Federfarbenfee

Von jung und angejahrt in Wort und Bild

Tag: Immunabwehr (page 1 of 2)

Tagesnotizen #33: Kindermund und neue Maße

Das Eiliensche und das Ämmale machen sich neuerdings einen Spaß daraus, bei Filmen in Windeseile die Rollen neu zu verteilen und jeweils den Part eines Hauptdarstellers selbst zu übernehmen.

Heute schauen wir uns aus einer nostalgischen Anwandlung heraus das alte Smooth Criminal Musikvideo an:

Michael Jackson betritt im weißen Anzug die Location. Sein Gesicht die fleischgewordene Coolness.

Der Finger des Ämmale (- gestern 3 geworden -) schießt nach vorne und durchbohrt fast Michaels Hut:
„Ich bin die da!“, kräht sie begeistert.

(Wir sind übrigens große Verehrer von Michael Jacksons Kunst. Und „Smooth Criminal“ zählt noch immer zu unseren Favoriten, wobei mein liebstes Album „Dangerous“ ist und daraus speziell die Songs „Give in to me“ und „Who is it“. Auch wenn dies vielleicht nicht die populärsten und bekanntesten seiner Hits sind.)

Nachdem ich nun erfolgreich den Rest meiner Familie angesteckt habe, geht es mir etwas besser. 😉 Zumindest ist das Fieber schon mal weg.

Das Blutbild spiegelt meinen Kampf mit dem aktuellen Infekt wider, aber abgesehen von ein paar Werten mit unaussprechlichem Namen, aufgrund derer ich demnächst mal wieder beim Lungenfacharzt antanzen soll, ergaben sich zum Glück keine größeren Auffälligkeiten. Sobald ich wieder fit bin, wird mein Körper einem Komplett-Check unterzogen. Und um meinem Immunsystem ein wenig auf die Sprünge zu helfen, bekomme ich eine Aufbaukur per Infusion verpasst. Das obligatorische Antibiotikum habe ich natürlich auch erhalten, aber das brauche ich nicht. Und der Infekt ist wohl eh ein viraler. Meine Frage, warum ich allein im letzten Jahr 12mal krank war und mich quasi jeden Monat eine neue Erkältung ereilte, konnte ad dato nicht wirklich zufriedenstellend beantwortet werden.

Naja, immerhin ist einstweilen die Sonne in mein Gemüt zurückgekehrt. Bis zum nächsten Infekt. Haha.

Da derzeit allein schon der Gedanke an „Sport“ zu anstrengend ist und ich auch ärztlicherseits dazu genötigt wurde, ein Weilchen zu pausieren, passt mir die stark proteinlastige Ernährung aus dem Programm erst recht nicht mehr ins Konzept. Also mache ich diesbezüglich doch wieder meinen eigenen Stiefel, ziehe die Challenge aber dennoch weiter durch. Auf meine Weise.

Nun habe ich ja gut drei von zehn Wochen hinter mir und als ich mich heute vermessen habe, war ich positiv angetan. Es haben sich wieder einige Zentimeter verabschiedet.

102 – 79 – 109

(Zum Vergleich die Startwerte vom 02.01.: 103 – 83 – 114)

Das sind meine aktuellen Maße. Muss man von Taille und Hintern nur noch 19 Zentimeter abziehen, dann bin ich zumindest wieder 60 – 90. Höhö. An der Brust dürfte dann allerdings nicht ganz so viel schrumpfen. Wir werden sehen.

Tagesnotizen #32: Fieber

Achtung: Das wird ein konfuser und unschöner, da am Handy getippter, Jammerlappenpost. Habe vorhin zwei Ibus und eine weitere BoxaGrippal eingeworfen und jetzt bin ich zumindest soweit klar in der Birne, dass ich hier eine kleine Notiz absetzen kann.

Was meine ständigen Infekte angeht, neige ich leider zur Beschönigung und zum Selbstbeschiss. Grundsätzlich bin ich nämlich ein sehr positiv denkender Mensch, der nach vorne schaut und noch so viele Pläne, Träume und Ziele hat, dass vorzeitiges Abnippeln gar nicht in Frage kommt. Und sobald ich mich nach einer Erkältung wieder gefangen habe, grüble ich auch erstmal nicht mehr weiter darüber nach.

Daher habe ich mir auch ziemlich erfolgreich eingeredet, dass mein Immunsystem sich schon wesentlich verbessert hat seit jenem denkwürdigen Jahr 2015, in dem ich wirklich drauf und dran war, kläglich ins Gras zu beissen.

Seitdem sitzt mir dennoch latent diese kalte Angst im Nacken, dass die ständigen Entzündungen, die in meinem Körper wüten, irgendwann entarten und eine sehr viel schlimmere Erkrankung hervorbringen als nur eine banale Erkältung. Der Verdacht stand bereits mehrfach im Raum und auch wenn er damals nicht bestätigt wurde, begleitet er mich nach wie vor wie ein dunkler Schatten.

Vor der Schwangerschaft mit dem Ämmale war ich so gut wie nie krank. Einmal im Jahr ein grippaler Infekt, wenn es hoch kam. Trotz meiner Insomnie.

Doch nun erkenne ich meinen Körper nicht wieder und das beunruhigt mich mehr, als ich zugeben möchte.

Zumindest die rezidivierenden Fieberschübe schienen passé. Bis heute. Auf 39 Grad ist das Thermometer im Irrsinnstempo hochgeklettert und sogar Fernsehschauen war zu anstrengend. Jetzt bin ich zwar für die kommenden Stunden gedoped, aber ich weiß, dass die Temperatur wieder steigen wird. Vor 2015 habe ich zuletzt als Kind so hoch gefiebert.

Das bin nicht mehr ich, wie gesagt.

Ich weiß, dass das alles melodramatisch klingt, aber das ist nun das dritte Jahr, in dem mich jeden Monat ein Infekt ereilt. Zuletzt am Geburtstag des Eiliensche im Dezember. Da war es aber nicht so heftig wie jetzt und ich habe trotz meines desolaten Gesamtzustands noch eine Gespensterparty mit 11 Kindern und – zum Glück – mit Hilfe von Mann und Schwiegervater geschmissen.

Übermorgen wird das Ämmale 3 Jahre alt und auch hier war eine Feier geplant. Leider musste ich aber diesmal absagen. Das schlechte Gewissen meiner Tochter gegenüber frisst mich fast auf. Aber ich schaffe es mom gerade so zum Klo. Geburtstagsvorbereitungen, Gäste bewirten und Kinder bespaßen? No way. Ich hoffe, wir können die Party rasch nachholen.

Zum Glück ist es M. möglich, morgen einen Tag Urlaub zu nehmen. Wir haben keine Unterstützung durch Großeltern etc. hier. Und wir hatten auch schon die Situation, dass ich mit 40 Grad Fieber allein war mit Baby und Zweijähriger. Da bin ich die Treppen auf allen Vieren runtergekrochen.

M. umsorgt mich gerade mit Hühnersuppe und Ingwertee und hält die Kleinen bei Laune, während ich hier vor mich hinsieche. Ich bin ihm überaus dankbar für seine Pflege, aber ich HASSE es, so hilflos zu sein und dabei zuzusehen, wie mir kostbare Lebenszeit einfach so durch die Finger rinnt.

Und im Fieberwahn schlängeln sich bisweilen zischelnd seltsame Gedanken in den Kopf:

Kämen sie ohne mich zurecht?

Werde ich meine Kinder aufwachsen sehen?

Hoffentlich schaffe ich es noch, meine Bücher fertig zu schreiben.

An meinen Mann und meine Kinder: Ihr seid alles für mich! Gott, ich liebe euch so!

Tagesnotizen #26: Warum ich auch krank laufen muss und apropos: Wie läuft`s mit meinen Romanen?

Eigentlich doch ganz schick, so ein Kompressionsstrumpf, oder? 😉 Erinnert mich entfernt an meine Ballettstrumpfhosen früher.

Wie war das noch? Bei einer Erkältung soll man sich schonen. Ein Freibrief für ausgiebiges Couchen also. Es sei denn, man hat (kleine) Kinder. Dass aber nicht nur die Kiddies, sondern auch meine Gesundheit mit Schonung nur bedingt kompatibel sind, habe ich nun schmerzhaft am eigenen Leib erfahren dürfen.

Seit einer Woche weigert sich mein aktueller Virenbesuch hartnäckig, seine Sachen und den befreundeten Bazillus zu packen und sich endlich zu verpissen.  Stattdessen haben er und sein Kumpel sich häuslich bei mir eingerichtet.  Um mir Gelegenheit zu geben, mich in Ruhe auszukurieren und den ungebetenen Gästen endlich den Garaus zu machen, ist mein Mann am Wochenende für knapp zwei Tage mit beiden Kindern zu den Schwiegereltern gefahren. Das letzte Mal hatte ich im Februar für einen Tag sturmfrei. Da war ich aber gesund und in Bewegung. Warum das eine Rolle spielt? Dazu komme ich gleich.

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Tagesnotizen #25: „Das Loch“ / Schreib- und Abnehmupdate

In unserem Garten gibt es ein Loch.  Ein Schacht neben den Kellerfenstern.  Eine Reihe von Holzpfeilern grenzt diesen Graben vom restlichen Garten ab. Schon als meine Schwester und ich selbst noch Kinder waren, hatte „das Loch“ eine magische Anziehungskraft. Ein Hauch von Gefahr umweht diese Stelle, die mir heute, da ich selbst Mutter bin, ein Dorn im Auge ist.

Seit Jahren überlegen wir, wie wir den Schacht kindersicher machen können, indem wir ihn zuschütten oder abdecken.  „Das Loch“ einfach mit Erdreich aufzufüllen, ist jedoch keine prickelnde Option.  Schließlich wäre es dann stockdunkel im Keller und Lüften nicht mehr möglich. Ein Netz wollen wir auch nicht über den Mini-Abgrund spannen und Holzplatten halten wir ebenfalls für riskant. Das verleitet die Kiddies erst recht dazu, auf dem Schacht herumzutanzen.  Einstweilen passen wir einfach auf wie die Schießhunde und versuchen, den Kindern ein Gefühl für die Gefahr zu vermitteln. Steinigt mich: Aber wir können die Kleinen sowieso nicht in Watte oder eine mobile Gummizelle packen. Sie müssen lernen, eventuelle Bedrohungen wahrzunehmen.

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Mary verdünnisiert sich – Wochenbilanz #4

Der Lockruf zartschmelzender Vollmilchschokolade vermag es inzwischen nicht mehr, mich aus der Bahn zu werfen.

Vielmehr sind es all die Hiobsbotschaften, welche dieses Jahr beinahe unablässig auf uns einprasseln und die mein Abnehmprojekt banal, sinnbefreit und bisweilen taktlos erscheinen und mich hin und wieder zweifeln lassen.

Da macht nicht irgend jemand, sondern ein Mensch, der einem am Herzen liegt, die Hölle durch und ich zähle währenddessen Kalorien. Ich schäme mich fast dafür.

So fragil, dieses menschliche Leben.

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Tagesnotizen #17: Von A wie Abspecken bis Z wie Zoo

Manches klingt in der Theorie super und in der Praxis erweist es sich dann – bei inadäquater Umsetzung – als kompletter Fail. Wie Abnehmen zum Beispiel.  Oder unser Besuch im Beerencafé gestern.

Während M. einen freien Tisch in strategisch günstiger Lage auskundschaftete, versuchte ich, das rosa Sonnenhütchen – also known as Eiliensche, welches in einem Irrsinnstempo zwischen den Strohballen auf- und abhüpfte, nicht aus den Augen zu verlieren. Der Schwierigkeitsgrad dieser Aufgabe wurde durch das Ämmale, das sich gerade anschickte, im Streicheltiergehege unterzutauchen, massiv erhöht. Effektive Tarnung  inklusive. Die Pampe aus Matsch und Stroh erwies sich als äußerst anhänglich.

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Tagesnotizen #14: Zuckerjunkie im Wolkenkuckucksheim

Mein Wolkenkuckucksheim liegt nicht im Verborgenen. Es gibt eine Leiter. Sie gaukelt eine gewisse Bodenhaftung zumindest vor. Außerdem gibt sie interessierten Mitmenschen die Möglichkeit, sich in meinem Luftschloss umzusehen. Manch einer versucht jedoch, klammheimlich an der Leiter zu sägen.  In der Hoffnung, mir den Aufstieg zu verwehren und die vermeintliche Utopie zum Platzen zu bringen.  In solchen Momenten frage ich mich, warum ich die Leiter nicht ein für allemal umwerfe. Ich brauche sie nicht. Ebenso wenig wie all jene, die wie ich, den Kopf zumindest zeitweise in den Wolken haben.

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Tagesnotizen #12: Alles außer Schnee

Was macht Ihr, wenn die Kinder rumschnupfen, der Gatte bereits mit fieser Männergrippe flachliegt und Ihr auf keinen Fall auch noch krank werden wollt?

Ihr flieht vor den Viren innerhalb der geschlossenen vier Wände und legt es direkt darauf an, in einen Wolkenbruch zu kommen. Um dann erstaunt festzustellen, dass Schuhe innerhalb weniger Sekunden so voller Wasser laufen können, dass es bei jedem Schritt lustig schwappt und knatscht. Richtig?

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Tagesnotizen #10: Sport oder so ähnlich

Zuerst hatte ich meine Mitgliedschaft im Fitnessstudio gekündigt. Nur, um sie kurz darauf wieder zu reaktivieren. Eigentlich bin ich nicht unbedingt der Typ fürs Fitnessstudio, aber mit Kleinkindern ist nur ein Sport möglich: Sprinten. Und zwar hinterher. Ich merke aber inzwischen deutlich, dass es mehr braucht:  Zur Stärkung des Immunsystems, für die gute Laune,  die körperliche Leistungsfähigkeit und natürlich auch hinsichtlich meiner Figur. Ich hatte ja in dem ein oder anderen Post schon erwähnt, dass ich gerne abspecken möchte. Bisher ist das aufgrund meiner Inkonsequenz ein ziemliches Rumgeeiere. Zwar weist die Bilanz unterm Strich einen Hauch von Minus auf, aber effizient geht anders. Und da ich einfach gerne esse, bleibt mir nichts anderes übrig, als die Zündschnur von beiden Seiten abzufackeln.

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Tagesnotizen #8: Hexenfeuer

Vollmundig habe ich überall verkündet, das Ämmale sei jetzt abgestillt. Seit sieben Tagen ist das tatsächlich der Status quo.  Der Antibiotikumhammer wäre laut Embryotox sogar mit dem Stillen vereinbar gewesen, nicht aber die Codeintropfen. In den 15 Monaten,  die sie auf dieser Erde weilt, hat meine Zweitgeborene schon so manche medikamentöse Gewalttour mit mir durchlebt, aber ein Opiat wollte ich ihr nun wirklich nicht antun.

Das Codein habe ich allerdings nur zwei Tage gebraucht. Eventuelle Rückstände sind längst abgebaut. Und die Antibiotikumkur ist nun auch beendet. Heute morgen habe ich die letzte Tablette eingeworfen.

Und jetzt sitzt mir so ein hirnverbranntes Teufelchen auf der Schulter, das mir beschwörend ins Ohr flüstert. Es meint, dass ich doch Relaktieren könnte. Nach einer Woche stehen die Chancen noch nicht allzu schlecht. Aber das wäre absolut idiotisch. Das Abstillen lief völlig problemlos.  Sowohl meine Brust, als auch die Gier des Ämmale betreffend.  Keinerlei Schmerzen, kein Milchstau, keine Knoten. Die paar Schlucke, die meine Kleine noch getrunken hat, wurden von meinem Körper offensichtlich stillschweigend absorbiert.  Das Ämmale selbst hat mit flehendem Blick zweimal auf das Stillkissen gedeutet und danach versucht, sich unter meinen Pulli zu graben, aber dann akzeptierte sie ohne Murren, dass die mütterliche Milchbar fortan geschlossen ist. Zwar waren wir wohl beide emotional noch nicht ganz soweit, aber wann ist man das schon. Es wäre also bescheuert, wieder anzufangen. Auch unter dem Aspekt, dass mir das Abstillen medikamentös ganz andere Möglichkeiten eröffnet und ich jetzt echt mal zusehen muss, dass ich aus diesem dauerkranken Zustand herauskomme. Mein Körper sollte sich nun eigentlich wieder auf sich und seine Regeneration konzentrieren dürfen. Außerdem ist das Ämmale kein kleines Baby mehr, sondern ein Miniterminator mit der Durchschlagskraft einer Kanonenkugel. Dennoch kann ich nicht dafür garantieren, dass ich sie nicht doch wieder anlege. Sofern sie das will.

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