Federfarbenfee

Von jung und angejahrt in Wort und Bild

Tagesnotizen #41: Fast 40 Stunden wach

Genau genommen seit gestern Früh um 06.00Uhr. Dabei hatte ich einen wirklich schönen Tag gestern. Es war einer der beiden Tage, an denen M. Urlaub hatte und die Vormittagsstunden haben wir – wie vorgesehen 🙂 – für uns genutzt.

Immerhin habe ich die Nacht von Donnerstag auf Freitag außerordentlich gut geschlafen für meine Verhältnisse. Meine Fitbit-Uhr hat sagenhafte 1h 50min Tiefschlaf angezeigt. So viel habe ich noch nie zusammengebracht in dem Jahr, seit ich die Uhr besitze.

Die Fotos in diesem Beitrag sind auch am gestrigen Tag entstanden. Da sieht man mal, wie ich aussehe, wenn ich geschlafen habe. Gleich mal zehn Jahre jünger. 😉 Wobei mir das im Grunde auch egal ist und ich wahrscheinlich noch mit 80 unschuldige Menschen mit sinnlich-beschwingten Fotos von mir quälen werde. Vorausgesetzt, ich lebe dann noch. Da ich gerade einmal nicht von irgendeinem Infekt gebeutelt werde, bin ich da ausnahmsweise zuversichtlich.

Die vergangene schlaflose Nacht habe ich aber mit Erfüllenderem als Panikattacken verbracht: Statt planlos durch’s Haus zu tigern oder mich stundenlang im Bett herumzuwälzen, habe ich bis 04.00Uhr Früh an meiner Geschichte weitergeschrieben und konnte meine Leser auf diese Weise mit einem zweiten Update innerhalb einer Woche beglücken. Und damit auch mich selbst. Ich sehe es als großes Geschenk an, dass mein Roman es tatsächlich schafft, Menschen zu berühren. Die ersten meiner Stammleser haben sich schon kurze Zeit nach meinem nächtlichen Upload eingefunden und ihr Interesse und ihre Begeisterung stärken mich ungemein.

Den Tag heute habe ich trotz Sonnenschein und der Tatsache, dass hier aufgrund spontanen Kinderbesuchs vier Zwerge um uns herumgehüpft sind, im halben Delirium verbracht. Ein Zustand, der mir ja inzwischen wohlvertraut ist und der mich zur Zeit leider wieder viel zu oft heimsucht.

An solchen Tagen schwanke ich zwischen den Extremen

Aggression und Sanftmütigkeit,

Heiterkeit und Melancholie,

übersteigerter Produktivität und totaler Erschöpfung

ständig hin und her.

Vor allem für meine Mitmenschen nicht gerade einfach zu handeln. Je nach aktueller Stimmungslage.

Andererseits habe ich mittlerweile akzeptiert, dass Insomnia einfach ein Teil von mir ist und sie vielleicht auch ihr Gutes hat. Manchmal fühle ich mich im schlaflosen Zustand auch seltsam losgelöst und fast so, als hätte ich bewusstseinserweiternde Drogen eingeworfen. Bisweilen eröffnet mir die Schlaflosigkeit einen völlig neuen Blickwinkel auf manche Dinge.

Ver-rückt.

Portraets_hinterVorhang

5 Kommentare

  1. Wahnsinn, wie du mit der Schlaflosigkeit umgehst. Ich glaube, ich wäre längst durchgedreht. Ihr auch noch etwas Positives abgewinnen zu können – Respekt. Ich hoffe, du kannst den heutigen sonnigen Tag bestmöglich für dich nutzen 🌼☀️

    • Danke dir! Ich hab halt damit leben gelernt. Was nicht heißt, dass ich nicht trotzdem hin und wieder durchdrehe. Dir auch noch einen schönen Rest-Sonn(en)tag!🌞🌸

  2. Bist wirklich tapfer. 🙂
    Mit so einer Uhr, die alles mitzählt, käm ich nicht klar. Noch „schwarz auf weiß“ abzulesen, wie viel oder eben wenig ich geschlafen habe, würde mich kirre machen. Manchmal reichen ja auch schon 4 Stunden und man fühlt sich recht fit, und manchmal sind 10 Stunden noch zu wenig….Was weiss schon die Uhr davon… Sei lieb gegrüßt 🙋

    • Die Uhr misst die Schlafphasen. Und mich beruhigt das eher, wenn ich sehe, dass mein Tiefschlafanteil nach schlechten Nächten auch wieder verhältnismäßig hoch ist, obwohl ich vielleicht nur 3h im Bett verbracht habe. Das deckt sich mit dem, was sie damals im Schlaflabor herausgefunden haben: Dass ich nur deshalb noch einigermaßen funktioniere, weil mein Tiefschlaf von guter Qualität ist. Wenn ich denn mal schlafe. Die Kurven meiner Uhr sehen fast identisch aus wie die aus dem Schlaflabor damals. Die Uhr weiß also einiges. 😉 Aber für nicht schlafgestörte Menschen sind diese Erkenntnisse sicher nicht so weltbewegend / essentiell. Da würde ich mich damit auch nicht kirre machen wollen. Liebe Grüße zurück! ❤

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