele Erfolgserlebnisse und Glücksmomente, die einem vergegenwärtigen, wofür man diesen ganzen Wahnsinn auf sich nimmt. Gestern habe ich ein Baby via Kaiserschnitt geholt. Die Mutter hätte das Kind eigentlich zu Hause zur Welt bringen sollen, weil ihr Mann sie partout nicht aus dem Haus lassen wollte. Wenn die Schwester der Schwangeren nicht alles drangesetzt hätte, dass sie zu uns ins Krankenhaus kommt, wären beide gestorben.

Ich sag’s dir, Ava. Du kannst dir nicht vorstellen, was hier abgeht. In Deutschland sind Entbindungen im Krankenhaus und Kaiserschnitte Standard. Aber hier bekommen die meisten ihre Babys daheim. Wegen der kulturellen Beschränkungen und auch aus Kostengründen. Ein Kaiserschnitt ist für das Gros der Bevölkerung unbezahlbar und wird in anderen Krankenhäusern darüber hinaus oft ohne Anästhesie durchgeführt. Diazepam muss da reichen – bei einer Bauch-OP!

Und die werdenden Eltern haben oft keine Ahnung von den Komplikationen in der Schwangerschaft und bei Hausgeburten. Zur Vorsorge gehen sie ja auch nicht. Sofern die überhaupt angeboten wird. Deshalb ist hier die Mütter- und Säuglingssterblichkeit auch so hoch. Da ist noch wahnsinnig viel Aufklärungsarbeit nötig. Und ich als Mann hab hier sowieso einen schwierigen Stand. Oft wollen die Schwangeren nur von weiblichem Personal behandelt werden. …”

***

“Bevor sie antwortete, ließ sie ihren Blick zu dem prächtigen Pfau hinüberschweifen, der geradezu majestätisch über die Wiese schritt. Der nachtblaue Körper und die farbenprächtige Schleppe waren von bestechender Ästhetik. Die schillernden Augen der Schwanzfedern hatten etwas Magisches und das Tier machte keinen Hehl daraus, dass es die Aufmerksamkeit, die ihm zuteilwurde, als Selbstverständlichkeit hinnahm. Es war dazu gemacht, im Mittelpunkt zu stehen.

Genau wie Jon. Auch er würde Kraft daraus ziehen, wieder auf der Bühne zu performen und bejubelt zu werden. Für seine Musikalität, sein virtuoses Gitarrenspiel, seine betörende Stimme und nicht zuletzt für sein Charisma und seine Attraktivität, die für ihn ein ebenso natürlicher Bestandteil seiner selbst waren wie für den Pfau hier. Gottgegeben. Und niemals nur für einen Menschen, einen einzigen liebenden Partner gedacht.

Unwillkürlich musste Ava an das alte Sprichwort denken: “Einen schönen Mann hat man nie für sich allein.”
Und wenn diese Schönheit wie bei Jon weit mehr als nur äußerliche Attribute umfasste, machte das den Spruch nur umso wahrer.
Wie hatte Silke es damals formuliert: “Aber in der Praxis macht es einen systematisch kaputt. Wenn man alles haben will, aber sich mit einem Bruchteil begnügen muss. Mit so einem Mann zusammen zu sein, verlangt eine Stärke, die ich nicht habe.”

Danksagung:

Nun ist es also vollbracht: Die Geschichte um Ava, Jon und Ralf hat zumindest auf dem Papier ein Ende gefunden, mit welchem sowohl die drei Hauptprotagonisten als auch ihr Leser hoffentlich gut leben könnt.

Vom ersten Satz bis zur Veröffentlichung des dritten Bandes sind insgesamt mehr als dreieinhalb Jahre vergangen. Niemals hätte ich erwartet, dass ein kleines NaNoWriMo-Experiment am Ende solch monströse Ausmaße annimmt.

Den Menschen, die mich auf diesem nicht immer leichten Weg begleitet und mich auf ganz unterschiedliche Weise dabei unterstützt haben, diverse Stolpersteine zu umgehen und so manche Hürde zu meistern, möchte ich an dieser Stelle meinen besonderen Dank aussprechen:

Allen voran ist mein Mann zu nennen, der auch dann an mich glaubt, wenn ich es nicht mehr kann. Von jeher hat er meine schriftstellerischen Ambitionen ernstgenommen und wann immer es möglich ist, schafft er mir die notwendigen Freiräume, um dieser meiner Passion, die mich schon seit Kindheitstagen heimsucht, zu frönen.

Ein ganz herzlicher Dank gilt auch meinen Kindern, die es toll finden, dass ihre Mama Bücher schreibt und die meiner zeitweisen geistigen Umnachtung während des Schreibprozesses mit viel Geduld und liebevoller Nachsicht begegnen.

Und wo wir gerade bei der Familie sind: Dass meine Eltern, die sich normalerweise in ganz anderen literarischen Sphären bewegen und meine Schwester sich derart für meinen Roman begeistern konnten, hat mich natürlich ganz besonders gefreut.

Meiner Erstkorrektorin Sandra Grüter danke ich für ihr immenses Engagement und ihre beständige Begeisterung, die sie meiner Geschichte sowohl inhaltlich wie formal angedeihen ließ.

Oliver Bunk ist es zu verdanken, dass aus »Der Liebe zartherber Schmelz« »Zartherbe Liebe« geworden ist. Seine humorvollen Kommentare, die allesamt echte Schmankerl sind, hätten es verdient, in einem separaten Spin-Off veröffentlicht zu werden. Auch von seinem ärztlichen Fachwissen konnte ich nur profitieren.

Meiner lieben Leserin und Bloggerkollegin Maria aus dem schönen Burgenland danke ich aus tiefstem Herzen für die innige Zuneigung, die sie meiner Geschichte entgegenbrachte, für ihr zauberhaftes Feedback sowie für ihr gewissenhaftes Nachkorrektorat.

Meinem Autorenkollegen Manfried Mertens, der den Entstehungsprozess meiner Geschichte bereits seit den fortgeschrittenen Anfängen begleitet hat, danke ich für sein gleichermaßen motivierendes wie besonnenes Feedback sowie für seine plattformübergreifende Unterstützung.

Die wunderbare Alexandra Wiese hat zunächst auf Wattpad, später auch auf Instagram und zusätzlich auf LovelyBooks und Amazon die Schneeflocken für mich tanzen lassen. Ihr Support stärkt mich sehr.

Weitere einzigartige Erinnerungsmomente auf Wattpad haben mir u.a. Jettet, Alice im Wunderland, Elkie Werner, Naureeen03, SylvienneLarose, Keah Rieger, Zavabe, sunny44maus, Einalem1306, 7cherry7, imagine_a_fairytale, SaranyF, Barelines und Benny Engler beschert.

All den wunderbaren Rezensenten auf Amazon, LovelyBooks und in den sozialen Medien sei gesagt: Eure Kommentare sind pures Gold wert! Sie helfen mir dabei, meinen Traum von der Schriftstellerei weiter leben zu können!

Last but not least bin ich jedem einzelnen Leser, ob still oder mitteilungsfreudig, für die Bereitschaft dankbar, sich auf meinen Roman ein- und sich von ihm berühren und verzaubern zu lassen.

Ich hoffe, ihr seid alle wieder mit am Start, wenn meine nächste Geschichte das Licht der Welt erblickt.

Bei Wein und Brot …

Das Brot ist noch ofenwarm und schon wieder fast verspeist. :0

Sowohl mein Mann als auch meine Kinder sind so heiß auf dieses Dinkel-Ciabatta, dass ich es momentan alle zwei Tage backe.

Im Originalrezept wird Weizenmehl verwendet, aber Dinkel ist gesünder und schmeckt in dem Fall auch besser – insbesondere nussiger.

Bis auf den 1 TL, mit dem die Hefe gefüttert werden muss, ist das Brot auch zuckerfrei.

Fettarm ist zwar gerade nicht mehr en vogue, aber trotzdem möchte ich erwähnen, dass das Brot völlig ohne Butter und Öl auskommt.

Das Rezept findet ihr hier:
https://www.einfachbacken.de/rezepte/ciabatta-das-einfache-grundrezept

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