Von jung und angejahrt in Wort und Bild

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Von Worten und Noten, Sätzen und Melodien, Geschichten und Liedern

Das Schreiben und das Musizieren sind für mich Manifestationen ein und derselben unsichtbaren, schöpferischen Quelle.  

Zwei Kinder einer Mutter, um es mal pathetisch auszudrücken. 

Und wenn sich diese beiden Musengeschwister zusammenraufen, statt ihre Energie darauf zu verschwenden, einander anzukeifen und sich gegenseitig die Aufmerksamkeit zu stehlen, können sie sich auf wundersame Weise unterstützen und fördern.

So haben sich einige jener Buchszenen, die es laut Aussage meiner Leserschaft ohne Umwege direkt unter die Haut schafften, in meinem Geist ausgeformt, während mein Herz gerade von Musik erfüllt war. Etwa, als ich im Keller vor mich hintanzte … : )

Daher wird es auch kaum jemanden Wunder nehmen, dass ich davon träume, eine Tages auch eigene Songs zu schreiben und damit zwei große Lieben miteinander zu vereinen.

Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg. Während ich unermüdlich meine beiden Gitarren bearbeite und zunehmend mehr Mut und Gespür dafür entwickele, wie ich bereits existente Stücke meinem Spiel und meiner Tonlage anpassen kann, taste ich mich auch langsam an die Musiktheorie heran. Für mich ad dato ein Buch mit sieben Siegeln. Doch spätestens jetzt bin ich mehr als froh darüber, den Schritt vom Spielen nach Akkorden und Tabulatur zum Spielen nach Noten gewagt zu haben.

Obendrein sind Noten viel ästhetischer und damit der Schönheit dieses Instruments und seines Klangs würdiger. Ich weiß, das klingt nicht vernünftig. Aber in musischen Angelegenheiten spielt die Ratio bei mir nie die erste Geige. ; )

Dass ich nicht nur auf der Konzertgitarre, sondern auch auf der Westerngitarre und bei der Liedbegeleitung Fortschritte mache und peu à peu freier werde, stelle ich gerade anhand von Stücken fest, die ich schon geraume Zeit übe.

„Streets of London“ war für mich lange schon allein der recht komplexen Begleitung wegen eine ziemliche Herausforderung. Doch ich mag das Stück sehr, ebenso wie das Folkpicking. Daher habe ich das Lied nie aufgegeben. Obwohl ich mir nicht einmal ansatzweise vorstellen konnte, wie ich die Begleitung flüssig spielen und dazu auch noch überzeugend singen sollte. Zumal das Stück mit dem Kapodaster im zweiten Bund sogar für mich viel zu tief war. 

Nach einigem Herumprobieren habe ich aber herausgefunden, dass ich den Song mit dem Kapo im fünften Bund wirklich bequem singen kann und die Begleitung auch mit dieser Abwandlung sehr gut funktioniert und sich stimmig anhört. Tja, in Babyschritten wackele ich vorwärts.

Auf Instagram wird das Video nach exakt einer Minute eiskalt gekappt. Hier ist nun auch der Refrain komplett mit drauf. Das Interludium habe ich vorgezogen. Es würde normalerweise erst nach dem Refrain folgen, aber ich war so … frei. : )

Auch mein Text zum Thema „Seelenklänge“ (- ebenfalls im Rahmen einer Aktion auf Instagram entstanden -) ist an dieser Stelle gut aufgehoben, schätze ich: 

Musik hören,

Musik machen,

mit Körper und Herz spüren, wie sie durch mich hindurch fließt und mich im tiefsten Inneren erreicht,

mich von den schönen Klängen tragen lassen,

mich in ihnen auflösen,

singen und tanzen,

die Vibration der Gitarre auf meinem Schoss und an meiner Brust fühlen,

die Saiten,

den Genuss,

wenn ich ihnen schöne Töne entlocken kann …

All das ist

Medizin,

Therapie,

Trost,

Geborgenheit,

Vertrauen,

Halt,

Abtauchen,

Fallen- und Loslassen,

Inspiration,

Intimität,

Sinnlichkeit,

echtes Glück,

Liebe,

Suche und Sucht,

Ausdruck meiner Persönlichkeit und auch eine der schönsten Formen der

Kommunikation.

Ich lasse mich von Musik berühren und

will auch selbst mit Musik berühren.

Ich liebe es, wenn Musik Geschichten erzählt.

Und wenn sie gepaart ist mit Gesang, hallen oft nicht nur die Klänge, sondern auch die Texte für immer in mir nach.

Musik hat mich stets begleitet – durch sämtliche Höhen und Tiefen meines Lebens.

Viele prägende Erlebnisse und Menschen sind untrennbar mit bestimmten Musikstücken verwoben.

Ihr seht: Musik bedeutet mir unglaublich viel. Gerade in diesen Zeiten ist sie eine enorme Stütze für mich. Und ich denke, für viele andere auch.

Warte, bis es dunkel wird …

Unterm Sternenzelt fühle ich mich zugleich geborgen und frei.

Vor allem, wenn ich dem Himmel so nahe bin wie gestern Nacht. Oben auf einem Berg.

Losgelöst von all den Nichtigkeiten, die uns kostbare Lebensmomente vergällen.

Friedlicher und gelassener als sonst.

Dort, wo mir die Un-Endlichkeit bewusst wird.

Sterne und Sterben. Die Anfangssilbe ist identisch. Interessant, nicht wahr?

Sterben, um in anderer Form weiterzuexistieren.

Sei es als Futter für die Würmer oder als Sternenstaub.

Ein steter Umwandlungsprozess von Materie, wie mein Vater zu sagen pflegt.

Vielleicht ist auch unser Geist nicht immateriell.

Was Hülsenfrüchte mit Lebenszeit und Gummibärchen mit Sozialkontakten zu tun haben

Heute gibt es tatsächlich mal wieder einen essenslastigen Beitrag von mir. Auf dem Bild seht ihr ein schnelles Dal aus Belugalinsen und Gemüse. Dazu reiche ich mein altbewährtes Dinkelciabatta. 

Mit einem „richtigen“ Rezept kann ich leider mal wieder nicht dienen. Dieses Resteessen habe ich wie so oft frei nach Schnauze und Bauchgefühl zubereitet. 

Aber im Prinzip ist das Dalkochen eine supersimple und schnelle Angelegenheit:

Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer in Kokosöl anschwitzen. Die getrockneteten Linsen spülen und dazu kippen. Mit 3 Teilen Brühe/Passata aufgießen. 20-30Minuten köcheln lassen. Gemüse nach Belieben hinzufügen. Mit Curry, Garam Masala, Kreuzkümmel u.ä. würzen. Ggf. etwas Skyr oder Joghurt draufklecksen oder einrühren. Fertig.

Das Gute an Beluga- und auch an roten Linsen: Sie müssen vor dem Kochen nicht eingeweicht werden und sind ratzfatz gar. 

Nachdem der Corona-Kelch ja an mir vorbeigegangen war, obwohl der Rest der Familie gleichzeitig infiziert war und ich ungeachtet dessen Hardcore-Gruppenkuscheln mit meinen Mädels und unzähligen kleinen Covids betrieben hatte, dachte ich mir: Hey, mein Immunsystem scheint ja inzwischen unkaputtbar zu sein. Tja, weit gefehlt: Aktuell hat mich ein heftiger Infekt am Wickel. Kein Corona, aber trotzdem übel. Doch zum Glück fehlt mir die Zeit, um hier groß rumzujammern.

Jedenfalls investiere ich das bisschen Energie, das ich seit heute wieder verspüre, in kleine Runden mit dem Hund und nicht etwa ins Einkaufen. Die letzten Tage konnte er nur im Garten sausen. Von 10-15km Auslauf am Tag auf ein paar hundert Metern runter ist schon krass. Und mich wundert es eh, dass er trotz fehlender körperlicher und kognitiver Auslastung so brav geblieben ist und weder den Garten umgegraben, noch die Nachbarskatze gekillt oder sonst irgendwas zerlegt hat.  

Wir haben viele Abruf-, Such- und Apportierspiele mit ihm gemacht. Das hat ihn und uns kurzfristig über Wasser und bei Laune gehalten. Aber nun, an Tag 3, war Ende Gelände. 

Zurück zum Essen:

Hülsenfrüchte und TK-Gemüse habe ich immer im Haus. Und in den vergangenen Monaten bin ich weißen und schwarzen, kleinen und großen Bohnen,  roten und dunklen, sähmigen und bissfesten Linsen noch mehr verfallen als ohnehin schon.

Zum einen sind Hülsenfrüchte wahre Nährstoffbomben: Sie stecken voller Proteine, Ballaststoffe, B-Vitamine und Eisen und sind damit auch ein hervorragender Fleischersatz. Ich lebe nicht vegetarisch, aber mein Fleischkonsum ist sehr überschaubar. 

Zum anderen ist ein gutes Dal bzw. Curry aus Linsen oder Bohnen für mich das beste Body- und Soulfood. Kaum eine andere Speise sättigt mich so anhaltend und macht mich derart zufrieden. Das stelle ich immer wieder aufs Neue fest. Danach verspüre ich den ganzen restlichen Tag keinen Heißhunger mehr.

In diesen Kontext passt vielleicht auch ein kleines Zucker-Update: In Zahlen ausgedrückt würde ich schätzen, dass ich zu 90 Prozent haushaltszuckerfrei bin. Die fehlenden 10 Prozent gehen vor allem aufs Gummibärchenkonto. Ab und an gönne ich mir eine Handvoll. Auch wenn ich mir damit pures Gift verabreiche. Doch ich glaube, mit dieser geringen Dosis kann mein Körper umgehen.

Das erinnert mich übrigens an eine geniale Miniserie, die M. und ich gerade durchsuchten: „Midnight Mass“ heißt sie. Müsst ihr mal gucken gehen. Horror mit einer ordentlichen Prise Philosophie und Kirchenkritik.  So würde ich den Inhalt mal grob zusammenfassen. Danke an U. für den tollen Tipp!

Zurück zur Zuckerfrei-Kiste: Inzwischen bringe ich gut 6kg weniger auf die Waage. Nach den ersten 5kg geht es nun also eher schleichend vorwärts, was vor allem daran liegt, dass ich das Kalorienzählen wieder eingestellt habe und die Abnahme nicht mehr im Fokus steht. 6kg mögen nicht die Welt sind. Dennoch fühle ich mich schon um einiges erleichtert.

Und wo wir gerade bei den Updates sind, kann ich ja auch kurz berichten, was sich in Sachen Schlaf so tut.  

Nicht viel, ehrlich gesagt. Vor zwei Wochen hatte ich einen herben Rückfall und seitdem drangsaliert mich Insomnia beinahe wieder in gewohnter Manier. Ich denke, das war auch mit ein Grund, warum mein Immunsystem jetzt so abgekackt ist. 

Die Gründe für die neuerliche Schlaflosigkeit habe ich auch bereits identifiziert: Zu viele Menschen und zu viel Input. 

Die Begegnungen und Impulse an sich waren durchaus positiv, aber der Nebeneffekt nicht: Ich muss einfach akzeptieren, dass ich soziale Kontakte genau wie Gummibärchen nur in geringen Dosen vertrage.

Mein Geist und Bauch signalisierten mir an jenem Wendepunkt vor knapp zwei Wochen sehr deutlich, dass ich mich jenseits meiner persönlichen Grenzen bewege, doch ich dachte mir: „Komm, einer geht noch. Also, ein weiterer Kontakt, ein weiteres Gespräch.“

Und dann habe ich regelrecht gemerkt, wie es „Knacks“ gemacht hat. 

Es folgte eine schlaflose Nacht und viele schlechte. 

Ich bin ja von Haus aus kein Rudeltier und geselliges Beisammensein ist und bleibt mir ein Graus. Von daher empfinde ich es von jeher als Segen, mich zurückziehen zu können. Nichtsdestotrotz bedeutet mein Handicap leider auch das Aus für einige inspirierende und künstlerische Gemeinschaftsprojekte, die mich wohl schon sehr bereichert hätten.

Aber so ist das eben. Mein Schlaf und mein aktuelles Wohlbefinden sind mir wichtiger. Zumal ich derzeit ohnehin nicht sehr zukunftsorientiert bin, um es einmal vorsichtig auszudrücken. Doch auch dies hat wiederum sein Gutes: Umso mehr besinne ich mich auf das berühmte Hier und Jetzt und darauf, dass Lebenszeit einfach kostbar und nicht für Vorratshaltung geeignet ist.

Im Gegensatz zu Hülsenfrüchten beispielsweise. …

Und der Kreis schließt sich. : D 

Dankbarkeit …

… für all

das Glück,

das Vertrauen

und

das Verständnis,

das mich umfängt …

… für all

die Liebe,

die Wärme,

die Geborgenheit

und

die Musik,

die mein Leben erfüllt.

Nichts davon ist selbstverständlich.

Und niemand weiß, wie lange dieser glitzernde, magische und kraftspendende Quell sprudelt. Daher koste ich jeden einzelnen Schluck bis zur Neige aus.

Vor einigen Tagen sind S. und ich mit Hund viele Stunden durch Hain und Flur spaziert.

S., der mit der Kamera ebenso virtuos umzugehen versteht wie mit der Gitarre, hat einige Fotos gemacht, von denen ich euch hier eine kleine Auswahl präsentiere.

Corona – und Zuckerfreiupdate

Beginnen wir am besten mit dem Reizthema Nummer 1: Corona.

Zwei Tage nach unserem Ämmale war auch das Eiliensche positiv, was kaum jemanden Wunder nehmen wird. Ich hatte sogar regelrecht darauf gehofft, weil wir wie gesagt die Quarantäne lieber in einem Aufwasch hinter uns bringen. Aufgrund der Fallexplosion in unserem Landkreis war es ohnehin nur eine Frage der Zeit, bis sich eines der Kinder ansteckt.

Und wie lange bitte hätte eine freiwillige, vorsorgliche Quarantäne eines gesunden Kindes dauern sollen, wenn es jede Woche neue Positivtestungen in der Klasse gibt? Bis zu den Sommerferien? Unser Eiliensche haben wir eh sofort auch in Quarantäne genommen, als die Schwester positiv war. Bis die entsprechende Anordnung des Gesundheitsamts kommt, ist die Quarantäne ggf. schon wieder vorbei.

Ich weiß, dass Leute ohne Kinder es nur schwer nachvollziehen können, dass Homeschooling und Quarantäne mit Grundschulkindern kräftezehrend ist und sie demonstrativ den Kopf darüber schütteln, dass die Schulen noch offen sind.

Für mich, die ich völlig unabhängig von Corona grundsätzlich sehr zurückgezogen lebe und außer meiner unmittelbaren Familie (- meine Eltern habe ich leider auch schon lange nicht gesehen -) und S. nur alle heiligen Zeiten mal eine weitere Person absichtlich treffe, ist es auch nicht leicht zu verstehen, warum man ins Büro fährt, wenn man die Option auf Homeoffice hat und sich dabei am besten noch in ein überfülltes S-Bahn-Abteil quetscht, oder warum man es unerträglich findet, nicht im Pulk unterwegs zu sein oder in Coronahochzeiten auf rauschende Feste zu verzichten. Gut, ich feiere prinzipiell nicht. Aber ich raffe echt nicht, warum das wichtiger sein soll, als dass ein Kind zur Schule gehen kann.

Man will nicht meinen, an wie vielen hellerleuchteten Häusern man Abends mit Hund auf dem Weg in den Wald oder auf die Felder zwangsläufig vorbeikommt, in denen sich weitaus mehr Personen als die eigentlichen Bewohner aufhalten.

Aber ich kapiere ja auch nicht, warum man mit einem fiebernden Kind auf dem Arm über eine Stunde im kalten Wind und in der Schlange vor dem Testzentrum warten muss.

Netterweise hatte das Personal beim PCR-Test des Eiliensche zwei Tage später ein Einsehen und eine extra Schlange für die Kinder gebildet. Zwischen zwei Erwachsenen haben sie dann jeweils einen Zwerg eingeschleust. Was mit sehr viel Unmut seitens einiger Erwachsener quittiert wurde.

Tja, ein Hoch auf das familienfreundliche Deutschland.

Im Gegensatz zu ihrer kleinen Schwester klagte unsere Große nur zwei Tage über starke Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit.

Kurz darauf war auch M. positiv. Wie ich ist er ja zweifach geimpft und geboostert. Dennoch zeigt er Symptome wie bei einem grippalen Infekt. Inzwischen geht es ihm aber auch schon wieder besser.

Tja, und was ist mit mir?

Ich bin tatsächlich noch negativ. Und damit die Einzige, die seit einer Woche das Haus noch verlassen darf. Wofür ich sehr dankbar bin.

Nicht wegen irgendwelcher Kaffeekränzchen, sondern um die dringendsten Einkäufe zu erledigen und mit dem Hund spazieren zu gehen. Und wie ihr sehen könnt, wähle ich sowieso sehr einsame Routen, weil ich heilfroh bin, wenn ich keinem begegne.

Wenn jetzt einer sagt, dass es unverantwortlich ist, dass ich mich nicht auch komplett in Quarantäne begebe, ungeachtet dessen, dass ich dreifach geimpft bin und mich regelmäßig teste, dann kann er mich getrost an meinem noch virenfreien Arsch lecken.

Wobei ich trotz negativer Testergebnisse sicher ein paar Omikrons mit mir herumtrage. Keine Frage.

Doch ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen sich draußen ins Getümmel stürzen, obwohl sie positiv sind, aber es nicht wissen, weil sie symptomfrei sind.

Also, bitte.

Ab und an habe ich Morgens das Gefühl, dass es mich jetzt vielleicht doch noch erwischt. Aber dieses leichte Erkältungsempfinden verflüchtigt sich immer sehr rasch.

Dass ich den Virus bisher anscheinend erfolgreich abwehre, obwohl es nach der Geburt der Kinder viele Jahre gab, in denen ich schon bei jedem kleinen Schnupfen hier geschrien habe, führe ich vor allem auf drei Faktoren zurück:

  • die täglichen stundenlangen Märsche mit Hund bei Wind und Wetter
  • die zuckerfreie Kost und
  • den besseren Schlaf, der u.a. aus den erstgenannten Punkten resultiert.

Zwar gibt es nach wie vor schlaflose Nächte, aber es sind definitiv weniger geworden.

Dass sich die zuckerfreie Ernährung offensichtlich auszahlt, motiviert mich ungemein. Und dass ich inzwischen fast 5kg verloren habe, freut mich natürlich auch.

In der letzten Woche habe ich mein Vorhaben, zuckerfreies Marzipan herzustellen, in die Tat umgesetzt, und das Ergebnis überzeugt mich dermaßen, dass ich diese Leckerei hier zu meiner neuen Lieblingssüßigkeit deklariert habe:

Marzipan zuckerfrei

Die nahrhaften und energiespendenden Happen werden im Kühlschrank aufbewahrt.

Rezept:

Zuerst zur Marzipanherstellung:

200g weiche und ensteinte Datteln mit

200g gemahlenen Mandeln,

2 EL Mandelmus,

1 EL Mandelmehl,

ein paar Spritzern Rosenwasser oder Marzipan Flav Drops und

so viel Wasser vermixen,

bis eine glatte, gut formbare Marzipanmasse entsteht.

Dieses Marzipan ist durch die Datteln dunkler als das herkömmliche, aber die Konsistenz ist 1:1 die gleiche und es schmeckt auch total nach Marzipan.

Für die Kreation im Bild habe ich den Boden einer großen, verschließbaren Glasschale mit Nüssen und Rosinen bedeckt und die Marzipanmasse als zweite Schicht gleichmäßig darüber gegeben.

Danach habe ich 200g zuckerfreie Schokolade mit einem Klecks Kokosöl im Wasserbad geschmolzen und das Marzipan damit überzogen. (Wer es nicht ganz so schokoladig mag, kann auch weniger Schokolade verwenden.)

Nach ein paar Stündchen im Kühlschrank könnt ihr kleine Riegel abschneiden.
Kalorienarm ist das Ganze nicht, aber  schon 50g stillen meinen Süßhunger. Und das will was heißen.

Zuckerfreier und kalorienarmer Käsekuchen

Diesen zuckerfreien Käsekuchen werde ich jetzt sicher auch öfter machen. Ich habe den Frisch- durch Schichtkäse ersetzt und ein paar Blaubeeren und Aprikosen untergemischt.

Das Rezept stammt von @bianca_healthyfood_and_more auf Instagram. Ich kann es hier leider nicht direkt verlinken.

Im Wok und etwas Kokosöl selbst gepopptes Popcorn ist auch eine tolle, zuckerfreie Leckerei für zwischendurch. Und die Kalorien halten sich ebenfalls in Grenzen.

Inzwischen habe ich die Kalorienzählerei übrigens wieder eingestellt. Geplant war das Tracken ohnehin nur als Anfangskrücke. Und ich bin heilfroh darüber, dass ich mittlerweile wieder ein Gefühl für meine benötigten Essmengen entwickelt habe. Das war mir zwischenzeitlich abhanden gekommen, da der Zucker meinen natürlichen Appetit sehr verfälscht.

Hier noch ein paar weitere Impressionen aus der letzten Woche.

Übrigens bin ich gerade heftig erschrocken, als eine mir unbekannte, weibliche Stimme anfing, meinen Blogbeitrag hier laut vorzulesen. Hat ein wenig gedauert, bis gecheckt habe, wo ich diese interessante Funktion versehentlich aktiviert hatte.

Zuckerfrei-Update nach 30 Tagen

So schnell ist ein Monat rum. Seit 30 Tagen ernähre ich mich nun fast komplett haushaltszuckerfrei.

Warum fast?

Nun, ich bin ein ehrlicher Mensch. Deshalb möchte ich meinen kleinen Ausrutscher, der zum Glück nur zu einem vorübergehenden Schlingern und nicht zu einer Bruchlandung geführt hat, nicht verheimlichen.

Binnen dieser gut vier Wochen gab es exakt zwei Tage, an denen ich mit Heißhunger auf Süßes zu kämpfen hatte. Und zwar so vehement, dass mir meine gesunden Alternativen mit einem Mal völlig unattraktiv erschienen. Ganz anders als in den Tagen zuvor fühlte ich mich müde und energielos. Zusätzlich gab es dann noch einen emotionalen Supertrigger. Die auslösende Situation war keine weltbewegende. Nicht einmal meinen eigenen Mikrokosmos hätte sie erschüttern dürfen.

Dennoch beschwor sie einen Haufen negativer Gefühle herauf, die ich auch in der jüngeren Vergangenheit noch direkt mit Süßkram mundtot gemacht hätte. Nun war ich aber mit meiner Zuckerreduktion bereits so weit fortgeschritten, dass ich mein emotionales Unwohlsein nicht sofort unter einem Süßigkeitenberg begraben habe. Doch es gärte in mir – zusammen mit meiner vorübergehenden Abgeschlagenheit.

Zu dieser Zeit ergab es sich – klingt märchenhaft, ist es aber nicht – dass ein Supermarkt eine spezielle Sorte Vollmilch-Kokosschokolade im Angebot hatte. Der Name ist identisch mit dem einer verstorbenen deutschen Schauspielerin. Die Verpackung ist blau und ummantelt kompakte 200g.

Ein einzelnes Stück dieser Schokolade wartet mit einem stolzen Brennwert von 70kcals auf.

Und was ist schon ein einzelnes Stück? Nada!

Im vollen Bewusstsein darüber, dass es sich um adrett verpacktes Gift handelte, das dort im Angebotskorb auf Leute wie mich lauerte und mich diese Sorte jahrelang überhaupt nicht angemacht hatte und ich sie jetzt nur wollte, weil ich sie als Jugendliche fatalerweise mit Wohlbefinden verknüpft hatte und sie mir jetzt förmlich ins Gesicht sprang, bin ich am ersten Tag tapfer daran vorbeigelaufen.

In der nachfolgenden Nacht habe ich aber tatsächlich von dieser verdammten Schokolade geträumt und nachdem das Zuckermonster sich noch nicht verkrümelt hatte, sondern immer noch geduldig darauf wartete, mich in einem schwachen Moment zu catchen, bin ich am nächsten Tag wie ferngesteuert zu besagtem Laden gelaufen und hab gleich 5 Tafeln mitgenommen. Wenn schon, denn schon.

Ich habe versucht, die ersten Stücke nur zu lutschen, um länger etwas davon zu haben, aber das habe ich nicht lange durchgehalten. In Windeseile war die halbe bzw. eine reguläre Tafel von 100g verspeist.

Und dann?

Tja, dann habe ich die angebrochene Packung einfach zusammen mit den restlichen vier Tafeln hier in meinem Kabuff ins Regal gelegt und dort liegen sie jetzt noch immer.

Mit Absicht habe ich die Schokolade nicht weggeworfen. Sie soll mir nunmehr nicht als Verlockung, sondern als Mahnmal dienen.

Ich weiß nicht genau, was es war, das den Bann gebrochen hat. Plötzlich sah ich statt zarter, vollmundiger Kokosschokolade nur noch einen unappetitlichen, schon ein wenig gräulich anmutenden Klumpen aus Zucker, Palmfett und ein wenig Alibikakao vor mir.

Und ich wollte und will das nicht mehr.

Den Geschmack hatte ich anders in Erinnerung. Und auch das Hochgefühl während des Naschens und der kurzfristige Energieschub danach blieben aus. Ich fühlte mich genauso ausgekotzt wie zuvor. Auch nicht schlimmer, ehrlich gesagt. Schließlich sind 100g Schokolade für mich gar nichts. Und dass ich die angebrochene Packung einfach so beiseite legen konnte, hat mich wesentlich glücklicher gemacht als die Schokolade selbst.

Da ich den Geschmack von Kokos aber sehr liebe, habe ich mir pure Kakaobutter besorgt. Ebenso wie Kokosflocken. Mal sehen, was ich damit anstelle.

Im Moment experimentiere ich viel mit Nussmusen, Datteln, Kokosöl, Mandel- und Kokosmehl. Und natürlich auch mit dunkler, zuckerfreier Schokolade. Siehe unten.

Das also war die nervenzerreißende Story zu meinem einzigen echten Stolperer in diesem Monat.

Der Vollständigkeit halber möchte ich aber nicht unerwähnt lassen, dass ich mir nach wie vor hin und wieder ein Glas Rotwein oder einen Whisky gönne. Obwohl Alkohol ja im Grunde auch Zucker ist und obendrein ein hohes Suchtpotenzial in sich birgt. Aber interessanterweise bin ich diesbezüglich schon von jeher null gefährdet. Ich war noch nie in meinem Leben richtig blau, weil es mir einfach vorher schon längst reicht.

An dieser Stelle übrigens noch ein Filmtipp: „Der Rausch“ ist ein grandiose Sozialsatire, in der vier befreundete Lehrer im Selbstexperiment die These von Finn Skårderud überprüfen . Angeblich behauptet dieser norwegische Psychiater und Hochschullehrer, dass ein konstanter Alkoholpegel von 0,5 Promille bewusstseinserweiternd, kreativitätsfördernd und selbstbewusstseinssteigernd wirkt. Ich schreibe „angeblich“, weil ich diese Aussage nicht mittels der entsprechenden Primärliteratur verifiziert habe. Und wir wollen hier ja nicht zwingend politisch, aber wissenschaftlich korrekt bleiben, nä?

In diesen Kontext passt auch die Kalorienthematik: Die ersten Wochen habe ich durchgehend getrackt und wirklich ziemlich akribisch darauf geachtet, die 2.000kcals pro Tag nicht zu überschreiten.

Inzwischen meine ich jedoch wieder ein besseres Gefühl dafür zu haben, wie viel Brennstoff ich mir zuführe und tracke nicht mehr ganz so regelmäßig.

Abgenommen habe ich inzwischen 3,5kg. Auch an der Gewichtsfront geht es also voran. Wenngleich gemächlich.

Wie es in den kommenden Tagen mit der körperlichen Ertüchtigung aussehen wird, die sich in meinem Falle ja vor allem in exzessiven Spaziergängen mit dem Hund niederschlägt, muss man sehen.

Unser Ämmale wurde gestern positiv getestet und es hat sie ziemlich heftig erwischt. Mit Kopf- und Halsweh und penetrantem Fieber. Das war aber nur eine Frage der Zeit. In ihrer Klasse sind in den letzten Wochen immer wieder diverse Fälle aufgetreten und neuerdings auch sehr gehäuft.

Wir hätten sie prophylaktisch in Quarantäne schicken können, doch ehrlich gesagt bin ich der Überzeugung, dass kaum jemand mit schulpflichtigen Kindern von Corona verschont bleiben wird und das Unvermeidliche höchstens hinausgezögert werden kann.

Und ich bin auch gegen Schulschließungen. Irgendwann langt es einfach und den Familien wurde in den letzten 2 Jahren schon echt eine Menge zugemutet.

Das Eiliensche ist nun vorsorglich ebenfalls in Quarantäne, auch wenn sie ad dato „negativ“ ist. Meine Kinder sind noch nicht geimpft. Und natürlich wird sich die Schwester mit anstecken. Aber dann sind wir wenigstens fürs Erste und auf einen Rutsch durch mit dem Thema.

Ein krankes Kind zusätzlich noch mit Isolation innerhalb der Familie zu bestrafen, halte ich für ein Unding. Wir kuscheln weiterhin mit unseren Töchtern und sperren sie nicht in ihre Zimmer.

M. und ich sind zweifach geimpft und geboostert und nicht in Quarantäne, solange wir symptomfrei und negativ sind.

Allerdings gehe ich davon aus, dass wir Erwachsenen in Kürze auch positiv testen werden und dann sitzt die ganze Familie in Quarantäne.

Lebensmittel kann man sich liefern lassen. Kein Problem.

Aber Spazierengehen mit dem Hund, das wird ein Problem. Denn das dürfen wir nicht, wenn wir in Quarantäne sind.

Und Gassigehdiensten möchte ich unseren ungestümen Wolf, der nur selten lammfromm neben einem herdackelt, auch nicht zumuten. Zudem würden die Hundesitter wohl blöd schauen, wenn ich ihnen eine 10km-Strecke vorschlage.

Immerhin haben wir einen großen Garten. Da trifft es andere weitaus härter.

Nun aber wieder zurück zum weitaus erfreulicheren Zuckerfrei-Thema:

Abgesehen von jenem kleinen Tief geht es mir formidabel.

Ich bin fit, meist recht ausgeglichen – von ein paar hormonellen Querschlägern hin und wieder abgesehen – und Insomnia ist derzeit auch gezähmt. Allerdings ist in Sachen Schlaf trotzdem noch reichlich Luft nach oben.

Zum Abschluss folgen ein paar Impressionen meiner aktuellen zuckerfreien Kost.

Solch ein Linsen-Dal mit selbstgebackenem Naan-Brot lässt sich auch vorzüglich in der Quarantäne zubereiten ; ), denn rote Linsen, Passata, Gewürze, Mehl und Trockenhefe kann man gut auf Vorrat kaufen. Und es geht sauschnell.

Zwecks Zubereitung bitte ich darum, ggf. zu googeln. Da bin ich jetzt zu faul für, die Standardrezepturen abzutippen und ich koche ja eh meist nach Gefühl.

https://www.reishunger.de/rezepte/rezept/2320/erdnuss-dattel-riegel

Zu diesen köstlichen Dattel-Erdnuss-Schokoladenriegeln habe ich euch unter meinem Foto das Originalrezept verlinkt. Statt Reissirup habe ich Stevia verwendet. Ich hab allerdings beim Boden irgendetwas falsch gemacht, denn der war zwar lecker, aber ein Superbrösler.

Eine Art Puten-Gemüse-Curry … Kein Rezept, da frei nach Schnauze gekocht.

Dattel-(Erd)Nuss-Schokocookies

Das Rezept für meine Erdnuss-Dattel-Schokoladen-Cookies muss noch optimiert werden. Bei der Aufbewahrung in der Keksdose wurden sie noch weicher als ohnehin schon. Und ich mag Cookies eher knusprig.

Ich mag die Kombination aus Erdnussmus und Datteln extrem gerne. Das Schokoriegel-Rezept weiter oben hat mich entsprechend inspiriert. Diese Paste schmeckt einfach göttlich.

Demnächst möchte ich daher auch mal Dattel-Mandel-Marzipan ausprobieren. Rosenwasser enthält keinen Alkohol. Folglich wäre dieses Marzipan 100 Prozent haushaltszuckerfrei und eine echte Nährstoffbombe.

Update zum Psychothrillerprojekt „FSK 40“

Auch an der Romanfront gibt es Fortschritte zu vermelden. Zwar komme ich nicht ganz so flott an wie erhofft, aber meine Mindesthürde von 500 Worten pro Tag packe ich meist schon. Wenn auch teils mit Ach und Krach, weil das entsprechende Zeitfenster oft nicht mehr als ein bis zwei Stunden beträgt und ich ja nicht irgendetwas hinrotzen, sondern Inhalt von Format produzieren will. ; )

Apropos Format: Ad dato habe ich meine verbalen Appetithäppchen ja ausschließlich in Textform präsentiert. Obwohl ich bereits beim Kauf meines Mirkrofons damit liebäugelte, das ein oder andere Zitat zu vertonen. Ein ganzes Hörbuch ist derzeit noch reine Utopie. Ich muss mich da erst step by step rantasten. Zumal ich über keinerlei Ausbildung in dieser Richtung verfüge.

Heute Früh habe ich mir spontan ein Herz gefasst und eine kurze Passage aus „FSK 40“ vor- bzw. eingelesen.

Und es hat mir tatsächlich Spaß gemacht. Die Resonanz ist bislang auch recht positiv. Daher wird ich jetzt wohl öfter mal eine solche Minilesung zum Besten geben.

Kürzlich wurde ich außerdem für eine „Erste-Seite-Challenge“ nominiert. Meine erste Seite in „FSK 40“ ist natürlich noch nicht in Stein gemeißelt. Aber aktuell steht dort Folgendes geschrieben:

„Fenja fühlte sich wie lebendig begraben. Und vielleicht war sie es auch. Ihr Schädel dröhnte, ihre Kehle war völlig ausgedorrt, und als nun das Blut in die tauben Gliedmaßen zurückschoss, verwandelten sich die Wände um sie herum in Nagelbretter.

Sie war eben zu sich gekommen und kauerte wie ein Embryo in dieser engen Kiste, deren Begrenzungen sie zwar nicht sehen, dafür aber nun deutlich spüren konnte: an ihrem Kopf, ihrem Rücken, ihren Knien und ihren Fußspitzen.

Vorsichtig versuchte sie, sich ein wenig auszustrecken. Doch das harte Holz war nicht gewillt, auch nur einen einzigen Millimeter nachzugeben.

Ihr fehlte jegliche Erinnerung daran, wie sie in diese überaus missliche Lage geraten war. Die nebulösen Gedächtnisfetzen, welche vereinzelt durch ihr Hirn waberten, lösten sich in nichts auf, noch bevor Fenja sie greifen konnte.

Es war ihr, als sei sie aus einem Traum erwacht, dessen Handlung sie bereits vergessen hatte, wohingegen die damit verknüpften Emotionen noch sehr präsent waren.

Normalerweise würde diese Ahnung einer akuten Bedrohung, von etwas Bösem, das ihr nach dem Leben trachtete, einem Gefühl der Erleichterung Platz machen, sobald sich ihre Sinne wieder in der Wirklichkeit verankert hatten.

Doch Fenjas Benommenheit wich stattdessen nackter Angst.

Sie war von einem Albtraum direkt in den nächsten gestürzt. Und dieser hier war womöglich noch schlimmer als der vorherige.“

Und zum Abschluss noch eine kleine Schnipselparade im Alltagsgewand. Meine Zitate sind übrigens nicht chronologisch geordnet. Aber das dachtet ihr euch bestimmt schon. ; )

Auf Reisen: Heute ein Update zur Zucker- und Kalorienreduktion

Tja, liebe Leute – lest und staunt: Ich bin tatsächlich noch dabei und niemanden überrascht dies mehr als mich selbst.

Siebzehn Tage ernähre ich mich nun kalorienreduziert und haushaltszuckerfrei (- nein, nicht low carb! -) und leider kann ich es nicht anders sagen – denn es klingt so unkritisch, deplatziert euphorisch und influencerlike – aber es geht mir blendend. Und das verkünde ich unter Aufbietung all des geballten Argwohns, der mir innewohnt.

Ich schlafe besser, habe mehr Energie, bin weniger anfällig für depressive Verstimmungen, stressresistenter und ausgeglichener. Zumindest für meine Verhältnisse. Meine Grundveranlagung zum Furienhaften kann die bessere Ernährung nämlich auch nicht ausmerzen. Explodieren tue ich also nach wie vor hin und wieder. Und vorgestern haben meine wilden fünf Minuten, eine Folge von gefühlten fünf Stunden Kindergezicke, auch kurzzeitig das Zuckermonster wieder auf den Plan gerufen.

Doch ich konnte es glücklicherweise k.o. hauen, bevor es mich erwischt hat. Indem ich den Schweinehund links liegen gelassen, mir dafür den richtigen Hund geschnappt und auf einem langen Spaziergangs ausgeraucht habe. Gerade noch rechtzeitig, denn ich stand schon mit einem Bein im Zuckergrab.

Mit zwei Wochen „braver“ und guter Kost im Rücken hatte ich jedoch diesmal die Disziplin, den der Ratio noch halbwegs zugänglichen Teil meines Hirns zu interviewen, während der suchtkranke Rest bereits inständig nach Zucker gierte.

Mir ging es in diesem Moment in erster Linie um Beruhigung. Und es ist echt schon fast zum Reflex geworden, dass ich meine Nervosität mit Zucker dämpfen will.

Leider hatte ich keine selbstgemachte, gesunde Nascherei als „Erste-Hilfe-Maßnahme“ zur Hand. Stattdessen habe ich zu zuckerfreien Gummibärchen gegriffen.

Ich weiß, dass das enthaltene Maltit bei mir Bauchschmerzen und Dünnpfiff verursacht. Fragt mich nicht, warum ich dieser neuen Marke dennoch einen Chance geben wollte. Vielleicht, weil ich Gummibärchen echt mag? Vor allem, wenn ich sie nicht haben kann? Vielleicht auch, weil ich dachte, dass mir doch mal eine Handvoll reichen würde? In geringer Dosis halten sich die Nebenwirkungen nämlich Grenzen. Aber wer bitte isst nur zehn Gummibärchen?

Gelernt habe ich daraus, dass ich immer einen „Erste-Hilfe-Naschkasten“ parat haben muss. Und dieser darf nicht mit industriellem zuckerfreien Kram gefüllt sein. Denn der gibt mir leider nichts.

Besser ist da beispielsweise eine der leckeren Kuchenbowls im Kühlschrank, deren Teiggrundlage Haferflocken, Mandelmehl, Mandelmilch und Mandelmus sind. Eine wirklich sehr schmackhafte und wohltuende Kombination. (Auf Instagram hat mich yummy.andfit dazu animiert, diesbezüglich auch selbst ein wenig zu experimentieren.) Die süßen Gaumenfreuden weiter unten sind ebenfalls gute Waffen im Nahkampf mit dem aus dem Hinterhalt herbeigesprungenen Zuckerbiest.

Kürzlich habe ich mir ein Paket Medjool Datteln besorgt. Damit lassen sich Backwaren zwar nicht kalorien-, aber zuckerfrei und auf gesunde Weise süßen.

Sobald die erste Heißhunger-Attacke erfolgreich abgewehrt wurde, können weitere Deeskalations-Maßnahmen eingeleitet werden. Wie beispielsweise mit dem Hund spazieren oder Gitarre spielen. Die Gitarre ist für mich wirklich ein sehr wertvoller Verbündeter im Zuckerkrieg. Ich weiß nicht genau, warum und wieso, aber das Spielen, das Lernen und die entsprechende Weiterentwicklung tun mir einfach wahnsinnig gut.

Als ich überlegt habe, was ich alles in diesen Beitrag packe und ob es nicht sinnvoll ist, meinen „Gemischtwaren- bzw. Bauchladen“ diesmal ein wenig zu strukturieren, ist mir aufgefallen, dass mein Fokus aktuell vor allem auf drei Projekten liegt: Zuckerentwöhnung, FSK40 und Gitarre.

Im Grunde schreibe ich einen Reiseblog, nicht wahr. Und ist das Spannende daran nicht vor allem der Weg? Ziele und Ergebnisse sind ebenfalls interessant und sehr motivierend, keine Frage, aber Reiseziele ähneln sich oft. Die Wahrnehmung einzelner Zwischenstopps, Anstrengungen und Erfolgserlebnisse hingegen ist oft wesentlich individueller und weniger redundant.

Für mich selbst zumindest sind meine Reisedokumentationen von unschätzbaren Wert.

Ich weiß, ich weiß. Das klingt natürlich sehr gewichtig für solche „Erste-Welt-Probleme“.

Habt ihr den Film „Don`t look up“ gesehen? Falls nicht, solltet ihr das unbedingt nachholen. Der Streifen ist saugut und bitterböse.

Jedenfalls muss ich, während ich das hier schreibe, an das Bild von dem durch das All fliegende Handy denken, auf dessen Display eine Abnehmapp darüber informiert, dass der Countdown abgelaufen ist. Ich möchte jetzt nicht spoilern. Daher folgen keine weiteren Hintergrundinformationen.

Doch diese Szene veranschaulicht meinen trotz aller Motivation wiederkehrenden Gedanken, wie oberflächlich und unwichtig mein Ernährungsprojekt in Anbetracht dessen erscheint, wie kurz das Leben ist und was wirklich zählt.

Doch dann vergegenwärtige ich mir, wie signifikant besser es mir ohne Zucker und (Fr)Essen im Übermaß geht. Und wenn allein darin der Sinn begründet liegt, dann ist das doch schon mehr als genug.

Da der Mensch dazu neigt, negative Emotionen und Erlebnisse überzubewerten und in den Vordergrund zu rücken, wirkt gerade bei mir das schriftliche Konservieren positiver Aspekte wahre Wunder.

Natürlich spüre ich auch ohne Tastaturballett, dass es mir besser geht in dem Moment, da es so ist. Aber dieses Gefühl verflüchtigt sich in einer dunklen Stunde schnell. Nicht so, wenn ich es niederschreibe.

Deshalb muss man auch wirklich aufpassen, welche Gedanken und Emotionen man in Worte kleidet. Denn dadurch erlangen sie so viel mehr Macht. Zumindest über jene, die dafür empfänglich sind.

Bevor es zu esoterisch wird, kommen wir nochmal auf nackte Fakten zurück: Ich esse wie geplant um die 2.000kcals pro Tag und verbrenne 2.500-3.500kcals. Daher habe ich bisher genau das abgenommen, was zu erwarten war: Gute 2kg. Das ist ein simples Rechenspielchen und keine Zauberei.

In Bezug auf das Körpergewicht ist eine Kalorie eben doch nur eine Kalorie. Auch wenn es für die Gesundheit und das Wohlbefinden unbestritten einen erheblichen Unterschied macht, aus welchen Nahrungsmitteln wir unseren Brennstoff beziehen.

Übrigens möchte ich hiermit jedweden frischgebackenen Ernährungsberatern, durch die Bank ewig jung, zwanghaft dynamisch, kategorisch erfolgreich, exponentiell motiviert und mit Tonnen an positiven Glaubenssätzen gerüstet, davon abraten, mich zu kontaktieren oder als Versuchskaninchen für irgendwelche Programme anheuern zu wollen.

Die Tatsache, dass ich mein Essverhalten in den vergangenen 30 Jahren nicht dauerhaft auf die Reihe bekommen habe, ist negativ mit meinem Wissenszuwachs korreliert. Sprich: Je mehr Ahnung ich habe, desto blöder verhalte ich mich. Also lasst stecken! An mir beißt ihr euch eh die Zähne aus!

Zum Abschluss folgen nun noch ein paar Rezepte und das Silvestervideo, das ich Juni versprochen habe. Auf meine anderen Reisen komme ich demnächst wieder zu sprechen.

(Fast) zuckerfreier Nusskuchen:

Zutaten:

5 große Eier

300g Dinkelmehl (Typ 630)

200g weiche Butter (demnächst werde ich es mal mit einer Mischung aus Apfelmark und Butter probieren. Halbfettbutter ist evtl. auch eine Alternative)

150g gemahlene Mandeln

150g gemahlene Haselnüsse

50g gehackte Haselnüsse

50g gehackte Mandeln

300g Stevia-Erythrit

2 Handvoll Sultaninen

2 Handvoll zuckerfreie Schokodrops

1 Päckchen Backpulver

1 Prise Salz

1/8l Mandelmilch oder fettarme Milch

Nach Geschmack etwas Rum- und/oder Vanillearoma

25g dunkle Schokolade (85%) für den Guss … oder auch  zuckerfreie Schokodrops

Zubereitung:


➡️ Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

➡️ Eier trennen und Eiklar steif schlagen

➡️ Butter, Zuckerersatz und Eigelb hinzufügen und zu einer lockeren, schaumigen Masse verrühren

➡️ Mehl mit Backpulver vermischen und sieben

➡️ Abwechselnd in kleinen Portionen das Mehl, die gemahlenen Nüsse und die Milch hinzugeben

➡️ Salz, Aromen, gehackte Nüsse, Schokodrops und Sultaninen unterrühren

➡️ Masse in eine gefettete Guglhupfformgeben und ein- bis eineinviertel Stunden backen.

➡️ Nach dem Abkühlen mit geschmolzener Schokolade verzieren

Dinkelmehl-Ciabatta (der „Belag“ besteht aus Butter und zuckerfreier Aprikosenmarmelade):

Das Basisrezept ist mein altbekanntes, das ich schon mehrmals zum Besten gegeben habe. Allerdings habe ich hier einen Teil des Dinkelmehls durch Vollkornmehl ersetzt. So geht’s:

Aus

300g Vollkorndinkelmehl,

500g Dinkelmehl Typ 630,

2 Päckchen Trockenhefe,

540ml lauwarmen Wasser und

2 gestrichenen EL Salz

einen glatten Hefeteig kneten.

Mindestens 2h gehen lassen – nach oben gibt es kein Zeitlimit – und zwischendurch immer wieder durchkneten.

Zwei kleine oder ein großes Ciabatta formen und bei 225 Grad Umluft 25min backen. Gegebenenfalls auch etwas länger. Das Vollkornmehl macht den Teig feuchter und kompakter.

Wenn ihr nur ein bis zwei hungrige Mäuler stopfen müsst, könnt ihr die Zutatenmengen einfach halbieren.

Dessert nach Schwarzwälder-Kirsch-Art:

Ich könnte mich reinlegen in diese zuckerfreie Dessertkomposition, die so sehr nach Sünde schmeckt, aber keine ist.

Ein Teil der Schokodrops verflüssigt sich durch das warme Porridge. Der Rest, der weiterhin im kühlen Skyr badet, bleibt knackig und herb. Dazwischen die fruchtige Süße der Kirschen … mmmmhhh …

🍒🍫🍒

So geht’s:

250ml fettarme Milch mit

5g Kakao (ohne Zuckerzusatz),

40 Gramm Haferflocken und

Cherry Flavdrops, Stevia oder anderer zuckerfreier Süße

aufkochen und so lange rühren, bis die Haferflocken aufgequollen sind und ein Brei von sähmig-dicklicher Konsistenz entsteht.

Das Porridge in ein ausreichend großes Gefäß füllen (500ml sollte es schon fassen),

200g zuckerfeie Kirschen aus dem Glas darüber geben,

anschließend150g Skyr darauf verteilen und mit10g zuckerfreien Schokodrops toppen.

(543 kcals, 36g, Protein, 74g Kohlenhydrate, 13g Fett)

🍒🍫🍒

Und nun noch das Video für Juni – werde ich aber nicht bis zum St. Nimmerleinstag drinlassen. ; ):

Intuitiv versus strukturiert: Schreib-, Zucker- und Schlafupdate und ein Haufen Fotos

Gefühlt jeder zweite Beitrag in den sozialen Medien dreht sich derzeit um Neujahrsvorsätze, um Ziele und Pläne für 2022.

Da ich so gut wie alle Vorsätze, die ich speziell zu diversen Jahreswechseln geschmiedet hatte, unverzüglich wieder gebrochen habe, sind Neujahrsziele für mich eine ambivalente Kiste.

Grundsätzlich bin ich aber schon auch jemand, den Pläne und Deadlines sehr motivieren und mir dabei helfen können, fokussierter und beständiger an meinen Vorhaben zu arbeiten.

Oft stellen sie sich als regelrechter Turbo für meine Produktivität heraus. Wie ja auch der letzte Nanowrimo wieder sehr anschaulich demonstriert hat, obgleich ich die 50K nicht erreicht habe.

Die Schwierigkeit in der Formulierung von erreichbaren Zielen liegt meiner Ansicht nach darin, dass sie auf der einen Seite realistisch sein müssen, nicht zu viel Druck generieren dürfen und auch dann nicht zur Utopie mutieren, wenn die Unwägbarkeiten des Lebens mal wieder so richtig derbe dazwischen grätschen.

Andererseits sollen sie einen auch herausfordern, einem nicht zu viel Raum zum „Herumsandeln“ und stattdessen bereits kurzfristig kleine Erfolgserlebnisse bieten, die einen bei der Stange halten.

Im Hinblick auf das Schreiben hat mir einst Wattpad diesbezüglich sehr gute Dienste geleistet. Meinen Debütroman hatte ich dort ja zuerst als Fortsetzungsgeschichte hochgeladen. Und das Feedback der Leser sowie das Bestreben, sie nicht allzu lange auf das nächste Kapitel warten zu lassen, hat meinem Schreibprozess sehr gut getan.

Aber Wattpad ist nicht mehr das, was es einmal war und ich weiß auch nicht, ob es so günstig (- für mich und mein Autorendasein -) ist, jeden meiner Romane vorab kostenlos ins Netz zu stellen.

Doch zurück zu meinen Zielen für 2022:

Das erste Ziel lautet: Weniger verzetteln! 

Demzufolge gibt es im Hinblick auf meine Schriftstellerei lediglich ein großes Ziel: „FSK 40“ fertigzustellen und veröffentlichen.

In gesundheitlicher Hinsicht steht eine erneute Zuckerentwöhnung auf dem Programm. Leider hat sich in den letzten Monaten mein Süßigkeitenkonsum wieder drastisch erhöht. Zunächst ging es schleichend und dann war es bzw. ich plötzlich wieder out of control.

Ich weiß, ich weiß … Ihr müsst nur ein paar Beiträge zurückgehen, um die Widersprüchlichkeit in meinen Aussagen zu erkennen.

Aber so bin ich nun einmal: Konsequent inkonsequent.

Im Großen und Ganzen habe ich meinen Frieden mit meinen Kurven gemacht und mit einem stürmischen Kraftpaket von Hund an meiner Seite ist es auch nicht direkt von Nachteil, kein Fliegengewicht zu sein. 

Ich habe mein Gewicht in den letzten paar Jahren auch gut gehalten –  ohne Kalorienzählen und tägliches Wiegen. Keine Frage: Darüber freue ich mich. Aufrichtig. Es gab Jahre in meinem Leben, in denen ich um 30kg nach unten und nach oben geschwankt bin.

Und ich ballere mir auch nicht mehr zig tausend Kalorien auf einen Schlag rein. Heißhungeranfälle habe ich kaum noch und auch den emotionalen Hunger vermag ich inzwischen schon oft auf mit etwas Anderem als Essen zu stillen.

Insofern funktioniert das intuitive Essen nach Gefühl für mich schon in gewisser Weise.

Dennoch sind die alten Muster stark und wenn es hart auf hart kommt, greifen sie nach wie vor. Ich denke auch nicht, dass ich jemals von meiner Esstörung geheilt werden und so unbedarft mit Nahrung umgehen kann wie ein „normaler“ Mensch.

Daher bin ich sehr dankbar dafür, dass meine Kinder wirklich nur nach Essen verlangen, wenn sie Hunger haben. Gleichwohl schwelt in mir immer die Angst, dass auch sie irgendwann in die Essstörungsspirale geraten könnten. Deshalb achte ich auch penibel darauf, dass sie von meinen diesbezüglichen Kämpfen nichts mitbekommen.

Nun ist Chinook seit gut einem halben Jahr bei uns und ich muss zugeben, es wurmt mich schon ein wenig, dass ich mir die Energie, die ich bei den täglichen 10-15km-Märschen verbrate, umgehend wieder zuführe. Und wenn ich mich dann mal ein paar Tage lang weniger bewege, ist der Appetit trotzdem ungebremst. Das gibt mir zu denken. Denn im Grunde bedeutet das, ich würde schneller aufgehen als ein Hefekloß, würde ich die viele Bewegung reduzieren (müssen).

Mein „Nur-faul-herumsitzen-Umsatz“ betrüge auch nur um die 2.000kcals, mein reiner Grundumsatz sogar noch weniger. Lediglich durch die hohe körperliche Aktivität verbrauche ich meine 3.000 bis 3.500kcals. Und die esse ich. Nicht nur aus Hunger – ob echt oder emotional, sondern auch aus Gewohnheit.

Wenn ich nach Lust und Laune und rein nach Gefühl esse, bin ich also im „best case“ gewichtsstabil – was in meinem Fall aber schon einige Kilos über der Wohlfühlgrenze impliziert. Lange habe ich das nun als gegeben hingenommen und es gibt tatsächlich Wichtigeres im Leben.

Doch als M. vor ein paar Tagen (unabsichtlich? ; )) ein furchtbar unvorteilhaftes Foto von mir geschossen hat, war das der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat und vernehmlich geklickt hat es auch.

„Fit und fett – das geht also doch gleichzeitig“, war mein erster Gedanke, als ich das Bild gesehen habe.

Und nein, ich werde es hier nicht zeigen. Nicht nur deshalb, weil beide Kinder auf dem Foto neben/vor mir stehen und frontal in die Kamera blicken.

Seit 01.01. habe ich den Haushaltszucker auf 0 heruntergefahren und behalte meine Kalorienbilanz im Blick. Strikte Pläne bringen bei mir wie gesagt nicht viel. Aber ich weiß, dass mein Fett schmilzt wie Eis in der Sonne, wenn ich es schaffe, nicht mehr als 2.000kcals täglich zu mir zu nehmen. Sofern ich wie gehabt körperlich aktiv bin.

Das montägliche Fasten hatte mir gesundheitlich auch sehr gut getan. M, hat auch eine Weile mitgemacht, aber irgendwann haben wir es dann einschlafen lassen. Wahrscheinlich um den Zeitpunkt herum, als Chinook bei uns eingezogen ist. Und ganz ehrlich: Ich kann keine 15km laufen, wenn ich faste. Das macht mein Kreislauf nicht mit.

Manch einem mag dieses spontan geplante (höhö) Vorhaben im Hinblick auf die Essstörungsthematik als Rückschritt erscheinen, aber Maßhalten tut jetzt meiner Meinung nach echt Not.

Sonst läuft das Boot nicht nur aus dem Ruder, sondern droht zu kentern.

Zu der Methode, auf die sich meine Hauptprotagonistin in FSK 40 einlässt, werde ich allerdings niemals greifen. Und ob sie das bewirkt, was Fenja sich wünscht, lasse ich an dieser Stelle auch offen.

Tja, nun bin ich selbst wieder dabei, Realität und Fiktion zu verquicken, nicht wahr? Obwohl ich mich noch kürzlich heftig darüber beschwert habe, wenn Leser zu viel von mir in meinen Romanen sehen.

Schuld daran bin ich selbst und gerade befinde ich mich wieder in einer Phase, in der ich mir denke: „Was soll`s? Es steht doch jedem frei, zu denken, was er will.“

Und ich muss zugeben, dass es mich bisweilen schon echt mächtig triggert, in Fenjas essgestörtes Ich hineinzuschlüpfen. Aber der Authentizität wird es sicherlich zugute kommen.

In Sachen Insomnia – ein Problem, unter dem Fenja nicht leidet, dafür hat sie so einige andere im Gepäck, die ich nicht geschenkt haben möchte – gibt es nicht viel Neues. Unterm Strich zeichnet sich nach wie vor eine Verbesserung ab.

Highlightnächte mit sechs Stunden Gesamtschlaf sind kein Ausnahmeereignis mehr und pro Woche wache ich höchstens zwei Nächte komplett durch. Trotzdem ist das noch immer nicht genügend Schlaf, um mich konstant ausgeruht zu fühlen. Dazu sind die Nächte zu zerrissen und die guten noch zu selten.

Würde ich so wenig schlafen wie noch vor einem Jahr, wäre ich wahrscheinlich schon Futter für die Würmer. Doch dieses üppige Festmahl gönne ich ihnen (noch) nicht. : )

So, nun langt es mit den Worten. Ab hier lasse ich die Bilder sprechen:

Dieses Foto hier hatte ich zunächst als Titelbild ausgewählt, aber nun möchte ich doch noch ein paar Takte dazu sagen.

Es wirkt wie ein verunglückter Schnappschuss, aber ich mag gerade diese unerwartete Dynamik in dem Bild.

Und es gibt mir auch beim wiederholten Betrachten Rätsel auf: Worüber ist das Ämmale im Hintergrund gesprungen? Über die Hundeleine etwa?

Hüpfen und Springen ist des Ämmales beliebteste Fortbewegungsart. Sie muss überall drauf-, drüber- und runter- springen. 😀

Und ich glaube, das gefällt mir an dem Bild am besten: Dass es diese „Passion“ einfängt, obwohl ich beim Fotografieren nicht im Geringsten darauf geachtet habe.

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