Federfarbenfee

Von jung und angejahrt in Wort und Bild

Tagesnotizen #29: Die erste Woche des neuen Jahres war schon mal gar nicht so übel …

… um nicht zu sagen: Belebend.

Zunächst muss ich Folgendes los werden: Ich freue mich irre darüber, dass sich – für mich ziemlich überraschend, ein Großteil der Tagebuchgemeinschaft, in der ich seit dem Jahr 2002 (allerdings mit einer ewig langen Pause dazwischen) geschrieben habe, bei WordPress eingefunden hat. Auch wenn der Anlass ein trauriger ist. Denn besagte Tagebuchseite wird nicht mehr fortgeführt.

Falls ich es noch nicht erwähnt haben sollte: Ich habe euch echt schmerzlich vermisst und bin überaus froh, euch wiederzuhaben!

Sagt die Abtrünnige, die ihr Tagebuch dort schon vor zwei Jahren gelöscht hat.

Ja, ja, ich weiß. Trotzdem ist es wahr. Wegen meines Buchprojektes wollte ich (auch) eine eigene Webseite, da mir diese mehr Freiheiten und Möglichkeiten eröffnet. Doch leider ist mit der eigenen Homepage auch eine teilweise Aufgabe der Anonymität verbunden. Zumindest bei einer .de-Adresse. Trotz Autorenclub und Pseudonym, welches in meinem Fall ein ziemlich weiches ist.

Hätte ich auf myTagebuch nur übers Blümchenpflanzen, Windelnwechseln und Plätzchenbacken geschrieben, wäre das Anonymitätsproblem wohl keines gewesen. Hab ich aber nicht. Nur M. und meine beste Freundin kennen (fast) so viele intime bis pikante Details aus meinem Privatleben wie die ehemaligen myTagebuch-Autoren und Leser. 😉

Tja, und hier lesen nunmal auch Familienmitglieder, Bekannte, Freunde, Kindergartenerzieherinnen, Ex-Arbeitskollegen usw. mit. Zudem will ich auch meine Kinder schützen, die ja ggf. auch unfreiwillig in die Schusslinie geraten könnten. Daher war ich eine Weile schon sehr darauf bedacht, meinem „Image“ einen halbwegs seriösen Anstrich zu verpassen. Und so hatte ich mich schweren Herzens dazu entschlossen, das Tagebuch und die Seite hier nicht co-exixtieren zu lassen.

Vielleicht versteht ihr es, vielleicht auch nicht und das wiederum verstehe ich.

Jetzt.

Denn es war eine Schnapsidee, sich selbst beschneiden und nur Facetten von sich zeigen zu wollen (?), die kaum Angriffsfläche bieten. Das funktioniert dauerhaft nicht. Beim Schreiben schon gleich gar nicht. Das habe ich nämlich eine Weile auch mit angezogener Handbremse getan, wie M. es treffend formulierte. Einen Gruselroman kann ich aber nicht so texten, dass er, wäre er ein Film, mit FSK 0 etikettiert würde. Solch ein Buch würde ich selbst niemals lesen. Und spätestens, nachdem in meinem aktuellem Romanprojekt die Hüllen fielen, war mir klar, dass das mit dem Schreiben nur klappt, wenn ich in die Vollen gehen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Scheiß drauf. Ich bin ich und wer ein Problem damit hat, darf gerne Abstand nehmen.

Übrigens hat der Umzug der Ex-MyTBler noch etwas Gutes: Ich habe es endlich geschafft, meine Webseite in die WordPress-Community zu integrieren. Zuvor ist mir das nie gelungen, was ich zwar schade, aber nicht weiter tragisch fand. Schließlich gibt es ja auch noch andere Kanäle, um sich zu vernetzen. Aber aus gegebenem Anlass wollte ich nun natürlich unbedingt in die WP-Gemeinschaft. Und wo ein Wille ist, ist auch … Ihr wisst schon.

Ich hoffe nur, dass wir es wirklich dauerhaft schaffen, die ehemalige myTB-Community hier am Leben zu halten und wir uns nicht doch irgendwann in alle Winde zerstreuen.

***

So, nun noch zu einem etwas banalsten und weniger emotionalen Thema. Die erste Jahreswoche war ja zugleich auch die erste Woche in meiner neuen Abspecketappe. Und ich muss sagen: Es läuft gut, auch wenn ich oller Freßsack trotz der ordentlichen Portionsgrößen (siehe Instagramfeed rechts in der Desktopansicht) hin und wieder einen leichten Anflug von Kohldampf verspüre. Nicht wenige meiner Mitstreiterinnen beklagen, dass sie diese enormen Essmengen kaum runterbringen. Das kann ich so gar nicht nachvollziehen. Meine Wenig- bzw. Üppigkeit sieht eher zu, dass sie die Portionen im Hinblick auf das Volumen noch pimpt soweit möglich.

Trotz meines guten Appetits sind in den ersten sechs Tagen – die Woche endet ja eigentlich erst heute Abend, da der Programmstart auf den 02.01. fiel, schon mal gut zwei Kilogramm auf der Strecke geblieben. Klar, da ist viel Wasser dabei, aber das tut meiner Motivation keinerlei Abbruch.

Sogar Essengehen war drin. Mein Schwiegervater kam extra 170km angereist, um die Enkelinnen zu hüten und M. und mir einen zweisamen Abend zu verschaffen. Und wenn solch ein Glücksfall alle heiligen Zeiten einmal eintritt, greife ich beim romantischen Candle-Light-Dinner sicherlich nicht zu Salatteller und stillem Wasser. Stattdessen gab es für mich ein Pfeffer-Filetsteak an Gemüse und Kartoffeln (schön in Butter geschwenkt 😉) und einen Rocca Rubia, der wirklich vorzüglich mundete. Oder heißt es die „Rocca Rubia“? Ist schließlich weiblich, aber der Vino männlich. Keine Ahnung. Insomnia und spontaner Hirnzellenschwund lassen mal wieder grüßen.

Jedenfalls war es ein sehr schöner Abend. Hat sich fast ein bisschen angefühlt wie „frisch verliebt“. Müssen wir jetzt unbedingt öfter machen. Als nächstes steht gemeinsames Saunieren auf dem Plan.

Mit dem Sport klappt’s bisher auch recht geschmeidig. Ich merke schon jetzt, dass meine Rückenschmerzen weniger werden. Einmal in der Woche Balletttraining reicht dafür einfach nicht. Und auch mein Geruchssinn ist gerade wieder voll da. Zufall?

PS: Bei dem Foto ist mir vorhin die Hose gerissen. Haha. Ist noch dazu meine Lieblingsjeans. Merke: Auch mit Stretchjeans sollte man keinen Spagat machen.

16 Kommentare

  1. Klingt gut

  2. Ich weiß wie’s weitergeht ! So: „… ein Weg“ ! Und so für WanderInnen: … ein Weeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeg“

    • Immerhin bist du bis zu dieser Stelle gekommen. Respekt! Wenn ich gewusst hätte, dass du mich mit einem Besuch beehrst, hätte ich selbstverständlich einen Redewendungen-Sicherheitscheck durchgeführt. Ich weiß doch, dass die – Achtung, noch ein Aufreger – ein ROTES TUCH für dich sind. 😋

      Dass du mir ja nicht die (anderen) braven, verheirateten Muttis mit Parkettfußboden verschreckst, die hier vorbeilesen. 😉

      • Ich konzentriere mich auf Dich :), gelegentlich vermutlich. Gedacht habe ich auch, es könne ja jetzt doch endlich wieder, von Deiner Seite, eine Art partielle Wiederauferstehung bevorstehen und dann gibt es für Verschreckendes viel weniger Parkettfußboden. ( Ich bin so ziemlich skeptisch, ob das hier geht, wie Du annimmst… Wenn Dein Mann hier mitliest, Deine Schwester, eine gute Freundin…, die vertrauten Leute von MT…, ich glaub‘ schon, daß Du dann wieder freier, offener sein kannst…, aber diese ganzen Arbeitskolleginnen von früher – und-und-und… Ich schätze auch, daß das m e i n e Kommentare zu sehr beeinflussen könnte, ich mein‘, ist schon ein Unterschied, ob ich in ein einigermaßen vertrautes Gelände reinknalle, wenn was nervt… Oder, wenn ich wirklich freundlich bin, bin ich ja auch schon… aufrichtig, sag‘ das anders… Das paßt ja überhaupt nicht zu Fremden bzw. ZU Fremden… Die Leute, die Du über Deine Seite informiert hast, nach mytagebuch, sind das Leute, die Dir, ich sag‘ mal, „wohlgesonnen“ sind? Bin unsicher… /Ich stopp mal ab, ist eh wieder nur ein Fetzen da – von dem, was ich denke, wenn ich tippe und zwischendrin… Bald kannst Du und der Rest der Üblichkeitsbande wieder vom „schönen Wetter“ faseln – dann gibt’s was in die Fresse 🙂 Gartelst Du auch? Übrigens, „übergriffig“ heißt in Österreich „untergriffig“. Paßt besser, oder-ha-ha… Gut, Wolfgang

        • „Ich konzentriere mich auf Dich :)“ ->: Ist das eine Drohung? 😉 Deine Skepsis ist nicht unbegründet. M. ist tatsächlich das geringste Problem. Hat auch auf myTB schon sporadisch mitgelesen. (Er: „Wenn du so lieb wärest, wie du nach außen hin tust, wäre ich nicht mit dir zusammen.“). Ich denke, dass mir die meisten schon halbwegs wohlgesonnen sind. Zumindest aufgeschlossen. Wir werden sehen. (Das sind sowieso alles stille Mitleser und wenn sie mir die Meinung geigen wollen, machen sie es nicht hier, schätze ich.) Ich wünsche mir jedenfalls, dass es funktioniert. Und ich freue mich, dass du da bist. Hoffe, dass es etwas dauert, bis der erste obligatorische Knall kommt und das Ganze mal wieder eskaliert. 😉 / Wetterberichte gibt es hier keine. 😉 Und jetzt hab dich mal nicht so. Ich rechne es dir hoch an, dass du der „Üblichkeitsbande“ bist zuletzt die Stange gehalten hast ;-b, während ich Ratte das (sinkende) Schiff schon verlassen hatte. Das war ein Fehler von mir und ich bin froh, dass die meisten ihn mir zu verzeihen scheinen. Nein, ich gartel nicht. Trotz Garten. / „Untergriffig“ kannte ich noch nicht. Ist echt gut. 🙂 Gruß!

  3. Oh Mann, jetzt raff ich erst, wer du eigentlich bist! Du kommentierst ja bei mir schon eine Weile fleißig und ich dachte oft: Wer war sie bei Mytagebuch?
    Mensch, ick freu mir!
    Ich erinnere mich, daß du mal böse Schlafstörungen hattest, wie geht es dir damit heute?
    Greetz!

    • Und ich dachte, ich sei unverwechselbar. 😉 Ich freu mich auch! Und wie! Das darfst du mir glauben!! 🤗

      Zum Thema „Schlafstörungen“ hattest du ja vor Kurzem einen Post auf deinem Blog, bei dem ich kommentiert habe, aber ich glaub, den hast du wieder rausgehauen. Bei mir ist Insomnia ja seit 10 Jahren chronisch. Bin inzwischen austherapiert und laviere mich so durch. War auch schon erheblich schlimmer, aber los werde ich den Mist nie wieder. Letzte Nacht hab ich mal wieder nur knapp eine Stunde gepennt. Entsprechend Banane bin ich heute. Hab mir heute schon fast den Finger abgehackt, mir zweimal empfindlich den Zeh am Türrahmen gestoßen und mom hab ich Herzrasen. Könnte aber auch an euch liegen. An der Wiedersehensfreude. 😁Aber sonst ist alles gut. 😉 Ich weiß, dass auch wieder bessere Nächte kommen. Und an den darauffolgenden Tagen fühle ich mich immer wie neugeboren. Da möchte ich dann immer besonders viel machen und intensiv auskosten. Mit der Konsequenz, dass ich Abends so überdreht bin, dass schlaftechnisch wieder nix läuft.

      Jetzt höre ich aber auf zu texten. Grüße zurück!

  4. Kaum sind wir alle wieder verdrahtet, klappt es mit Integration, Gewichtsabnahme und Geruchssinn. Siehst Du, kommt alles wieder. 😂

  5. Wenn ich Spagat könnte, wäre mir eine gerissen Hose egal 😉 Schön, dass es mit dem Vernetzen jetzt wirklich klappt. Ich sehe dich jedenfalls im Reader, kann nur darüber nicht kommentieren. Aber auf der „richtigen“ Webseite ist es eh viel schöner 🙂

    • Naja, soviel bringt es einem auch nicht, wenn man einen Spagat beherrscht. Wobei … das vertiefe ich jetzt nicht weiter. 😉 Ja, das habe ich auch schon festgestellt, dass ihr nur auf der Website direkt kommentieren könnt, obwohl ich selbst gerade im Reader schreibe. Hm … Vielleicht liegt es an dem Weiterlesen-Tag, den ich einbaue, wenn die Einträge zu lang werden, um sie komplett auf meine Blog-Startseite zu packen. Ich werde es mal ohne ausprobieren. Das bekommen wir auch noch hin. Ich freue mich, dass du dich wohlfühlst auf meiner Seite <3, aber trotzdem ist es umständlich für euch, wenn ihr da immer hin- und her-switchen müsst.

  6. Das stimmt – via Reader können wir leider bei Dir nicht kommentieren – Fenzas (Suzaku) wiederum arbeitet dran.
    Ähm – beim Spagat wär mir was ganz anderes gerissen, alles andere sogar, bloß keine Hose. ;-*

    • Ja, Suzaku hat auch eine eigene Website, glaub ich. Aber das Mädel ist ja noch einiges jünger als ich und sicher fitter mit dem Technikkram. Aber vielleicht kann ich sie mal befragen, wenn sie es geschafft hat. Werde einstweilen auch nach einer Lösung Ausschau halten. Bin für`s Erste schon mal heilfroh, dass ich mich jetzt mich euch habe „verbinden“ können. Den Rest kriegen wir auch noch hin. Zum Reißen -> 😀

  7. also deinen neuen beitrag kann ich normal im reader lesen aber nicht kommentieren. kann ihn aber auch direkt hier auf der seite nicht kommentieren

    • Danke für die Rückmeldung! Dann funktioniert das noch nicht, wie es soll. Zum Kommentieren musst du auf der Seite nochmal direkt reinklicken in den Beitrag, schätze ich.

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