Federfarbenfee

Von jung und angejahrt in Wort und Bild

Tag: Kinderzeichnungen (page 2 of 3)

Tagesnotizen #22: Neue Kinderzeichnungen und Buchstabengemälde

“Mama, ich hab einen Geist gesehen!” Das Eiliensche hetzt aufgeregt in den ersten Stock hinauf, wo ich gerade ebenso verzweifelt wie vergeblich versuche, das Ämmale zu einem Mittagsnickerchen zu überreden. Da meine Große ein wenig blass um die Nase ist, lege ich mein ohnehin aussichtsloses Vorhaben ad acta.

“Wie hat er denn ausgesehen?”, frage ich sie. Meinem Eiliensche ist in diesen Situationen am besten geholfen, wenn man sie ernst nimmt.

“Er war schwarz und hat die Arme nach mir ausgestreckt”, antwortet meine Tochter.  Mir stellen sich sofort die Nackenhaare auf. Im Gruselgeschichten erzählen ist meine fast Vierjährige versierter als ich.

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Mary verdünnsiert sich – Wochenbilanz #9 und Tagesnotizen #21: Kinderbilder, Basteleien und NaNoWriMo

Der heutige Titel  hat selbst schon fast das Zeug, als Blogpost durchzugehen. Tagesnotizen und Wochenbilanz kopple ich diesmal, weil Letztere allein recht mager ausfallen würde. Ganz im Gegensatz zu me and myself, versteht sich. Leider hat sich in den letzten Tagen kein einziges Pfund von mir trennen mögen. Ich habe null abgenommen und nahezu nichts zu berichten. Oder interessiert euch, wie viele Mon Chéris und Löffel Nutella ich gestern inhaliert habe, nachdem meine Kinder den vorausgehenden Bastelnachmittag zu einem Fünfkampf mit drei Teilnehmern umfunktioniert haben?

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Vertrösterchen

Bei all denjenigen, die in den letzten Tagen auf meiner Seite vorbeigeschaut haben, um sich die neue Wochenbilanz und/oder das 15. Kapitel von “Am Anfang war Lila” einzuverleiben, möchte ich mich herzlich entschuldigen. Beides wird auf jeden Fall im Laufe der kommenden Woche online gehen.

Derzeit treiben mich einige private(re) Themen um, die ich erstmal in den Griff bekommen muss.

Und in diesem Zuge habe ich mir heute auch ein wenig Seelennahrung in Form von selbstgebackenem Marmorkuchen gegönnt.

Das Eiliensche hat vor einigen Stunden diesen Stachelbaum aus Feuer gemalt. Das ist doch mal etwas anderes als so ein schnöder, ordinärer Kaktus. Ich hoffe, der Stachelbaum soll nicht mich verkörpern. Aktuell fühle ich mich nämlich so.

Stachelbaum aus Feuer

Tagesnotizen #20: Mädchen-Winterkleid für Ungeduldige und Nähunbegabte in unter 1h, freche Feen u.a.

Professionellen Schneiderinnen sei dringend vom Studium dieses Blogposts abgeraten. Hochgerollte Zehennägel sind garantiert. Wenn man mal sachlich meine Kernkompetenzen betrachtet, kreisen meine Nähqualitäten auf einer ganz anderen Umlaufbahn – jenseits von Gut und Böse. Meine erste Vier überhaupt habe ich im Handarbeiten bekommen. Damals sollte ich einen Turnbeutel nähen. Der wilde Zickzackkurs meiner Naht beeindruckte meine Lehrerin durchaus. Aber nicht unbedingt so, wie ich es erwartet hätte. Vorsichtig ausgedrückt.

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Tagesnotizen #19: Love is in the air

Romantik zwischen Stinkewindeln,  ausgelutschten Weintrauben, gemeingefährlichen Legosteinfallen, einem Kind, dessen innovative Ideen im Zweiminutentakt zur fiesen Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Eltern werden und einem weiteren Kind, das sich gerade konzentriert damit abmüht, die Fugen im Couchtisch mit Bananenbatz zu kitten?

Ja, es ist möglich! Mein Mann hat mir heute eine ausgeklügelte Rezeptur mit Herzklopfgarantie präsentiert.

Noch nie sind mir seine blauen Augen trotz des hauchzarten Müdigkeitsschleiers strahlender erschienen, sein mit Bröseln aufgepeppter Dreitagebart unwiderstehlicher und seine Schultern in dem von Kinderfettfingern verzierten Sweatshirt stärker. Mein Eiliensche versuchte noch, mich davon abzuhalten, aber da bin ich ihrem Papa schon um den Hals gefallen. Ein inniger Kuss und ein intensiver Austausch von diversen Erkältungsviren unterschiedlicher Abstammung folgten. Das heisere Timbre in M. Stimme hat übrigens durchaus seinen Reiz. Jedenfalls vollführten die Schmetterlinge in Mamas Bauch tollkühne Loopings, während zwei völlig verdatterte Kinder Zeugen von Zärtlichkeitsbekundungen wurden, die ausnahmsweise nicht ihnen galten.

Was war passiert? Drehen wir die Uhr ein paar Stunden zurück. Zum Start des Romantifizierungsprojekts:

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Kinderzeichnungen und Zentangle

Seit einigen Wochen beobachte ich, dass das Eiliensche vermehrt Häuser, Blumen, Menschen, Feen und Gesichter malt. Diese Entwicklung ging recht plötzlich vonstatten. Von einem Tag auf den anderen zeichnete sie Augen, Mund und Haare. Die Nase vergisst sie hin und wieder. Dafür betont sie die Augen meist besonders. Heute hat sie diese erstmals mit Wimpern versehen. Und noch eine weitere Premiere gab es:  Die Prinzessinnen und Blumenelfen tragen jetzt auch Kronen und bunte Ketten, die eigenwillig auf Höhe des Mundes platziert werden.

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Tagesnotizen #16: Schnörkelfische im Fiebermeer oder: Pläne sind für`n Popo

Es ist Freitag. Die Sonne scheint. M. hat Urlaub.

Plan: Wir wollen uns an Beerenshakes laben und dabei die Zehen in den kühlen Sand graben, aus dem die Kinder währenddessen Burgen bauen und Kuchen backen. Wir wollen mit ihnen durch den Irrgarten streunen und von Strohballen zu Strohballen hüpfen, sie auf Holzpferden reiten und am Wasserspielplatz herumsau(s)en lassen. Wir wollen den Stress und die schlimmen Nachrichten zumindest kurzfristig aussperren und uns einfach des Lebens freuen.

Ist: Das Eiliensche ist blasser als ihr Vanillejoghurt, den sie heute mit leidendem Gesichtsausdruck herunterwürgt und dann die Hälfte stehen lässt. Die violetten Augenringe sehen aus wie Lidschatten, den sie an der falschen Stelle aufgetragen hat. Mal abgesehen davon, dass wir so etwas gar nicht im Haus haben. Muttern ist ein Schminkmuffel. Mein zaghafter Bekleidungsvorschlag verfehlt ihren Geschmack und prompt mutiert sie zur Heulboje. Das Kind friert und auch die kleinste Geste wird im Zeitlupentempo ausgeführt. “Hoffentlich wirst Du nicht krank. Willst Du heute daheim bleiben?” “Nein”, entscheidet meine Tochter resolut.

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Tagesnotizen #13: Leise Töne – bunte Bilder

Manchmal hat das Schicksal einen seltsamen Sinn für Humor und keinen für Gerechtigkeit.

Manchmal berühren sich Himmel und Hölle.

Manchmal passiert etwas, das eigenen Problemen das Gewicht und kleinen Freuden die Unschuld nimmt.

Manchmal ist das Mitgefühl so groß, dass sich das Selbst zeitweise auflöst.

Glücklich sind jene, die an die Unsterblichkeit glauben.

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Tagesnotizen #11: Alltagskatastrophen

Die Nacht endet um 04.58Uhr. Immerhin sind die Kinder gut gelaunt. Noch.

Ich setze das singende Eiliensche auf die Couch und erst da werde ich mir ihrer seltsamen Frisur gewahr. Ein Büschel Haare hat sich zu einer betonharten Filzmatte verdichtet. Diese erhebt sich keck in der Mitte ihres Kopfes und verleiht ihr einen coolen Punkerlook. Sie faselt etwas von einem Lutscher, aber den kann sie höchstens im Traum ins Bett geschmuggelt haben. Die Haare kleben, die Bettwäsche nicht. Unter fließendem Wasser und mit Seife und Schampoo versuche ich, die Haare in mühseliger Kleinstarbeit wieder zu entwirren. Tapfer lässt das Eiliensche die Prozedur über sich ergehen. Uns beide eint die Sorge, einen Teil ihrer dunkelblonden Locken opfern zu müssen.

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Tagesnotizen #8: Hexenfeuer

Vollmundig habe ich überall verkündet, das Ämmale sei jetzt abgestillt. Seit sieben Tagen ist das tatsächlich der Status quo.  Der Antibiotikumhammer wäre laut Embryotox sogar mit dem Stillen vereinbar gewesen, nicht aber die Codeintropfen. In den 15 Monaten,  die sie auf dieser Erde weilt, hat meine Zweitgeborene schon so manche medikamentöse Gewalttour mit mir durchlebt, aber ein Opiat wollte ich ihr nun wirklich nicht antun.

Das Codein habe ich allerdings nur zwei Tage gebraucht. Eventuelle Rückstände sind längst abgebaut. Und die Antibiotikumkur ist nun auch beendet. Heute morgen habe ich die letzte Tablette eingeworfen.

Und jetzt sitzt mir so ein hirnverbranntes Teufelchen auf der Schulter, das mir beschwörend ins Ohr flüstert. Es meint, dass ich doch Relaktieren könnte. Nach einer Woche stehen die Chancen noch nicht allzu schlecht. Aber das wäre absolut idiotisch. Das Abstillen lief völlig problemlos.  Sowohl meine Brust, als auch die Gier des Ämmale betreffend.  Keinerlei Schmerzen, kein Milchstau, keine Knoten. Die paar Schlucke, die meine Kleine noch getrunken hat, wurden von meinem Körper offensichtlich stillschweigend absorbiert.  Das Ämmale selbst hat mit flehendem Blick zweimal auf das Stillkissen gedeutet und danach versucht, sich unter meinen Pulli zu graben, aber dann akzeptierte sie ohne Murren, dass die mütterliche Milchbar fortan geschlossen ist. Zwar waren wir wohl beide emotional noch nicht ganz soweit, aber wann ist man das schon. Es wäre also bescheuert, wieder anzufangen. Auch unter dem Aspekt, dass mir das Abstillen medikamentös ganz andere Möglichkeiten eröffnet und ich jetzt echt mal zusehen muss, dass ich aus diesem dauerkranken Zustand herauskomme. Mein Körper sollte sich nun eigentlich wieder auf sich und seine Regeneration konzentrieren dürfen. Außerdem ist das Ämmale kein kleines Baby mehr, sondern ein Miniterminator mit der Durchschlagskraft einer Kanonenkugel. Dennoch kann ich nicht dafür garantieren, dass ich sie nicht doch wieder anlege. Sofern sie das will.

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