Federfarbenfee

Von jung und angejahrt in Wort und Bild

Category: Allgemein (page 1 of 8)

Bei Wein und Brot …

Das Brot ist noch ofenwarm und schon wieder fast verspeist. :0

Sowohl mein Mann als auch meine Kinder sind so heiß auf dieses Dinkel-Ciabatta, dass ich es momentan alle zwei Tage backe.

Im Originalrezept wird Weizenmehl verwendet, aber Dinkel ist gesünder und schmeckt in dem Fall auch besser – insbesondere nussiger.

Bis auf den 1 TL, mit dem die Hefe gefüttert werden muss, ist das Brot auch zuckerfrei.

Fettarm ist zwar gerade nicht mehr en vogue, aber trotzdem möchte ich erwähnen, dass das Brot völlig ohne Butter und Öl auskommt.

Das Rezept findet ihr hier:
https://www.einfachbacken.de/rezepte/ciabatta-das-einfache-grundrezept

Zartherbe Liebe Band 2 / Taschenbuch-Release

Anlässlich der geringfügig verzögerten ( ; ) ) Taschenbuch-Veröffentlichung von Band 2 hat mein Mann vorhin ein paar Fotos von mir und meinen beiden Buchbabys geschossen. Ihm gefällt Foto Nr. 2 besser, mir Foto Nr. 1. Also präsentiere ich euch beide. ( : D )

Foto 1:

Foto 2:

Ein kleiner Einblick in das “Innenleben” von Band 2:

Hier nochmal die Klappentexte für Teil 1 und Teil 2.
(Das Ebook für Teil 3 erscheint voraussichtlich Ende Mai. Das zugehörige Print hoffentlich bald darauf.)

💛🍁💛 Klappentext Band 1:

Herbst 1990: Kurz vor ihrem achtzehnten Geburtstag verliebt sich Ava Hals über Kopf in den charismatischen Jon. Doch er ist nicht nur fünfzehn Jahre älter, sondern außerdem ihr Deutschlehrer.  

Ein zermürbendes Wechselspiel zwischen Hoffen und Bangen, Nähe und Distanz, Integrität und Immoralität beginnt.  Schließlich sucht sich diese unmögliche Liebe ihren Weg, doch es dauert nicht lange, bis ihr die ungünstigen Umstände zum Verhängnis werden.  

💙🌊💙 Klappentext Band 2:

Zwölf Jahre sind seit Jons und Avas letzter Begegnung vergangen. Sowohl das Privat- als auch das Berufsleben der knapp Dreißigjährigen sind von Zweckmäßigkeit und Resignation geprägt.  

Dank Ralf, der mittlerweile in Hamburg lebt und dort auf seinen Facharzttitel hinarbeitet, kreuzen sich Jons und Avas Wege erneut.Wie sich herausstellt, lodert das Feuer zwischen ihnen noch immer hell und kräftig. Doch Jon ist verheiratet und Vater eines achtjährigen Sohnes.   

Dass Ava mittlerweile auch ihren alten Freund Ralf in neuem Licht sieht, macht ihr Gefühlschaos perfekt. Plötzlich steht sie zwischen zwei Männern. Beide sind vergeben. Und beide schicken Ava auf eine emotionale Achterbahnfahrt. Berauschende Höhenflüge gehen Hand in Hand mit schmerzhaften Abstürzen. Und in den Schluchten lauert der Tod.  

Kleiner Schnipselreigen zu Band 2:

Der Stress hatte ihn schmal werden lassen und die dunklen Augen stachen wie glühende Kohlen aus dem markanten Gesicht hervor. Mit seinem Drei- oder wohl eher Fünftagegebart, den vorzeitig ergrauten Schläfen und dem zerzausten Deckhaar, das ihm keck in die Stirn fiel, wirkte er wie eine etwas jüngere Ausgabe von Billy Bob Thornton. Nur ohne Tattoos. Wobei. Woher wollte sie denn wissen, was sich unter dem weißen Kittel verbarg?

Wie lange hatten sie sich nicht gesehen? Es kam ihr länger vor als ein Jahr.War das überhaupt noch ‘ihr’ Ralf? Bei dem Gedanken an ihr letztes gemeinsames Telefonat wurde ihr seltsam zumute.

“Oh Mann, Ralf. Du siehst total beschissen aus.” Sie ließ sich auf einen der Besucherhocker fallen. “Beschissen heiß. Würde mich nicht wundern, wenn dir die Patientinnen reihenweise ohnmächtig vom Stuhl kippen.”

💙🌊💙

Sie belöge sich selbst, würde sie ihre Freude darüber verleugnen, dass auch Jon sie noch immer begehrte. Vielleicht konnte ihr dieses Wissen sogar schon reichen.

Andererseits fragte sie sich, ob ihr widerspenstiges Zaudern und seine vordergründige Zurückhaltung nicht einfach nur Variationen waren. Jenes uralten Spiels zwischen Mann und Frau, dessen Ausgang sich schon abgezeichnet hatte, als sie sich vorhin in die Arme gefallen waren.

💙🌊💙

Da war es. Freund und Feind zugleich. Das Meer.

Es präsentierte sich blaugrau und ungestüm an diesem Tag.

Mannshohe Wellen brachen schäumend kurz vor dem Ufer und die Gischt spritzte fast bis zu Ava hinüber, obwohl sie noch ein gutes Stück vom Wasser entfernt war.

Angesichts dieser brodelnden, rauen Kraft, die an der Insel nagte, war es kein Wunder, dass diese weiter schrumpfte. Auch wenn bereits seit Jahrzehnten alles getan wurde, um den Landabbrüchen entgegenzuwirken.

💙🌊💙

Hätte dieses verfickte Handy nicht geklingelt, wären auch das Boot und das Meer ihr nicht zu nahegekommen. Sie stünde noch immer neben den beiden Männern. Und ihr wäre sicher etwas Schönes eingefallen, um jene belanglose Diskussion zu beenden.

Im Traum war schließlich alles möglich – und alles erlaubt, nicht wahr?

Im dämmrigen Zwielicht an der Pforte zum Erwachen waren moralische Aspekte nicht einmal zweitrangig.

Wärme flutete ihren Bauch, doch diese verflüchtigte sich schnell, als die quäkende Stimme am anderen Ende der Leitung es endlich geschafft hatte, in ihr Bewusstsein vorzudringen.

💙🌊💙

Ein Teil von Ava, der unbestechlicher und auch abgeklärter war als der vom Glück beschwipste Rest, löste sich von ihrem Körper.

Und dieses »Etwas« schwebte plötzlich über ihr.

Beobachtete sie.

Sie und Jon.

Wie sie dort eng umschlungen am Strand standen und einander Halt gaben, während sie sich zugleich gegenseitig den Boden unter den Füßen wegzogen.

💙🌊💙

Nachts glich die Speicherstadt einem verzauberten Ort aus einem Märchen. Ava und Ralf standen auf einer der vielen Brücken, welche die Fleete zwischen den hell erleuchteten Häusern überspannten.

Ava lehnte sich über das kunstvoll gestaltete, mit reichlich Ornamenten verzierte Geländer und sah auf das schwarzblaue Wasser hinab. Es erinnerte sie an flüssigen Samt und in diesem Licht schien es nicht von dieser Welt.

Sie fragte sich unwillkürlich, was sich unter jenen, mit den Augen nicht zu durchdringenden Spiegeln, verbarg.

💙🌊💙

“Spürst du das auch?”, fragte Silke leise.

Wie selbstverständlich war sie zum ‘Du’ übergegangen und Ava wunderte sich, dass sich diese vertrauliche Anrede so richtig anfühlte. Vor allem in Anbetracht dessen, wen sie da vor sich hatte.

“Hier berühren sich Gegenwart und Vergangenheit. Und es ist, als befinde sich hier eine verborgene Pforte. Zu einer schönen Version des Jenseits, die viel besser ist als unsere Welt hier. Deshalb mag ich diesen Ort wohl auch so sehr.”

Jons Frau wandte ihre Augen von Ava ab und fixierte stattdessen eine Stelle am Ende der Terrasse, an der die Blätter einen besonders wilden Reigen tanzten. Sie wirkte gleichermaßen verzückt wie entrückt.

Inzwischen waren sie an einem kleinen, versteckten Weiher angelangt. Als sie ihn erblickte, wunderte sich Ava im ersten Moment darüber, dass es auf diesem Gelände überhaupt einen Teich gab. Allerdings war der wohl viel zu flach und morastig, als dass sich darin jemand wirklich hätte ersäufen können oder wollen.

Auf der Wasseroberfläche trieben einige Seerosenblätter. Die meisten davon waren bereits verwelkt. Aber hie und da waren auch ein paar grasgrüne Flecken in dem rostbraunen Blätterteppich auszumachen.

Da Silke noch immer nichts sagte, warf Ava ihr einen flüchtigen Seitenblick zu und erstarrte. Einzelne Tränen, schimmernd wie kleine, kostbare Perlen, bahnten sich ihren Weg über Silkes blasse Wangen. Mehr denn je glich sie einem ätherischen Wesen. Nicht von dieser Welt eben.

Zögernd strich Ava ihr über den Arm.

Kleine Freuden …

Das unbeschreibliche Gefühl, wenn der graue Schleier sich nach einer guten Nacht endlich hebt und die Welt sich wieder in all ihrer üppigen Pracht vor einem entfaltet. 

Der Duft frisch aufgebrühten Kaffees und ein Lächeln, das die Augen erreicht, als M. mir die Tasse aufs Nachtkästchen stellt und sich dann neben mich setzt.

Glänzende, dunkle Murmeln über buntgemustertem Stoff. Weiter draußen, bei den Feldern, werden die Masken abgestreift und kleine, weiße Zähnchen graben sich tief in süße, pralle Früchte. Roter Erdbeersaft rinnt am glatten Kinderkinn herunter.

Jenes leise Lachen, das fernmündlich und unvermittelt zu einem hinüberweht und einem einen wohligen Schauer über den Rücken jagt.

Dieses selige Wissen, dass die tiefe Zuneigung, die man empfindet, erwidert wird.

Das freudige Erstaunen darüber, dass die Eltern sich angetan zeigen von den schriftlichen Ergüssen ihrer Tochter – trotz des delikaten Inhalts.

Die Wehmut und Sehnsucht, als die Schwester Fotos von der Nichte schickt und schreibt, wie schmerzlich sie uns alle vermisst. Hoffentlich sehen wir uns bald wieder. 

Insomnia, die Einmillionste / Zuckerupdate / Gitarre und Buch

“Also, wenn er auf 180 ist, dann schicke ich ihn einfach in seine Kiste und dann ist er innerhalb von 5 Minuten eingepennt.” So eine Hundehalterin in einem YouTube-Video über ihren Labradorwelpen.

Gott, ich wünschte, so etwas würde bei mir auch funktionieren. Wenn als Belohnung ein paar Stunden Schlaf dabei heraussprängen, würde ich mich auch ohne Murren in einer Hundebox zusammenrollen.

Zu Anfang meiner Zuckerentwöhnung habe ich ja signifikante Verbesserungen in meinem Schlafverhalten feststellen können, beziehungsweise habe ich endlich überhaupt mal wieder geschlafen. Aber seit einigen Wochen hat mich Insomnia wieder komplett am Wickel, obwohl ich wirklich brav bin, was meinen Zuckerkonsum angeht. Seit einer Woche esse ich sogar überhaupt keinen Zucker und keine kurzkettigen Kohlenhydrate mehr. Da mein Körper mir trotz Dauerschlaflosigkeit signalisiert, dass ihm der Zuckerverzicht gut tut, bleibe ich am Ball. Auch wenn die anfängliche Schlafverbesserung entweder auf einen Placebo- oder auf einen Umgewöhnungseffekt zurückzuführen ist.

Ich kenne dieses Spielchen schon von diversen schlafanstoßenden Medikamenten, die ich inzwischen alle durch habe. Zu Beginn trat da häufig eine leichte Besserung ein, aber nach einigen Wochen oder Monaten war wieder alles beim Alten.

Bitte gebt mir keine Tipps!! Ich will keine! Ich war bei den besten Schlafspezialisten des Landes, im Schlaflabor, in Therapien, Entspannungsseminaren und meine Psychiaterin hat selbst eine Insomnievergangenheit und inzwischen wirklich medikamententechnisch alles mit mir durch. Laien- und Halbwissen macht mich da nur extrem aggro. Danke für euer Verständnis!

Das Gleiche gilt übrigens für Ernährungsratschläge. Lasst stecken! Ich befasse mich seit 30 Jahren mit Ernährung(smedizin) und kann sicher mit Fug und Recht behaupten, mich da zumindest theoretisch wirklich gut auszukennen.

Und ja, mir ist bewusst, dass man mir meine Schlaflosigkeit nur dann ansieht, wenn ich drei Nächte am Stück durchgemacht habe, was leider auch nicht selten vorkommt. Ich danke Mutter Natur dafür, dass sie mich zumindest optisch nicht mit Augenringen, grauer Haut und einer Falteninvasion abstraft, aber nichtsdestotrotz habe ich ein massives Schlafproblem.

Dass ich dennoch so energiegeladen wirke, liegt zum einen daran, dass mein Sympathikus permanent völlig übersteuert. Und auch wenn Körper und Geist völlig erschöpft sind, powere ich da weiter durch, weil ich einfach nicht in den Enspannungsmodus (Parasympathikus) schalten kann. Das ist ja gerade die Crux dabei! Zum anderen würde es mir nicht helfen, Trübsal zu blasen und einfach nur zombielike die Wand anzustarren. Das würde mich in schwere Depressionen stürzen. Außerdem habe ich hier halt nun mal eine Familie am Laufen zu halten und kann nicht den ganzen Tag einfach im Bett verbringen. Und das ist wohl auch gut so. Ansonsten wäre ich vielleicht schon nicht mehr da.

Weiterhin bin ich nicht der Typ, der in Selbstmitleid badet. Lieber mache ich das Beste aus der Situation und versuche meinen Tag trotzdem mit schönen Dingen und Aktivitäten zu füllen. Und das Gute an einem solchen Handicap ist, dass man die glücklichen Augenblicke noch viel mehr zu schätzen weiß. Und keine Sorge: Ich hänge sehr an meinem bisserl Leben. Suizidgefährdet bin ich Null. Nicht dass sich da jetzt irgendwer alarmiert und zum Handeln bemüßigt fühlt.

Was sehr zu meinem Seelenheil beiträgt, ist die Gitarre. Und auch die Gitarrencommunity auf Instagram finde ich total inspirierend und motivierend. Obwohl ungefähr 99,99% der Gitarristen, mit denen ich mich dort austausche, um Welten besser spielen als ich, haben sie immer ein freundliches Wort für einen.

Die folgenden Fingerübungen stelle ich ohne weitere Erläuterungen ein. Bin zu müde dazu, das alles hier nochmal wiederzugeben. Wer daran interessiert ist, kann sich gerne die Texte unter den jeweiligen Instaposts durchlesen. Soweit mir bekannt, muss man dafür auch nicht auf Instagram angemeldet sein.

Lachen kann ich trotzdem noch. Zum Beispiel über diesen Spruch meines Mannes gestern Abend:

Die Kinder haben sich in seiner Abwesenheit ins Arbeitszimmer geschlichen und sich an seinen Legomodellen zu schaffen gemacht. Ich bin da leider keine große Hilfe, denn für mich ist Lego in erster Linie zum Spielen da und als Deko nur bedingt geeignet.

Er hat sie in flagranti ertappt: “Wenn ihr da etwas kaputt macht, werdet ihr das bis an euer Lebensende bereuen. Und glaubt mir: Ihr werdet noch sehr lange leben.”

Tausend Dank übrigens an alle bisherigen Rezensenten! Ihr seid toll! Jede einzelne Rezension ist pures Gold wert und für mich als Selfpublisherin erst recht!

Das Print zu Band 2 wird im Laufe dieser Woche erscheinen. Dazu werde ich nochmal gesondert informieren. Die Ebook-Veröffentlichung von Band 3 plane ich für Ende Mai.

Phallisch

Gestern Abend: Mein Mann hat mit den Kindern erfolgreich den ersten maskierten Einkauf hinter sich gebracht.

“Wenn die Gesichter bedeckt sind, achtet man plötzlich wieder vermehrt auf andere Attribute”, erklärt M. im Plauderton und schildert mir sehr plastisch, wie sich direkt vor ihm am Mehlregal eine junge Dame komplett nach unten gebeugt und ihm ungeniert den Hintern entgegengereckt hat.

“Du weißt schon – so, wie du das auch immer machst!” Vergeblich versucht er im Stehen mit seinen Fingerspitzen die Zehen zu berühren, ohne die Beine zu beugen.

Tja, eine meiner leichtesten Übungen. Dreizehn Jahre Ballett lassen grüßen. Und ich bin generell zu faul, für sowas in die Hocke zu gehen. Sei es beim Schuhebinden oder beim “Gitarre-aus-der-Tasche-holen”. Allerdings mache ich mir dabei ebenso wenig Gedanken wie meine Geschlechtsgenossin im Supermarkt.

“Worauf du immer achtest.” Ich schüttele lachend den Kopf und überlege, ob ich einem Typen auch sofort auf den Hintern glotzen würde, wenn er sich vor mir runterbeugt. Aber da Männer eher in die Hocke gehen als besagte Pose einzunehmen, wurde mir solch ein netter Anblick wahrscheinlich bisher verwehrt.

“Außerdem laufe ich ja eh grundsätzlich mit Scheuklappen durch die Gegend”, ergänze ich.

“Das stimmt”, brummt mein Mann. “Aber wenn sich dir jetzt im Supermarktgang ein Kerl breitbeinig in den Weg stellen und dir stolz sein Gemächt präsentieren würde, müsstest du hinschauen.”

“Oder schreiend wegrennen”, erwidere ich glucksend.

Dann schiebt sich plötzlich eine Szene aus längst vergangenen Tagen vor mein Auge.

“Wobei, weißt du noch? Mein Metro-Erlebnis?”

Er nickt.

Damals war ich siebzehn und mit meiner besten Freundin auf einer Interrail-Tour durch Frankreich. In der Pariser Metro saß uns ein großgewachsener, maximalpigmentierter Mitbürger gegenüber. Und das “großgewachsen” bezog sich dabei nicht nur auf seine Kopf- bis Fuß-Länge. Er trug Shorts und thronte in typischer Cowboyhaltung auf dem Sitz. Nicht genug damit, dass der Herr ganz eindeutig Rechtsträger war. Nein, was da unter dem Hosenbund neben dem Oberschenkel hervorquoll, hatte tatsächlich verstörende Ähnlichkeit mit einem dritten Bein.

Man möge es mir verzeihen, dass ich da draufgestarrt habe wie ein hypnotisiertes Kaninchen. Ich war unschuldige 17, verdammt! Und ja, dieser Anblick hat tatsächlich einen sehr bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Mit Verlaub: Das wäre mir persönlich viel zu viel gewesen.

“Und dann muss man sich ja noch fragen, ob das ein Blut- oder ein Fleischpenis war”, sage ich gestern zu meinem Mann, als ich das Erlebnis Revue passieren lassen.

“Wäre das ein Blutpenis gewesen, wäre der Typ längst tot”, erwidert mein Mann trocken. Er deutet an, wie sein gesamtes Blut in seine unteren Gefilde schießt. Dann verdreht er die Augen und rutscht wie ohnmächtig von der Couch.

Oh Gott, ich muss schon wieder lachen. Und ich schäme mich gerade fürchterlich, dass ich Fotos, auf denen nicht nur mein Mann, sondern auch meine ältere Tochter zu sehen sind, als Beitragsbild für diesen nicht jugendfreien Post missbrauche. Aber die Fotos sind von gerade eben. Und ich mag sie sehr. Das muss Rechtfertigung genug sein.

Apropos Samen und so: Pusteblumen sind für mich der Inbegriff von Freiheit. Unzählige kleiner Fallschirme … unendlich viele Möglichkeiten.

Maskenpflicht in Bayern

Tja, das passiert, wenn auch in Bayern die Maskenpflicht eingeführt wird und frau den Rest jenes Stoffes, aus dem sie einst das Leopardenkostüm für die Tochter nähte, für die Anfertigung von Masken verwendet.


Für meinen Mann, der sich weigerte, eine Leoprint- oder Blümchenmaske zu tragen, habe ich ein altes T-Shirt zerschnippelt – siehe die coole, blaue Maske:

Da die Masken ja nach jedem Tragen gewaschen werden, am besten sogar ausgekocht werden sollten, werde ich wohl noch ein paar mehr nähen müssen.

Ich habe mich der ultraleichten Variante bedient – gut beschrieben in dem YouTube-Video von Nähfrosch
“Atemschutzmasken Mundschutz selber nähen: 2 Varianten”.

(Das Video bette ich nachher am PC ein. Geht hier am Handy anscheinend (- hallo, Phoebe! : D -) nicht.

Ich habe nach der 2. Variante genäht. Warum? Ganz einfach: Ich hasse Schnittmuster. : D

Craving

Ich bin gerade am Gitarreüben. Da steckt mein Mann den Kopf durch die Tür:

“Du weißt schon, dass jetzt draußen die ganze Straße Hallelujah singt, oder?”

Er grinst von einem Ohr zum anderen und ich werfe mein Gitarren-Antirutschtuch nach ihm.

Zwar gesteht er mir sofort, dass er mal wieder zu scherzen beliebte, aber ich bin jetzt trotzdem total verunsichert. Zumal er mir schon Tags zuvor mitgeteilt hat, dass trotz  des Isolierbands, das ich am Fenster angebracht habe, “Zombie”, “Hymn” und “Morning has broken” im Hintergarten laut und deutlich zu vernehmen waren.

Vor Monaten haben wir das mal getestet. Da war draußen nichts zu hören. Also, entweder bin ich lauter geworden oder die Dämmung porös.

“Ach, Mensch”, antworte ich zerknirscht. “Jetzt trau ich mich überhaupt nicht mehr zu üben.”

Vor allem kann ich mich mit diesem Wissen im Hinterkopf kaum noch dazu überwinden, ein Stück hundertmal hintereinander zu spielen, bis es wirklich sitzt. Das will ich den Nachbarn, die via-à-vis auf dem Balkon chillen, wirklich nicht antun.

Heute mal im Gammellook. : D (Das ist ein T-Shirt von meinem Mann, das mir beim Waschen eingegangen ist. Pech für ihn, Glück für mich. : ))

Meine Kinder beweisen da wesentlich mehr Stilbewusstsein:

Ich mag Farben und schöne Bilder, aber an dem Buchdeckel von folgendem Ebook, das ich mir gestern gekauft habe, könnt ihr sehen, dass ich absolut kein Coverkäufer bin und dass ich auch vor höheren Preisen nicht zurückschrecke, sofern mich der Inhalt wirklich interessiert.

Mir ist das Gewese um die ganze Coverkiste sowieso suspekt. Und wie bei so vielen Menschen auch, gilt hier ebenfalls oft genug: Außen hui, innen pfui.

Dann doch lieber umgekehrt wie bei diesem Werk hier. Selten habe ich ein hässlicheres Cover gesehen. Und der Titel ist auch völlig behindert. Die Leseprobe war dafür recht ansprechend.

Mir geht es hierbei weniger um das Abnehmen als um die Einblicke in die Suchtmedizin und die dort angewandten Therapien. Dass ich zuckersüchtig und ein emotionaler Esser bin, dürfte ja inzwischen hinreichend bekannt sein.

Und ich bin immer wieder auf der Suche nach Methoden, mit denen ich meine alten Verhaltensmuster durchbrechen, die fehlgeschalteten Synapsen voneinander entkoppeln und mein Hirn umprogrammieren kann.

Nach wie vor kämpfe ich enorm gegen meinen Zuckerdrang. Es ist ein ewiges Auf und Ab und an guten Tagen ist es eher meiner Disziplin als einem erfolgreichen Entzug zu verdanken, dass ich “hart” geblieben bin.

Auch unabhängig vom Essen und vom Schlafen interessiert mich alles rund ums Hirn. Auch Themen wie die neurolinguistische Programmierung faszinieren mich. Mit letzterer habe ich mich schon als Jugendliche befasst, allerdings vor allem auf theoretischer Ebene. Hätte ich damals Nägel mit Köpfen gemacht, wäre ich jetzt wahrscheinlich schon wesentlich weiter.

Im Detail möchte ich euch damit an dieser Stelle nicht langweilen.

Das Buch liest sich unterhaltsam und gut verständlich. Allerdings kratzt es für meinen Geschmack bisher zu sehr an der Oberfläche. Da habe ich schon wesentlich fundiertere Bücher zu dieser Thematik gelesen. Aber ich stehe mit der Lektüre ja noch ziemlich am Anfang. Gerade geht es um emotionales und chemisches Craving. Das gute alte Dopamin hatte auch schon seinen Auftritt.

Besuch?

Jener Nachbar, der mir auch den “Trafikanten” und “Ein fliehendes Pferd” zum Zwecke des gemeinsamen Austausches ans Herz gelegt hat, hat gestern die Kinder-Beilage der SZ bei uns in den Briefkasten geworfen.

Inspiriert durch dieses Bild, welches das Eiliensche um Oberköper, Beine und so einige Details – siehe Noten, ergänzt hat, haben wir uns an das alte Faltspiel erinnert, bei dem jeder Mitspieler verdeckt vor den übrigen einen Körperteil zeichnet. Am Ende wird das Bild auseinandergeklappt und da entstehen teils sehr interessante Wesen. Unser erster Versuch fiel meines Ermessens nach noch viel zu harmlos aus. Wir müssen mutiger werden.

Gestern Abend hatten M. und ich ein seltsames Erlebnis.

Er war noch oben bei den Kindern und ich am Lesen. Gerade widme ich mich “dem Augenblick der Liebe” von Martin Walser. Dazu wird wohl beizeiten auch noch eine Rezension folgen.

Jedenfalls saß ich plötzlich ohne Licht da, weil die Stehlampe hinter der Couch von jetzt auf gleich erloschen ist. Zuerst dachte ich an einen Stromausfall, doch da das Massagegerät in meinem Rücken noch immer brav vor sich hinknetete, war das ausgeschlossen. Kaputt ist die Lampe auch nicht, denn ich konnte sie mühelos wieder einschalten.

“Wahrscheinlich ein Wackelkontakt”, meinte M. schulterzuckend, als er neben mir Platz nahm.

Wenige Minuten später ging das Licht erneut aus. Diesmal flammte es jedoch nach wenigen Sekunden von selbst auf.

“Sag ich doch – ein Wackelkontakt”, brummte M.

“Oder es ist deine Mama, die hier mal nach dem Rechten sieht”, meinte ich. Der Gedanke kam mir spontan in meinen eigentlich nicht von Aberglauben durchseuchten Sinn.

“Ja”, antwortete M. ausnahmsweise nicht mit einem flapsigen Spruch. “Morgen ist ihr Todestag.”

Stimmt. Daran hatte ich gar nicht gedacht.

Kaum hatte er ausgesprochen, wurde das Zimmer erneut in Dunkelheit getaucht. Während M. den Kippschalter betätigte, sagte ich:

“Wenn sie gerade da ist, deine Mama, dann möchte ich ihr sagen, dass ich sie lieb habe. Das habe ich blöde Kuh nämlich am Sterbebett vergessen, als ich ihr die Hand gestreichelt habe. Weil es mir so selbstverständlich erschien.”

Den restlichen Abend über brannte die Lampe ohne weitere Aussetzer.

Süß …

“Wenn du mich nochmal süß nennst, mutiere ich zum sauren Drops”, droht mein Mann.

“Macht nix. Mag ich auch”, erwidere ich und ärgere ihn unverdrossen weiter: “Süß, süßer, am süßesten”.

Gerade als er zum körperlichen Gegenangriff ansetzt – dabei bin ich gar nicht kitzelig, vernehmen wir eine Art Donnergrollen von draußen.

Doch es ist nur das Eiliensche, das den wuchtigen Terrassentisch unter Aufbietung all ihrer Kraft um fünf Meter nach links verrückt.

“Was zur Hölle machst du da?”, fragen wir entgeistert.

“Da sitzt eine Spinne oben am Sonnenschirm und die sieht so gruselig aus”, antwortet sie keuchend.

Vorhin habe ich zusammen mit meiner jüngeren Tochter Osterzöpfe gebacken.

Also, laut Rezept hätte das eigentlich ein einzelner Zopf werden sollen. 😀 Ihr seht, man kommt auch mit Trockenhefe ziemlich weit.

Den kleinen Osterhasen hat mein Ämmale kreiert. Ist der nicht putzig?

Leider alles ohne Rosinen, weil meine Kinder die nicht mögen. :-/ Auch sonst sind die Zöpfe sehr spärlich bis gar nicht dekoriert. Na, sie schmecken trotzdem.

Wer auch Lust auf solche Monsterzöpfe hat – das Rezept gibt’s hier:

Heute Nachmittag habe ich meine Handybilder auf meiner externen Festplatte archiviert. Dabei bin ich über folgendes Uralt-Webcam-Bild gestolpert, das ich tatsächlich auch mal bei MyTB drin hatte, glaube ich. Dürfte von 2002 oder 2003 sein. Da war ich Mitte Zwanzig. Nachdem ich hier pose, als würde ich mich für ein einschlägiges Magazin ablichten lassen, werde ich das Foto nicht lange online lassen. Aber lustig finde ich es schon.

*Bild entfernt*

Heute ist übrigens meine “5-Tage-Gratisaktion” für das Ebook ZHL 1 auf Amazon angelaufen.

Alter Falter: Wenn mein Buch jeden Tag so oft gekauft würde, wie es aktuell heruntergeladen wird, wäre ich binnen kürzester Zeit reich.

Ich habe diese Kostenlos-Aktion ja vor allem wegen der Leserunde auf Lovelybooks ins Leben gerufen, weil ich ja nur 5 Printexemplare zu verlosen hatte. Aber nun bin ich schier überwältigt ob der Downloadrate. Auch wenn ich daran nada verdiene, freut mich dieses Interesse schon, muss ich zugeben.

Ebookveröffentlichung “Zartherbe Liebe: Im Dreierlooping”

Tja, tut mir leid, dass ich euch schon wieder mit meinem Roman behellige. ; ) Aber wer sich davon genervt oder gestört fühlt, sei herzlich dazu eingeladen, diesen Beitrag einfach zu ignorieren.

Die einen beschäftigen sich mit ihrem Look, ihrer Ernährung oder Netflix, andere mit ihren Arbeitskollegen, ihrem Sixpack (Bauch oder Bier), Technikkram oder Gartenarbeit. Meine Wenigkeit beschäftigt sich halt aktuell mit Lesen, Schreiben, Gitarrespielen, (Nicht-)Schlafen und mit meiner Familie.

Die einen genießen die Stille, den sozialen Rückzug. Die anderen vermissen es schmerzlich, um die Häuser zu ziehen, Freunde, Verwandte und Veranstaltungen zu besuchen oder sich in ihrer Stammkneipe die Kante zu geben. 

Den einen rennt die Zeit immer noch zu schnell oder gar davon, während andere gegen quälende Langeweile ankämpfen oder sich einfach treiben lassen. 

Die einen schöpfen aus innerem Reichtum. Andere nicht.

Im Grunde kann man jeden persönlichen Blog als nicht profund genug, als ich-bezogen und als überflüssig deklarieren.

So gewiss auch meinen. Aber es ist MEINE Webseite und daher schreibe ich hier eiskalt über Dinge, Aktivitäten, Gedanken und Gefühle, die MIR wichtig sind.

Es muss sich auch niemand dazu genötigt fühlen, meinen Roman zu lesen. Zum Glück gibt es genug Menschen, die sich das aus völlig freien Stücken antun.

Also lest es oder lasst es. : ) 

Meine Veröffentlichungsinfos sind nicht als Betteln um Aufmerksamkeit zu verstehen. Sie sind für jene gedacht, die bereits sehnsüchtig auf die Fortsetzung warten. 

Der zweite Band ist nun als Ebook auf Amazon verfügbar. Diesmal habe ich mich gegen einen reduzierten Einführungspreis entschieden. 2,99 EUR halte ich bei 570 Buchseiten nicht für zu teuer. Wer sich für das Geld lieber einen Kaffee, eine Zeitung oder einen neuen Nagellack kauft, dem sei auch das vergönnt. Da ich den Cut zwischen Band 2 und 3 anders gesetzt habe als ursprünglich geplant, sind nun alle drei Teile vom Umfang her recht ausgewogen.

Hier nochmal der Klappentext in angenehmerer Schriftgröße:

🌊💙🌊

Zwölf Jahre sind seit Jons und Avas letzter Begegnung vergangen.

Sowohl das Privat- als auch das Berufsleben der knapp Dreißigjährigen sind von Zweckmäßigkeit und Resignation geprägt.

Dank Ralf, der mittlerweile in Hamburg lebt und dort auf seinen Facharzttitel hinarbeitet, kreuzen sich Jons und Avas Wege erneut.

Wie sich herausstellt, lodert das Feuer zwischen ihnen noch immer hell und kräftig. Doch Jon ist verheiratet und Vater eines achtjährigen Sohnes.

Dass Ava mittlerweile auch ihren alten Freund Ralf in neuem Licht sieht, macht ihr Gefühlschaos perfekt.

Plötzlich steht sie zwischen zwei Männern. Beide sind vergeben. Und beide schicken Ava auf eine emotionale Achterbahnfahrt.

Berauschende Höhenflüge gehen Hand in Hand mit schmerzhaften Abstürzen. Und in den Schluchten lauert der Tod.

🌊💙🌊

Das Print wird voraussichtlich in zwei bis drei Wochen folgen. 

Da für den ersten Teil in Kürze eine Leserunde auf Lovelybooks startet und die Anzahl der Bewerber die der zu verlosenden Buchexemplare bei Weitem übersteigt, werde ich aber mit Beginn der Leserunde das Ebook auf Amazon einige Tage kostenlos anbieten. Auf Lovelybooks darf ich das Ebook aufgrund rechtlicher Beschränkungen seitens Amazon nicht als Gewinn offerieren. Deshalb schlage ich diesen Weg ein.

Der Starttermin der Leserunde und damit auch der “Kostenlos-Aktion” hängt davon ab, wann der letzte Gewinner sein Buch hat. Daher kann ich an dieser Stelle kein Datum nennen. Aber es lohnt sich, die Augen offenzuhalten, falls ihr den ersten Band noch nicht gelesen habt und ihn gerne lesen WOLLT.

Apropos “Augen offenhalten”: Obwohl mein Roman ein zweifaches Korrektorat durchlaufen hat, er durch unzählige virtuelle Hände gegangen ist und auch ich selbst die Geschichte wieder und wieder überprüft habe, fallen mir im Nachhinein trotzdem noch kleine Fehler auf, für die ich mich natürlich in den Hintern beißen könnte. Hier kommt mir die eigentlich erstaunliche Fähigkeit des Gehirns, Worte richtig zu lesen, obwohl sie faktisch falsch dastehen, in die Quere.

Scheut euch nicht, mich auf etwaige Stellen aufmerksam zu machen. Ich bin dankbar für solche Korrekturhinweise. Beim Ebook pflege ich sie umgehend ein, beim Print im Zuge der nächsten Auflage.

Ich sehe dieses Stolpern über eigene Fehler auch als heilsame Kur gegen meinen vermaledeiten Perfektionismus an. Inzwischen gehe ich mit solchen Fauxpas zwar noch nicht gelassen um, aber sie katapultieren mich auch nicht mehr an den Rande eines Herzinfarkts. Es sei denn, es fehlen plötzlich 12 Buchseiten. Das hat mich zugegebenermaßen schon extrem aufgewühlt. Zum Glück ein Einzelfall, wie gesagt.

PS: Eintrag ist mal wieder eh nicht im Reader. WordPress hat da mitgedacht und das Ignorieren leicht gemacht. 😄👌

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