Federfarbenfee

Von jung und angejahrt in Wort und Bild

Mary verdünnisiert sich – Wochenbilanz #2

Die zweite Woche meines Verschlankungsprojekts liegt hinter mir. Unglaublich. So schnell vergeht die Zeit. Und ich lebe noch. Auch ohne meine allabendliche 300g Vollmilchschokolade, nebst wahlweise einer Tüte Gummibären oder einer Dose gerösteten Erdnüssen. Bei Twitter habe ich folgenden Spruch gelesen:  “Heute in einem Jahr wirst du dir wünschen, du hättest heute angefangen” (Karen Lamb). Und tatsächlich habe ich das schon oft gedacht. Damit ist jetzt Schluss. Nie wieder werde ich neu anfangen, denn ich zieh das jetzt durch. Egal, wie groß bisweilen die Gier nach einem süßen Stresshemmer sein mag. Und gleich, welch abstruse Problemlösungen der Alltag mit meinen beiden geliebten Terrorurscheln von mir abfordert. Amen.

Sehr deutlich wurde mir diese Tage bewusst, wie sehr der Erfolg meines Abnehmprojektes vom Sport abhängt. Meine Stimmung und meine Leistungsfähigkeit steigt und mein Gewicht fällt.  Die zweite Woche war leider eher von Bewegungsmangel gekennzeichnet. Zwar bin ich auch weitere Strecken mit dem Fahrrad gefahren – die beiden Kiddies wie immer hinten im Anhänger – aber der Burner war das noch nicht. Will heissen: Das Training im Studio konnte das bisserl Radeln nicht auffangen. Weder, was die Befindlichkeit, noch, was die Abnahme angeht. Ich möchte nicht jammern. 1kg Gewichtsverlust ist super und wenn das die nächsten 30 Wochen so bleibt, renne ich mit Rumpelstilzchen im Kreis. Aber ohne ausreichend Sport werde ich da bald bei ein paar Gramm Minus rumdümpeln und das ist mir zu wenig.  Schließlich kämpfe ich nicht mit den letzten paar, sondern mit den ersten Kilos. Und da ich nicht gewillt bin, mein Kalorienbudget weiter zu kürzen, muss ich sportlich mehr ranklotzen. Was ich auch sehr gerne möchte.  Manch einer schaut mich an wie ein Auto, wenn ich sage: Ja, das macht mir wirklich Spaß! Und so kann ich weiterhin mit meinen 1700-2000kcals satt futtern und die Kilos purzeln trotzdem. In der zweiten Woche bin ich übrigens ein einziges Mal über mein Limit von 2000kcals hinausgeschossen, aber das war ok. Ich verbuche das mal ganz spontan als Ladetag.

Heute schreiben wir eigentlich schon Abnehmwoche 3 und Tag 17. Ich glaube, ich muss den Tag, an dem ich meine Wochenbilanzen poste, auf Dienstag ändern. Da findet nämlich der offzielle Wochenwechsel in meinem Abspeckkalender statt. Sonst verwirre ich die Leser und auch mich selbst. Was ich eigentlich sagen wollte: Heute bin ich mal wieder ein wenig mehr geradelt und es hat mir sehr, sehr gut getan. Das Wetter war auch Bombe und meine Endorphinausschüttung ist noch immer im siebten Himmel.  Diese schnuckeligen Glückshormone sind ein weiterer positiver Nebeneffekt von körperlichem Training. Dagegen kackt das Serotonin aus der Schokolade glatt ab. Und ich merke, dass meine Muskeln langsam aus dem Winterschlaf erwachen. Auch der Körper hat ein Erinnerungsvermögen. Irgendwo im trüben Dunst zwischen heute und früher, tanzt noch die alte Mary nach Tschaikowskys wunderschönen Melodien.

Zurück zu Woche 2: Es gab durchaus ein paar Abende, an denen ich um die Süßigkeitenschublade herumgeschlichen bin wie die Katze um den heißen Brei. Einmal hatte ich sogar schon die Finger drin, ich Zuckersuchtl. Aber dann habe mir letztere beinahe eingeklemmt. So schnell habe ich die Schublade wieder zugeknallt. Mit jedem Tag wird es einfacher. Die allnächtlichen Schokoladenorgien sind nämlich ein festgefahrener Habitus. Im Grunde ein schlechtes Ritual, das bei ausreichend Geduld problemlos durch ein gutes ersetzt werden kann. Und das habe ich auch vor. Wenn ich tagsüber Sport gemacht habe. ist es sowieso easy-peasy. Dann fällt es mir leicht, keinen Scheiß in mich hineinzuschaufeln. Schwer wird es an den Tagen, die eh schon für den Eimer sind.

Ansonsten gibt es nicht viel zur zweiten Woche nicht viel zu berichten. Hunger hatte ich gar nie nichtVöllegefühl auch nicht. Was gut ist. So fühle ich mich gleich nicht mehr als Michelin-Männchen-Double, sondern statt dessen mindestens 10 Pfund leichter, wenn ich nicht, wie üblich, überfressen bis zum Geht-Nicht-Mehr durch die Gegend torkle. Auf meine Schlafproblematik hat das offensichtlich auch eine positive Auswirkung. Die letzte, komplett durchwachte Nacht liegt schon ein Weilchen zurück. Wenn ich meine Insomnie auf diesem Weg quasi im Vorübergehen besiegen könnte, wäre allein das schon die ganze Anstrengung wert.

So, jetzt höre ich auf zu labern. Gehabt Euch wohl! Der nächste Eintrag wird hoffentlich Kapitel 13 meines Blogromans. Es wird ein Wettlauf mit der nächsten Wochenbilanz. 😉

gewichtsabnahme_woche2

 

4 Kommentare

  1. Auch ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass Sport Spaß machen kann, oder zumindest ist es toll, Sport gemacht zu haben. Bloß mache ich die nicht oft.

    • Huhu Mara! 🙂 Ja, das Gefühl nach dem Sport ist super und der Endorphinrausch hilft mir manchmal auch in kreativer Hinsicht. Insbesondere beim Schreiben. Allerdings nur, wenn ich nicht allzu platt bin. Es muss halt der richtige Sport sein. Auf keinen Fall fad. Und auch nicht so fordernd, dass ich gerade so am Kreislaufkollaps vorbeischramme. Sich hechelnd durchs Programm quälen und die Minuten zählen, bis die Folter ein Ende hat, ist auch nicht meins. Was mir übrigens auch sehr hilft in Sachen Motivation ist die Beobachtung, dass mir vieles echt von Mal zu Mal leichter fällt. Irgendwie werde ich tatsächlich fitter. 🙂 LG und danke für deinen Kommentar! Mary 🙂

  2. Hach ja, die lieben Gewohnheiten. Ich hatte am Anfang meiner Diät auch lange damit zu kämpfen und dann war es auf einmal ganz leicht alle 2 tage Sport zu machen und auf Süßes zu verzichten. Und dann kam der Tag, an dem ich den Sport mal verschoben habe und mir einen Riegel Schoki gönnte und nun habe ich seit Wochen keinen Sport mehr gemacht. Dabei ist das Gefühl wirklich toll und ich drücke Dir die Daumen, dass Du Deine Ziele erreichst und alles schaffst, was Du Dir vorgenommen hast. Werde Deine berichte auf jeden fall weiter verfolgen!

    Liebe Grüße
    Lotti

    • Liebe Lotti, ja, die Gewohnheiten sind wirklich der Knackpunkt. Man muss sich da richtiggehend umprogrammieren. Ideal ist es, wenn neue Routinen genauso automatisch ablaufen wie Zähneputzen. Und trotzdem besteht dann noch die Gefahr, wieder in alte Verhaltensmuster zurückzufallen. Ich drücke dir auch ganz fest die Daumen, dass du rasch wieder reinkommst in deinen Sportrhythmus. Wenn man dann wieder ein paar Tage dabei ist, fällt es ja schon viel leichter. Denk daran, wie du dich danach fühlst! <3 Drück Dich und wünsche Dir einen tollen Wochenstart! Mary

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