Federfarbenfee

Von jung und angejahrt in Wort und Bild

Tag: Alltag mit Kind (page 1 of 7)

Tagesnotizen #44: Mitten im Leben?

Eigentlich (EIGENTLICH ein furchtbares Wort, aber mir fällt gerade kein besseres ein), sind das jetzt die besten Jahre:
Nicht mehr so leicht zu verunsichern wie als junger Mensch.

Humorvoller (vor allem auch in Bezug auf sich selbst und die eigenen Schwächen) und dadurch souveräner als früher.

Ausreichend Mut und Lebenserfahrung gesammelt, um seine Leidenschaften auszuleben und darauf zu scheißen, was andere davon halten.

Noch nicht zu vertrocknet und gebrechlich, um nicht auch die sinnlichen Genüsse voll ausschöpfen und sich nach wie vor attraktiv fühlen zu können, dürfen, wollen.

Einen Partner an der Seite, der einen aus vollem Herzen liebt, obwohl er einen kennt.

Die Kinder.

Mehr Freiheiten, aber auch viel mehr Verantwortung.

Wären da nicht all die Schicksalsschläge, die wahrscheinlich jeden Menschen in dieser Lebensphase in irgendeiner Form ereilen.

Am schwersten hat es wohl mein Mann im Moment. Gleichzeitig sind ihm beide Elternteile weggebrochen. Der eine tot (bitte keine Beileidsbekundungen – die haben wir hinter uns), der andere (erneut) schwerst depressiv. Suizidal. Ich stehe M. zur Seite, so gut es mir möglich ist und bewundere ihn nicht zum ersten Mal für seine mentale Stärke.

Ständiger Spagat. Zwischen helfen und sich selbst und die Kinder schützen wollen. Gleich, wie positiv diese strahlenden, kleinen Wesen gerade auf psychisch kranke Menschen wirken mögen: Sie sind auch ungeheuer verletzlich und es ist nicht rechtens, ihre Energie anzuzapfen, um sich selbst zu stärken. Allein, wenn ich mir anschaue, wie sehr die Kleinen auf die Physiognomie ihres Gegenübers achten. Wie sollen sie sich fühlen, wenn da keinerlei emotionale Regung zu sehen ist?
Wenn ihr wacher, suchender, vertrauens- und liebevoller Blick nur auf stumpfe Leere trifft?
Wenn sie erkennen, dass der geliebte Mensch nicht mehr er selbst ist? Dass er sich an einen Ort zurückgezogen hat, an den ihm die Kinderseelen nicht folgen können und auch nicht sollen.

Mit Händen und Füßen darum kämpfen, nicht mit in den Abgrund hineinzustürzen.

Sehr viel mehr möchte ich dazu nicht schreiben. Aus Rücksichtnahme der betreffenden Person gegenüber. Hoffe, mit diesem Post habe ich seine Intimsphäre nicht schon zu sehr verletzt. Aber es ist kein Geheimnis, dass er krank ist.

Du bist so ein intelligenter, begabter und charismatischer Mann und wir wünschen dir von Herzen, dass du wieder aus diesem Loch herauskommst. Aber du musst die Hände, die sich dir entgegenstrecken, schon ergreifen. Sonst wird das nichts! Und es sind zahlreiche Hände! Nicht nur die von M., den Kindern und mir. Ich kenne kaum einen Menschen, der so viele gute und echte Freunde hat wie du!

Meine eigenen Freundschaften bin ich gerade wieder einmal am Überdenken. Es gibt nur sehr wenige Leute, denen ich blind vertraue. Und mindestens 80 Prozent davon sind Männer. Es ist wirklich erschreckend, wie talentiert Frauen darin sind, sich gegenseitig das Leben schwer zu machen.
Sicherlich schrieb ich es schon mal, dass ich in meinem Leben weitaus mehr Leid durch Frauen als durch Männer erfahren habe. Obwohl es sehr bedauerlich ist, dass ich damit meiner eigenen Spezies in den Rücken falle. Ich selbst bin bestimmt auch ein ziemliches Miststück. Das möchte ich gar nicht bestreiten. Jedenfalls ist es sehr interessant, dass ausgerechnet ich zwei Töchter habe. Das sehe ich als eine DER Aufgaben in meinem Leben.

Dieser Eintrag klingt hoffentlich nicht allzu trist. Denn das würde meiner aktuellen Lebenssituation nicht gerecht werden.

Tatsächlich bin ich gerade um einiges glücklicher als ich es etwa in meinen 20ern und 30ern war.

Und neben meiner Familie gibt es insbesondere noch drei weitere Säulen, die mich zugleich erden und beflügeln: Das Schreiben, das Tanzen und neuerdings auch wieder das Musizieren. Seit Jahrzehnten hatte ich kein Instrument mehr in der Hand. Und nun habe ich mir ein Herz gefasst und erlerne endlich das Gitarrespielen.
Schon als Kind war das mein Trauminstrument. Aber von meinen Eltern wurde ich dazu „verdonnert“, Sopran- und Altflöte zu spielen. Autodidaktisch habe ich mir das Klavierspielen beigebracht. Virtuos geht anders, aber für ein wenig Klimpern hat’s gereicht.

Nun habe ich das große Glück, von einem wirklich begnadeten Musiker in den Künsten des Gitarrespielens unterwiesen zu werden.

Und wenn ich meine „La Mancha“ auf dem Schoß habe, mich im Strumming übe und dem schönen Instrument hin und wieder einen sauberen Akkord entlocke, vergesse ich ganz schnell, dass sich mein Unterkiefernerv aufgrund der laufenden Implantationsgeschichte auf der linken Seite mal wieder verabschiedet hat. Zumindest ist meine Lippe diesmal nicht betroffen. Das war letztes Mal ganz furchtbar: Nicht richtig küssen zu können.

(Vor einigen Tagen habe ich mein Webspace-Abonnement doch um ein weiteres Jahr verlängert. Zwischenzeitlich tendierte ich zur Kündigung. Die Vorgaben des neuen Datenschutzgesetzes halte ich bei einen so kleinen, nicht kommerziellen Liebhaberblog für völlig übertrieben. Und die Tatsache, dass meine Posts mal im WP-Feed auftauchen und mal nicht, finde ich auch nicht eben motivierend. Zudem konzentriere ich mich derzeit vor allem auf die Fertigstellung meiner Liebesgeschichte. Falls ihr also wider Erwarten Sehnsucht nach mir haben solltet, empfehle ich euch, auf meinem Wattpadprofil vorbeizuschauen. ;))

Tagesnotizen #38: Blaue Stunde

Ja, meine Tochter darf mir an die Brust fassen. Mein Mann auch. Ab und zu. Seit wir Eltern sind, läuft da nicht mehr viel. 😉 (!) So abgöttisch ich meine Kinder auch liebe: Zwei sind genug. 🙂 Dafür fläzen wir Abends Arm in Arm – oder auch nicht (O-Ton M.: „Du bist mir zu heiß) – auf die Couch und gucken Serien und Filme.

Und morgens Früh um Sechs kommt die kleine Hex*:

„Was ist das für ein Film?“ Das Eiliensche hält mit spitzen Fingern und der gestrengen Miene eines Inquisitors eine DVD in die Höhe. „Habt ihr den gestern Abend angeschaut? Du und Papa?“ Und mir wird siedend heiß, als ich sehe, um welchen Film es sich handelt. Zum Glück ist das Cover von „ES“ relativ unauffällig und wenigstens die Hülle, auf der doch Beängstigendes zu erahnen ist, hat M. gestern noch in Sicherheit gebracht.

„Ja“, antworte ich knapp und nehme ihr die Scheibe ab.

„Um was geht es da?“, bohrt sie weiter nach und trabt mir hinterher.

„Das ist ein böser Gruselfilm. Nix für euch.“

„Ui, und warum nicht?“ Die leuchtenden Augen meiner Erstgeborenen signalisieren mir, dass der Schuss nach hinten losgegangen ist und ich ihr den Film nicht madig, sondern erst recht schmackhaft gemacht habe.

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Tagesnotizen #37: Alterserscheinungen

Niemand führt dir deine nachlassende Hirnleistung so plakativ vor Augen wie deine Kinder:

Heute morgen um 05.45Uhr krabbelt ein bettwarmes Ämmale (3) mit zerknautschtem Babygesicht und zerzaustem Blondhaar – Unverständliches brabbelnd – zu mir in die Koje und kuschelt sich in Embryohaltung in meinen Arm. Auch wenn ich am liebsten allein schlafe, genieße ich diese innigen Momente.

Zehn Minuten später fegt das Eiliensche (5) ins Zimmer, schmeißt die Festbeleuchtung an und hält mir einen grünen Gummiring unter die Nase:
„Mama, wie sieht nochmal der Karton aus, in dem die anderen Loops drin sind? Ich möchte gern ein Armband machen. Jetzt!“

Ich versuche mich zu erinnern:
„Rosa mit Glitzer?“

Das Loop-Fieber hat die Kinder seit einem Jahr nicht mehr gepackt.

„Quatsch“, vernehme ich da plötzlich ein glasklares, helles Stimmchen neben mir. Keine Spur mehr von Babyslang.
„Der Karton ist orange. Mit Sternen drauf.“

Wir schlurfen zusammen ins Erdgeschoss und ziehen die Verpackung aus dem Regal:
Sie ist tatsächlich orange. Mit Sternen drauf …

Tagesnotizen #33: Kindermund und neue Maße

Das Eiliensche und das Ämmale machen sich neuerdings einen Spaß daraus, bei Filmen in Windeseile die Rollen neu zu verteilen und jeweils den Part eines Hauptdarstellers selbst zu übernehmen.

Heute schauen wir uns aus einer nostalgischen Anwandlung heraus das alte Smooth Criminal Musikvideo an:

Michael Jackson betritt im weißen Anzug die Location. Sein Gesicht die fleischgewordene Coolness.

Der Finger des Ämmale (- gestern 3 geworden -) schießt nach vorne und durchbohrt fast Michaels Hut:
„Ich bin die da!“, kräht sie begeistert.

(Wir sind übrigens große Verehrer von Michael Jacksons Kunst. Und „Smooth Criminal“ zählt noch immer zu unseren Favoriten, wobei mein liebstes Album „Dangerous“ ist und daraus speziell die Songs „Give in to me“ und „Who is it“. Auch wenn dies vielleicht nicht die populärsten und bekanntesten seiner Hits sind.)

Nachdem ich nun erfolgreich den Rest meiner Familie angesteckt habe, geht es mir etwas besser. 😉 Zumindest ist das Fieber schon mal weg.

Das Blutbild spiegelt meinen Kampf mit dem aktuellen Infekt wider, aber abgesehen von ein paar Werten mit unaussprechlichem Namen, aufgrund derer ich demnächst mal wieder beim Lungenfacharzt antanzen soll, ergaben sich zum Glück keine größeren Auffälligkeiten. Sobald ich wieder fit bin, wird mein Körper einem Komplett-Check unterzogen. Und um meinem Immunsystem ein wenig auf die Sprünge zu helfen, bekomme ich eine Aufbaukur per Infusion verpasst. Das obligatorische Antibiotikum habe ich natürlich auch erhalten, aber das brauche ich nicht. Und der Infekt ist wohl eh ein viraler. Meine Frage, warum ich allein im letzten Jahr 12mal krank war und mich quasi jeden Monat eine neue Erkältung ereilte, konnte ad dato nicht wirklich zufriedenstellend beantwortet werden.

Naja, immerhin ist einstweilen die Sonne in mein Gemüt zurückgekehrt. Bis zum nächsten Infekt. Haha.

Da derzeit allein schon der Gedanke an „Sport“ zu anstrengend ist und ich auch ärztlicherseits dazu genötigt wurde, ein Weilchen zu pausieren, passt mir die stark proteinlastige Ernährung aus dem Programm erst recht nicht mehr ins Konzept. Also mache ich diesbezüglich doch wieder meinen eigenen Stiefel, ziehe die Challenge aber dennoch weiter durch. Auf meine Weise.

Nun habe ich ja gut drei von zehn Wochen hinter mir und als ich mich heute vermessen habe, war ich positiv angetan. Es haben sich wieder einige Zentimeter verabschiedet.

102 – 79 – 109

(Zum Vergleich die Startwerte vom 02.01.: 103 – 83 – 114)

Das sind meine aktuellen Maße. Muss man von Taille und Hintern nur noch 19 Zentimeter abziehen, dann bin ich zumindest wieder 60 – 90. Höhö. An der Brust dürfte dann allerdings nicht ganz so viel schrumpfen. Wir werden sehen.

Tagesnotizen #32: Fieber

Achtung: Das wird ein konfuser und unschöner, da am Handy getippter, Jammerlappenpost. Habe vorhin zwei Ibus und eine weitere BoxaGrippal eingeworfen und jetzt bin ich zumindest soweit klar in der Birne, dass ich hier eine kleine Notiz absetzen kann.

Was meine ständigen Infekte angeht, neige ich leider zur Beschönigung und zum Selbstbeschiss. Grundsätzlich bin ich nämlich ein sehr positiv denkender Mensch, der nach vorne schaut und noch so viele Pläne, Träume und Ziele hat, dass vorzeitiges Abnippeln gar nicht in Frage kommt. Und sobald ich mich nach einer Erkältung wieder gefangen habe, grüble ich auch erstmal nicht mehr weiter darüber nach.

Daher habe ich mir auch ziemlich erfolgreich eingeredet, dass mein Immunsystem sich schon wesentlich verbessert hat seit jenem denkwürdigen Jahr 2015, in dem ich wirklich drauf und dran war, kläglich ins Gras zu beissen.

Seitdem sitzt mir dennoch latent diese kalte Angst im Nacken, dass die ständigen Entzündungen, die in meinem Körper wüten, irgendwann entarten und eine sehr viel schlimmere Erkrankung hervorbringen als nur eine banale Erkältung. Der Verdacht stand bereits mehrfach im Raum und auch wenn er damals nicht bestätigt wurde, begleitet er mich nach wie vor wie ein dunkler Schatten.

Vor der Schwangerschaft mit dem Ämmale war ich so gut wie nie krank. Einmal im Jahr ein grippaler Infekt, wenn es hoch kam. Trotz meiner Insomnie.

Doch nun erkenne ich meinen Körper nicht wieder und das beunruhigt mich mehr, als ich zugeben möchte.

Zumindest die rezidivierenden Fieberschübe schienen passé. Bis heute. Auf 39 Grad ist das Thermometer im Irrsinnstempo hochgeklettert und sogar Fernsehschauen war zu anstrengend. Jetzt bin ich zwar für die kommenden Stunden gedoped, aber ich weiß, dass die Temperatur wieder steigen wird. Vor 2015 habe ich zuletzt als Kind so hoch gefiebert.

Das bin nicht mehr ich, wie gesagt.

Ich weiß, dass das alles melodramatisch klingt, aber das ist nun das dritte Jahr, in dem mich jeden Monat ein Infekt ereilt. Zuletzt am Geburtstag des Eiliensche im Dezember. Da war es aber nicht so heftig wie jetzt und ich habe trotz meines desolaten Gesamtzustands noch eine Gespensterparty mit 11 Kindern und – zum Glück – mit Hilfe von Mann und Schwiegervater geschmissen.

Übermorgen wird das Ämmale 3 Jahre alt und auch hier war eine Feier geplant. Leider musste ich aber diesmal absagen. Das schlechte Gewissen meiner Tochter gegenüber frisst mich fast auf. Aber ich schaffe es mom gerade so zum Klo. Geburtstagsvorbereitungen, Gäste bewirten und Kinder bespaßen? No way. Ich hoffe, wir können die Party rasch nachholen.

Zum Glück ist es M. möglich, morgen einen Tag Urlaub zu nehmen. Wir haben keine Unterstützung durch Großeltern etc. hier. Und wir hatten auch schon die Situation, dass ich mit 40 Grad Fieber allein war mit Baby und Zweijähriger. Da bin ich die Treppen auf allen Vieren runtergekrochen.

M. umsorgt mich gerade mit Hühnersuppe und Ingwertee und hält die Kleinen bei Laune, während ich hier vor mich hinsieche. Ich bin ihm überaus dankbar für seine Pflege, aber ich HASSE es, so hilflos zu sein und dabei zuzusehen, wie mir kostbare Lebenszeit einfach so durch die Finger rinnt.

Und im Fieberwahn schlängeln sich bisweilen zischelnd seltsame Gedanken in den Kopf:

Kämen sie ohne mich zurecht?

Werde ich meine Kinder aufwachsen sehen?

Hoffentlich schaffe ich es noch, meine Bücher fertig zu schreiben.

An meinen Mann und meine Kinder: Ihr seid alles für mich! Gott, ich liebe euch so!

Tagesnotizen #30: Die Häutung von Papas neuer Freundin

“ … “

Gestern war ich jedenfalls selbst nicht wirklich auf soziales Miteinander gepolt, aber leider hatte ich Vormittags einen Termin beim Tierarzt und der Stau beschränkte sich zu meinem Entsetzen nicht nur auf die Autobahn, sondern setzte sich im Wartezimmer der Praxis fort. Eine Lady vom Amt war unangekündigt hereingeschneit und alle Patienten nebst Besitzern mussten sich erstmal in Geduld üben. Es war im wahrsten Sinne brechend voll. Hätte fast im Strahl gekotzt, als ich diese Menschenmassen vor mir sah und wollte schon rückwärts wieder rauslaufen. Zudem war auch noch die Tochter der Ärztin, die sich im gleichen Alter wie meine Zweitgeborene befindet, zugegen. Ein wahrhaft reizendes Geschöpf. Aber ich hatte gerade meine Kiddies im Kindergarten abgeliefert und war nicht unbedingt erpicht darauf, in diesen kostbaren, kindfreien Stunden den Entertainer für eine andere Zweijährige zu spielen.

Blöderweise musste ich dringend aufs Klo. Daher habe ich kurzerhand unseren Chinchillamann neben einer Kaninchendame geparkt und als ich zurückkam, wurde ich prompt vom Besitzer der Häsin in ein Gespräch verwickelt. Ein ziemlich geschniegelter Typ, dessen verschmitztes Grinsen jedoch nicht zum Anzug passte, in dem er steckte und der wiederum selbst wie ein Fremdkörper wirkte zwischen all den bejeansten Frauenbeinen. Es stellte sich heraus, dass der Kerl Anwalt ist und da er praktischerweise eine eigene Kanzlei hat, kann er Vormittags auch mal ganz entspannt in einer Tierarztpraxis herumsitzen, wenn es die Situation erfordert. An der Art, wie er die Arzttochter nicht nur einmal geschickt abfing und von einer potentiellen Kontaktaufnahme mit mir fernhielt (- ich befürchte, ich habe kein Talent zum Pokerface), bemerkt der Kenner sofort, dass der gute Mann Erfahrung im Umgang mit kleinen Menschen besitzt. Tatsächlich ist er ebenfalls Vater zweier Töchter. Und außerdem großer Tierfreund. So verwandelt sich seine Kanzlei bisweilen in ein Hundehotel. Als er von dem Kampfdackel erzählte, den er dort mal vier Wochen nebenbei gehütet hatte, musste ich trotz meiner unterirdischen Stimmung tatsächlich lachen. Diese Unterhaltung war so herrlich unverkrampft und trotz der unerotischen Thematik inspirativ bis vitalisierend. Tierisch menschlich. Mit manchen Leuten passt es einfach. Gut, vielleicht lag es zum Teil auch daran, dass der Herr Anwalt ist. Eine gewisse Eloquenz ist da ja Berufsvoraussetzung.

Im Moment bin ich mal wieder in einer kribbelnden Aufbruchstimmung. Irgendetwas tut sich. Solche Veränderungen, die oft einen Sprung nach vorne bedeuten, kündigen sich bei mir immer dadurch an, dass ich das Gefühl habe, meine aktuelle Hauthülle wird zu eng. Zeit, sie abzustreifen. Die gerissene Hose veranschaulicht das ja auch recht schön. Haha. Vielleicht fällt mir das Abspecken deshalb auch so leicht gerade. Weil ich merke, dass sich etwas bewegt.

Rückenschmerzen und Immunsystem haben sich mittlerweile auch verbessert. Heute Abend geht es ins Balletttraining. 1,5h sollten reichen als wöchentliche Ausdauereinheit. Die kommenden zwei Tage ist dann nochmal Push und Pull angesagt.

Die Zeichnung im Titelfoto sieht deshalb so verknittert aus, weil das Eiliensche sie in einem spontanen Wutanfall komplett zerknüllt hat. Zum Glück konnte ich das Bild retten.

Auch sie befindet sich derzeit in einer Art Entwicklungsschub. Das merke ich u.a. an den Sprüchen, die sie momentan so raushaut.

Hier ein kleines Beispiel für die Leute, die mein Kindermund-Büchlein auf Wattpad nicht kennen:

***

Mein Mann hatte heute das Handy daheim vergessen und wirft nun, nach dem Abendbrot, den ersten Blick ins Whatsapp:

„Oh“, macht er enttäuscht. „Meine Freundin hat heute gar nicht geschrieben. Sie liebt mich nicht mehr.“

Das Eiliensche (5): „Ui, toll. Papa hat eine Freundin. Ist sie nett?“

„Ja, sehr nett.“ Mein Mann verzieht keine Miene. „Gestern hat sie sich noch gemeldet.“

Er grinst mich an. Dann liest er vor:

„Ich liebe dich auch! Bis gleich!“ Das ist meine letzte Nachricht an ihn. Solche Späße von ihm bin ich gewohnt. Ist Standard hier.

Das Eiliensche alarmiert: „Aber heute Nacht bleibst du schon daheim, oder?“

Mein Mann und ich tauschen einen verblüfften Blick … und prusten los. In den vergangenen 5 Jahren gab es keine einzige Nacht, die er ohne uns verbracht hat. (Zumindest eine von uns war immer mit von der Partie. ;-))

Jetzt fehlt nur noch, dass sie morgen im Kindergarten stolz verkündet, dass Papa eine neue Freundin hat.

***

Der hier ist zwar schon etwas älter, aber einer meiner Lieblingssprüche – da war es auch ordentlich am Arbeiten in ihrem Köpfchen:

Eiliensche (3 Jahre):

„Der Papa ist ein Mensch.“

Mama: „Und was bin ich?“

„Du bist eine Frau.“

***

In diesem Beitrag habe ich übrigens keinen „Weiterlesen“-Tag gesetzt. Könnt ihr mir bitte Bescheid geben, ob der Post nun komplett im Reader zu sehen und auch kommentierbar ist?

So, jetzt mache ich mich an mein aktuelles Schmelzkapitel. Vielleicht kriege ich das ja sogar noch fertig, bevor ich um 12.15Uhr meine geliebten Plagegeister aus dem KiGa abhole. Die letzten Tage bin ich kaum zum Schreiben gekommen, weil entweder Ferien waren oder irgendwelche Termine anstanden.

Tagesnotizen #28: Gebt dem Kind Pastellkreide / Stand Abspeckprojekt / Ehegespräche

Dass meine Große mich beim Memory um Längen schlägt, ist ja mittlerweile nichts Neues mehr,  aber dass sie schon beim allerersten Kontakt mit Pastellkreiden diese wesentlich besser einzusetzen vermag als ich beim gefühlt 150. Mal, schon.

Wir hatten über Silvester Besuch von meiner besten Freundin, die ich seit nunmehr 34 Jahre kenne und uns am Sonntag spontan dafür entschieden, uns mit diversen Malutensilien auszutoben. Zwischen dem Eiliensche und den Pastellkreiden war es Liebe auf den ersten Blick. Ein paar der – wie ich finde – zauberhaften Ergebnisse habe ich unten eingestellt.

Meine eigenen Bilder habe ich unauffällig hinter ein paar alten Leinwänden verschwinden lassen.

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Mädchen Leopardenkostüm blitzschnell selbst genäht

Was tun, wenn man einen Tag vor einer Kinder-Wildtierparty feststellt, dass auf die Schnelle kein adäquates Leopardenkostüm aufzutreiben ist?

  1. Man schnappt sich das Kind,
  2. stattet dem Stoffladen seines Vertrauens einen spontanen Besuch ab,
  3. nervt die Verkäuferin erfolgreich mit dem Wunsch nach einem Stoff mit schickem Leoprint,
  4. eilt wieder nach Hause,
  5. geht erstmal in den Ballettstunde,
  6. bringt die Kinder ins Bett,
  7. schaut mit dem Mann zwei Folgen Game of Thrones,
  8. fängt um Mitternacht an zu nähen und
  9. ist um 02.00Uhr damit fertig.

Dass das Ergebnis doch recht überzeugend ausgefallen ist, hat mich selbst wohl am meisten überrascht.

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Kreative Freuden: Neue Kinderzeichnungen und Schreibupdate

Da ich die Zeichnungen meines Eiliensche und meines Ämmale nicht mit unnötigem Geschwafel verschandeln will, halte ich mich heute kurz:

Schreibupdate in drei Sätzen:

Ich bin wieder im Fluss. 

Das fühlt sich fabelhaft an.

Seit Jesolo (meine neue Zeitrechnung ;-)) sind zwei neue Kapitel von „Der Liebe zartherber Schmelz“ online gegangen und das nächste ist in Arbeit. 

***

So, nun zum wichtigen Teil – den Zeichnungen:

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Scrapbook zur Goldenen Hochzeit

Fast zwei Monate sind seit dem letzten Eintrag vergangen. Was ich in der Zwischenzeit getrieben habe? Dies hier zum Beispiel: Anlässlich der Goldenen Hochzeit meiner Eltern habe ich zusammen mit den Kindern ein Scrapbook gestaltet – mein allererstes Projekt in dieser Richtung. Daher bitte ich darum, über windschiefe Ecken und Knicke großzügig hinwegzusehen.

Leider habe ich erst nach Fertigstellung mit dem Abfotografieren angefangen. Daher gibt es hier zu Hauf verpixelte Gesichter und leider kein „Work in Progress“ zu sehen. Hinsichtlich expliziter Anleitungen sind aber andere Blogger und insbesondere auch Youtuber sowieso viel professioneller unterwegs. Ich bin daher so frei, weiter unten einige Videos zu verlinken, die mir selbst weitergeholfen bzw. mich inspiriert haben.

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