Federfarbenfee

Von jung und angejahrt in Wort und Bild

Category: Meine Bilder

Kinderzeichnungen und Zentangle

Seit einigen Wochen beobachte ich, dass das Eiliensche vermehrt Häuser, Blumen, Menschen, Feen und Gesichter malt. Diese Entwicklung ging recht plötzlich vonstatten. Von einem Tag auf den anderen zeichnete sie Augen, Mund und Haare. Die Nase vergisst sie hin und wieder. Dafür betont sie die Augen meist besonders. Heute hat sie diese erstmals mit Wimpern versehen. Und noch eine weitere Premiere gab es:  Die Prinzessinnen und Blumenelfen tragen jetzt auch Kronen und bunte Ketten, die eigenwillig auf Höhe des Mundes platziert werden.

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Tagesnotizen #16: Schnörkelfische im Fiebermeer oder: Pläne sind für`n Popo

Es ist Freitag. Die Sonne scheint. M. hat Urlaub.

Plan: Wir wollen uns an Beerenshakes laben und dabei die Zehen in den kühlen Sand graben, aus dem die Kinder währenddessen Burgen bauen und Kuchen backen. Wir wollen mit ihnen durch den Irrgarten streunen und von Strohballen zu Strohballen hüpfen, sie auf Holzpferden reiten und am Wasserspielplatz herumsau(s)en lassen. Wir wollen den Stress und die schlimmen Nachrichten zumindest kurzfristig aussperren und uns einfach des Lebens freuen.

Ist: Das Eiliensche ist blasser als ihr Vanillejoghurt, den sie heute mit leidendem Gesichtsausdruck herunterwürgt und dann die Hälfte stehen lässt. Die violetten Augenringe sehen aus wie Lidschatten, den sie an der falschen Stelle aufgetragen hat. Mal abgesehen davon, dass wir so etwas gar nicht im Haus haben. Muttern ist ein Schminkmuffel. Mein zaghafter Bekleidungsvorschlag verfehlt ihren Geschmack und prompt mutiert sie zur Heulboje. Das Kind friert und auch die kleinste Geste wird im Zeitlupentempo ausgeführt. „Hoffentlich wirst Du nicht krank. Willst Du heute daheim bleiben?“ „Nein“, entscheidet meine Tochter resolut.

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Tagesnotizen #3 und neues Zentangle

„Wie heißt die Prinzessin?“

Ich bin ratlos: „Welche?“

Das Eiliensche schnaubt ungehalten durch ihre frischgeföhnten Haare, die einem seidenen Vorhang gleich ihr Gesicht verdecken.  „Die mit dem orangen Kleid. Blau ist auch mit dabei. Sie hat auch keine Windel mehr. Und so Haare wie ich. Nur schwarz.“

Fieberhaft gehe ich alle mir bekannten Märchen im Geiste durch. Die üblichen Verdächtigen scheiden offensichtlich aus. „Ist sie so alt wie Du?“, wage ich einen weiteren Vorstoß.

„Ein bisschen größer. Und sie wird noch größer.“

„Dornröschen wird zuerst als Kind gezeigt. Rapunzel auch…“ Ich überlege laut und ziehe damit die Entrüstung meiner Erstgeborenen auf mich: „Die haben doch keine schwarzen Haare!“

„Schneewittchen?“

„Nein! Mensch, Mama! Du kennst die.“ Das Eiliensche wird immer ungeduldiger. Die Stimmung droht endgültig zu kippen.

„Es hilft alles nichts, mein Schatz. Du musst mir noch etwas mehr erzählen. Sprichst Du von einem Film oder von einem Buch?“

„Von einem Film.“

„Kannst Du mir den nachher zeigen?“

„Nein. Ich weiß nicht, wie die Verpackung aussieht.“ Die verzweifelte Anstrengung, mit der meine Tochter die Identität der geheimnisvollen Prinzessin zu lüften versucht, rührt mein Herz.

„Was macht sie denn in dem Film?“

„Sie macht die Puppen kaputt.“ Hoppla, das ist aber gar nicht ladylike. Scheint ein Märchen mit einem eigenwillig-innovativen Ansatz zu sein.  Aber ich komm einfach nicht drauf.

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Tagesnotizen #1

Rollschuhlaufen auf Buntstiften ist eine ganz neue Erfahrung. Ebenso wie die Erkenntnis, dass Einjährige durchaus zur Schadenfreude fähig sind.

Seit heute hat das Ämmale außerdem einen Narren daran gefressen,  bei jeder Gelegenheit wild zu winken und dabei enthusiastisch „Schüsssss“ zu rufen. Ungeachtet dessen, ob der Besuch gerade kommt oder geht.

Das Sofa zu erklimmen ist nun auch ein Leichtes. Der Abstieg gestaltet sich dagegen bisweilen noch etwas unsanft und willkürlich.

Pünktlich zum Start der neuen Woche haben es die fiesen Viren jetzt doch noch geschafft, meinen Körper zu erobern. Passender hätte das Timing nicht sein können. Schließlich war mein Mann jetzt eine Woche krank geschrieben und muss morgen wieder ins Büro. Nicht zum ersten Mal werde ich also in diesem desolaten Zustand alleine mit meinen Töchtern sein. Fiebrige Mutter plus zwei vor Kraft strotzende, sich bester Gesundheit erfreuender Kleinkinder – das ergibt eine fatale Kombination. Immerhin ist es kein Magen-Darm-Infekt. (Moment, ich muss dreimal auf Holz klopfen. ) Ich weiß noch, wie ich auf der Toilette darüber nachgrübelte, ob das Intervall bis zur nächsten Dünnpfiffattacke ausreichen würde, um schnell ans Bett des schreienden Babys und mit ihm im Arm rechtzeitig zurück auf das stille Örtchen zu hechten.

Zumindest habe ich gestern den Frühling gerochen und die von Emotionen geschwängerten Düfte ausgiebig genossen.  Denn heute schon rieche ich nicht einmal mehr die verbrannte Milch auf der Herdplatte.  Die gefühlt 101.000. Nebenhöhlenentzündung seit Geburt meines Ämmale.

Überwältigt bin ich vom positiven Feedback, das mich zu meinem Blogroman erreicht.  Motivierende Worte, die mich beflügeln. Am liebsten würde ich die ganze Nacht schreiben. (Tagsüber schon auch, doch da öffnet sich nie ein entsprechend großes Fenster. ) Aber sobald ich vollends in meine fiktive Welt abgetaucht bin, lassen mich die (Mutter)Pflichten bereits wieder panisch zurück an die Oberfläche rudern. Oft gibt es Zwangspausen. Und nach längerer Schreibabstinenz muss ich jedes Mal wieder warm werden mit Protagonisten und Geschichte. So ähnlich, als würde man einen alten Freund nach Jahren wieder treffen.  Die erste halbe Stunde rühren beide verkrampft in ihrem Cappuccino und hangeln sich von einem konstruierten Satz zum nächsten. Nach einiger Zeit jedoch wird das Gespräch zum Selbstläufer. Und gerade dann, wenn es am schönsten ist, müssen sich die erneut Vertrauten wieder trennen.

Diese Tagesnotizen sind ein Versuch.  Ein paar kurze Zeilen, versehen mit einem Foto und/oder kleinem Zentangle vom gleichen Tag.  Sie werden häufiger erscheinen als meine sporadischen Mammutposts. Wie oft, vermag ich jedoch nicht zu sagen. Ich weiß ja noch nicht einmal, ob es dieser Eintrag heute noch online schafft. Ich bin gerade dabei, mein Mini-Doodle fertigzustellen. Das Tangeln hilft mir beim Runterfahren. Dies wiederum wäre ein willkommenes Thema für einen weiteren Mammutpost.

Der Blogroman bekommt ein Gesicht

Dies wird eher eine technische Notiz denn ein emotionsgeladener Tagebucheintrag. Als Ausgleich folgt im nächsten (,morgigen) Post ein eben solcher.

Kapitel 4 allerdings wird noch ein paar Tage auf sich warten lassen.  Der Wille ist stark, aber die Kinder sind stärker.

Da meine ureigene Natur eine eher chaotische ist, bin ich erst sehr spät auf den Trichter gekommen, dass es für die Leser meines Blogs und/oder auch nur meines Romans nicht gerade komfortabel sein kann, wenn sie sich die wild verstreuten Kapitel einzeln zusammensuchen müssen. Zudem birgt es für Neueinsteiger eine gewisse Spoilergefahr, wenn sie unwillentlich und ohne Vorwarnung sofort mit dem neuesten Kapitel konfrontiert werden.

Daher habe ich nun im Hauptmenü unter „Geschriebenes“ die Kategorie „Blogroman“ und dort wiederum den Punkt „Kapitelübersicht“ angelegt.  Dieses Inhaltsverzeichnis ist mit bisher 3 Kapiteln noch nicht sonderlich umfangreich, aber das wird sich (hoffentlich) bald ändern.

In der Sidebar auf der rechten Seite gelangt Ihr durch einen Klick auf das Bild mit dem Schriftzug „Am Anfang war Lila“ ebenfalls direkt zur Kapitelübersicht.

Die einzelnen Kapitel werden dennoch weiterhin in der aktuellen Beitragsübersicht zu finden sein, da es tatsächlich auch Leute geben soll, die jeden meiner Einträge verfolgen und die es begrüßen, alle neuen Posts auf einen Blick erkennen zu können. Ich werde jedoch unter das Titelbild ab sofort einen Link zum Inhaltsverzeichnis setzen und den Text erst nach dem „Weiterlesen-Tag“ starten lassen. Es ist also nahezu unmöglich, unabsichtlich in ein neues Kapitel hineinzustolpern.

Wie Ihr sehen könnt, habe ich nun ausserdem ein Titelbild für den Roman erstellt. Für den ein oder anderen mag es gewöhnungsbedürftig erscheinen. Ich bin mir selbst noch nicht so ganz im Klaren darüber, ob ich diese Zeichnung mag und ob sie der Geschichte gerecht wird. Einstweilen habe ich aber meinen Frieden mit diesem – nennen wir es – „Arbeitscover“ geschlossen. Als Erkennungszeichen ist es in jedem Falle ausreichend, denke ich.

Am Anfang war Lila: Kapitel 3

Das alte Haus

Ranieri ist am Leben. Lachend kämpfen sie sich fernab des ausgetretenen Wanderweges durch das dichte Geäst und können die nahe Lichtung bereits erahnen. Der Endorphinrausch verleiht Priska ungeahnte Kräfte. Geschmeidig wie ein Panther erklimmt sie die teils mannshohen Felsbrocken, die von Riesenhand auf dem weichen, von Fichtennadeln übersäten Waldboden versprengt worden zu sein scheinen. Ranieri ist ihr dicht auf den Fersen. Sie spürt seinen warmen Atem in ihrem Nacken. Priska befindet sich in jenem prickelnden Schwebezustand sehnsüchtiger und bangender Vorfreude, den sie so lange wie möglich auszukosten beabsichtigt. Sobald der Zauber der ersten Nacht vorüber wäre, würden flüchtige Berührungen nur mehr eine angenehme und geborgene Wärme erzeugen, sich treffende Fingerspitzen keine explosiven Funken mehr schlagen, heiß-kalte Wechselbäder bei verstohlenen Blicken ausbleiben. Ein uraltes Spiel, dessen Ausgang zwar vorgezeichnet ist, das aber in diesem Stadium noch vom Hauch des Ungewissen umweht wird. Ein rares Lebenselixier, das nicht verschwendet werden darf.

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Blogroman: Wo ist Kapitel 3?

Folgender Eintrag könnte für Nichteltern hart an der Schmerzgrenze liegen. Wer diesen Warnhinweis nicht beachtet, ist selbst schuld.

Hier die TOP 5 der Nicht-Schreib-Gründe:

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Vom Stillen

Es ist ein schleichender Prozess. Aber heimlich, still und leise neigt sich die Stillzeit mit meinem Ämmale dem Ende zu. Und schon jetzt empfinde ich Wehmut.

Das Stillen ist eine sehr persönliche Angelegenheit und ich habe nie verstanden, warum bei diesem Thema so viele Mütter auf einmal übergriffig werden und einen entweder in die eine, oder auch in die andere Richtung schubsen und drängen wollen.

Die Gründe, warum jemand stillt oder nicht, sind so vielfältig und individuell wie die Frauen und ihre Kinder selbst.

Für mich war es schon beim Eiliensche damals ein absoluter Herzenswunsch.  Das Stillen. Ein tiefes, inneres Bedürfnis, dass ich nicht rational erklären kann.
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Wasserfarben am Morgen

Im Nachthemd.

Es ist 10.00Uhr und wir essen After Eight.

Starker Kaffee für mich, Saft für das Eiliensche.

Ein durchwachsener, eher muffeliger Sonntagmorgen.

Mit Wasserfarben und Buntstiften machen wir ihn freundlicher. Und bunter.

Meine kleine Große kommentiert ihre Zeichnung:

Monster, Regen, Drache mit Baby im Bauch.

Kinderbild_Eieliensche_081115_klein

Ich lausche.

Und während ich mit Kopf und Bauch beim Eiliensche bin, malt der Pinsel in meiner Hand auch. Irgendwas.

Bild_091115_klein

 

 

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